Corona in Thüringen Ticker vom 30. April: Fünf neue Todesfälle in Zusammenhang mit Corona

In Thüringen sind am Donnerstag fünf weitere Menschen gestorben, bei denen das Coronavirus festgestellt wurde. Das Land hat außerdem weitere Lockerungen beschlossen. Mehr zu Corona in Thüringen in unserem Ticker.

Ein Arzt hält Corona-Tester in der Hand
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So ging es weiter | Zum Ticker vom Freitag

Die weiteren Entwicklungen rund um Corona in Thüringen können Sie im Ticker vom Freitag, dem 1. Mai, verfolgen:

21:45 Uhr | Fünf Todesfälle in Zusammenhang mit Corona

In Thüringen sind fünf weitere Menschen gestorben, bei denen das Coronavirus nachgewiesen wurde. Am Donnerstag vermeldeten die Landkreise Greiz, Gotha, Schmalkalden-Meiningen, Sonneberg und Saale-Orla jeweils einen Todesfall. Damit stieg die Zahl der Toten nach Angaben der Landratsämter und kreisfreien Städte auf insgesamt 96.

Infiziert haben sich in Thüringen seit Beginn der Corona-Pandemie 2.319. Das sind 51 Fälle mehr als am Mittwoch. Die Zahl der Genesenen schätzt die Landesregierung auf 1.650.

Wir schließen den Ticker und sind am morgigen 1. Mai wieder für Sie da.

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20:55 Uhr | Große Geschäfte dürfen wieder öffnen

Die Thüringer Landesregierung hat weitere Lockerungen der Corona-Regeln beschlossen. Wie die Staatskanzlei am Donnerstagabend mitteilte, können ab Montag, 4. Mai, auch Geschäfte mit mehr als 800 Quadratmetern Verkaufsfläche öffnen. Darüber hinaus dürfen Fußpflege, Kosmetik- und Nagelstudios wieder Kunden behandeln und pflegen. Musikschulen und Jugendkunstschulen dürfen wieder Unterricht geben, ebenso Fahrschulen im theoretischen Bereich und praktisch für angehende Motorradfahrer. Vorausgesetzt wird jeweils, dass sich die Beteiligten an die Hygiene- und Abstandsvorschriften halten.

20:20 Uhr | Jenaer Schulen dürfen von Maskenpflicht abweichen

Jenaer Schulen können mit einem Hygienekonzept von der Maskenpflicht im Unterricht ab Montag abweichen. Damit reagiert die Stadt auf die Kritik von Lehrern, Eltern, Schülern und auch Bildungsminister Helmut Holter, wie ein Stadtsprecher am Donnerstagabend sagte. Demnach können Schulen Hygienekonzepte beim Gesundheitsamt der Stadt prüfen lassen. Diese müssten dazu führen, dass die Aerosol-Anreicherung in der Luft vermindert wird, etwa durch Belüftungsregeln.

In Prüfungen und Klausuren sowie in kurzen Essens-Pausen müssen keine Mund-Nasen-Bedeckungen getragen werden. Bestehen bleibe die Regel des Landes zu einer Mund-Nase-Schutz-Pflicht beim Schülertransport, während der Hofpausen und beim Raumwechsel.

19:55 Uhr | Zahnarzt will Beschwerde einlegen

Der Thüringer Zahnarzt Frank Schäfer hat Beschwerde beim Landesverwaltungsamt eingelegt. Normalerweise betreut er auch Patienten in einem Seniorenheim. Dort darf er wegen Corona nicht mehr hin. Dabei sei gerade jetzt Vorsorge wichtig, um Entzündungen früh zu erkennen, sagt Schäfer. Zum Video:

Zahnarzt Frank Schäfer in seiner Praxis 1 min
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19:35 Uhr | Deutlich mehr Kinder in Notbetreuung

Seit Beginn der Woche ist die Zahl der in Thüringer Schulen und Kindergärten notbetreuten Kinder deutlich gestiegen. Erfurt und Jena berichten sogar von einer Verdopplung der Kinderzahlen in den Einrichtungen. Vor allem die Personalsituation werde immer angespannter, heißt es.

19:05 Uhr | 50.000 Masken aus China in Jena angekommen

Eine Spende von 50.000 Mund-Nase-Schutzmasken aus dem chinesischen Guangzhou ist in Jena angekommen. Sie ist am Donnerstag an den Leiter des Jenaer Krisenstabes, Benjamin Koppe (CDU) und an Feuerwehr-Chef Peter Schörnig übergeben worden. Wie ein Stadtsprecher sagte, handelt es sich um hochwertige Mund-Nase-Schutzmasken, die nun Gesundheitsfachbereichen und Pflegeeinrichtungen zugute kommen sollen.

Die Stadt Jena und Panyu (gesprochen: Pan-jü), ein Stadtteil der Millionenmetropole Guangzhou, sind seit 2007 freundschaftlich verbunden. Kurz nach Beginn der Corona-Krise gab es das Angebot der Stadt Guangzhou, Hilfsgüter zu spenden. Die Organisation hat die Deutsch-Chinesische Gesellschaft in Jena übernommen. Die Speditionskosten trägt der Jenaer Industriemagnete-Hersteller Magnetworld AG mit chinesischem Management. Laut Stadt beläuft sich der Gesamtwert der Spende inklusive des Transports auf etwa 20.000 Euro.

18:15 Uhr | Ramelow: Spielplätze dürfen kommende Woche wieder öffnen

Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat angekündigt, in den kommenden Wochen "mehr öffentliches Leben" in Thüringen zu ermöglichen. So soll individueller Sport wie etwa Reiten oder Rudern ab nächster Woche wieder möglich sein. Außerdem werde das Kabinett am Abend beschließen, dass Spielplätze wieder geöffnet werden können. Des Weiteren sollen etwa zu Pfingsten wieder erste Gastrobereiche öffnen. Zuvor hatte sich Ramelow zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Regierungschefs der anderen Bundesländer beraten.

Zugleich warnte er in einem Videostatement am Donnerstagabend davor, "zu übermütig" zu werden. In manchen Regionen wie dem Landkreis Greiz sei das Infektionsgeschehen noch immer hoch. Es müsse jetzt um "einzelne Schritte" gehen, um in Thüringen "keine zweite Welle der Ansteckungen zu bekommen".

Über geöffnete Kitas und Schulen soll erst in der kommenden Woche, nach einer erneuten Konferenz zwischen Bundes- und Landesregierungen entschieden werden. Ramelow sagte weiter, er könne sich derzeit nicht vorstellen, dass es in diesem Sommer große Jugendweihe- oder Schuleinführungsfeiern geben könne. Zum Video:

17:30 Uhr | Weiterer Todesfall in Gotha

Im Landkreis Gotha ist ein weiterer Corona-Infizierter gestorben. Wie das Landratsamt am Donnerstagnachmittag mitteilte, stieg die Zahl der Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus auf 14. Demnach wurden 232 Menschen bisher positiv auf Corona getestet. 70 von ihnen sind den Angaben zufolge inzwischen genesen.

16:55 Uhr | Wie weiter mit Thüringer Musikschulen?

Musikschulen müssen derzeit in Thüringen noch geschlossen bleiben - und drohen bei der Diskussion um Öffnungen ein wenig in Vergessenheit zu geraten. Mittlerweile hängen an dieser Entscheidung auch Existenzen der Lehrer. Zum Beitrag:

16:35 Uhr | Erfurt verhängt Haushaltssperre

Die Stadt Erfurt hat eine Haushaltssperre verhängt. Hintergrund seien die wegbrechenden Einnahmen durch die Corona-Krise, so die Stadtverwaltung. Die Situation sei dramatisch. So fehlten dem Theater Erfurt rund fünf Millionen Euro, die Arena melde einen Verlust von 500.000 Euro und der Zoo von rund 600.000 Euro. Durch geschlossene Einrichtungen wie Bibliotheken oder Volkshochschulen fehlten über eine Million Euro an Gebühren. Hinter den Einnahmen aus der Gewerbesteuer stehe ein großes Fragezeichen. Bis jetzt seien bereits rund zehn Millionen Euro gestundet worden. Die Erfurter müssten sich auch nach der Krise auf harte Zeiten einstellen.

15:45 Uhr | Dritter Todesfall im Kreis Schmalkalden-Meiningen

Im Landkreis Schmalkalden-Meiningen ist ein dritter Patient mit Coronavirus-Infektion gestorben. Wie eine Sprecherin des Landratsamtes mitteilte, handelt es sich um einen 65-Jährigen aus dem Werratal. Der Mann starb demnach in einem Krankenhaus im bayerischen Bad Neustadt. Er habe an mehreren Vorerkrankungen gelitten, so die Sprecherin. Im Landkreis Schmalkalden-Meiningen stieg die Zahl der nachgewiesenen Corona-Fälle am Donnerstag um zwei auf 97.

15:20 Uhr | Land: Hotels und Gaststätten bis Pfingsten aus dem Stillstand holen

Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee will Hotels und Gaststätten spätestens Pfingsten aus dem Totalstillstand holen. Das Wirtschaftsministerium habe dafür einen Drei-Stufen-Plan vorgelegt, wie Tiefensee am Donnerstag sagte. Dieser sehe vor, zunächst Campingplätze für Wohnwagen und Reisemobile zu öffnen, um auch wieder Tagesausflüge zu ermöglichen. Zwei bis drei Wochen später könnten dem Plan zufolge Restaurants, Cafés und Kneipen unter strengen Hygieneregeln wieder Gäste empfangen.

Hotels und Pensionen könnten den Vorstellungen nach zunächst mit der Hälfte der verfügbaren Zimmer öffnen, vorrangig für Thüringer. In Stufe drei würden dann auch Ferienhausanlagen, Ferienlager oder Schullandheime wieder ihren Betrieb aufnehmen. Der Plan diene als Diskussionsgrundlage, sagte Tiefensee weiter. Wenn man noch lange warte, werde es trotz der geplanten staatlichen Hilfen bald nicht mehr sehr viel geben, was geöffnet werden könne.

14:20 Uhr | Verbraucherzentrale hat mehr zu tun als sonst

Ein erhöhter Beratungsbedarf in der Corona-Krise hat der Verbraucherzentrale Thüringen Rekordzahlen beschert. Wie die Verbraucherzentrale am Donnerstag mitteilte, nutzten allein im April knapp 1.200 Menschen die Angebote des Vereins. Das seien mehr als doppelt so viele gewesen wie im Monatsdurchschnitt. Die häufigsten Fragen der Verbraucher drehten sich demnach um Probleme mit abgesagten Reisen oder Veranstaltungen im Zuge der Coronavirus-Pandemie. Bewährt habe sich dabei der neue telefonische Rückrufservice. Ab kommender Woche wollen die Experten den Angaben zufolge schrittweise auch wieder persönlich vor Ort beraten, wenn für die Anliegen eine Dokumenteneinsicht erforderlich ist. Den Rückrufservice solle es aber auch weiterhin geben.

12:50 Uhr | Erstes Thüringer Autokino eröffnet

Am Stausee Hohenfelden hat am Mittwochabend das erste Thüringe Autokino seine erste Vorführung gegeben. Weitere Kinos beginnen in diesen Tagen ihren Spielbetrieb.

11:45 Uhr | Weitere Infektionen im Kreis Eichsfeld

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen ist im Eichsfeld auf 132 gestiegen. Das sind laut Landratsamt zwei mehr als am Mittwoch. 17 Menschen befinden sich noch im Krankenhaus, davon vier auf der Intensivstation. 82 Menschen sind inzwischen wieder genesen. Vier Menschen sind bisher als verstorben gemeldet worden.

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10:04 Uhr | Mehr Arbeitslose wegen Corona

Die Zahl der Menschen ohne Arbeit in Thüringen ist im April um 6.900 im Vergleich zum Vormonat gestiegen. Das teilte die Arbeitsagentur mit. Demnach waren zu Ende des Monats 67.500 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Die Arbeitsagentur führt den Anstieg auf die Coronavirus-Pandemie zurück. Der Stillstand in vielen Bereichen der Wirtschaft habe den Arbeitsmarkt unter Druck gesetzt, sagte ein Sprecher.

09:10 Uhr | Debatte: Woher das Geld für den Coronafonds kommen soll

08:50 Uhr | Gespräche über Alternativen zur Maskenpflicht in Jenas Schulen

In Jena werden Alternativen zur Maskenpflicht im Unterricht gesucht. Darauf haben sich am Mittwochabend Jenas Oberbürgermeister Thomas Nitzsche (FDP) und Thüringens Bildungsminister Helmut Holter (Linke) telefonisch verständigt, heißt es in einer Mitteilung. Jenaer Schüler müssen nach der jüngster Allgemeinverfügung der Stadt ab dem 4. Mai auch im Unterricht einen Mund-Nasen-Schutz tragen - anders als Thüringer Schüler andernorts.

07:33 Uhr | Kreis Eichsfeld kauft Schutzmasken

Der Landkreis Eichsfeld hat kurzfristig mehr als eine Million Mund- und Nasen-Schutzmasken gekauft. Darüber hat Landrat Werner Henning (CDU) am Mittwochabend den Kreistag informiert. Bei der außerplanmäßigen Ausgabe geht es um 435.000 Euro. Laut Henning hat sich der Kreis an einer zentralen Beschaffung von sechs Landkreisen beteiligt. Weil Eile geboten war, habe er als Landrat dem Kauf zugestimmt. Auf diese Weise habe der Landkreis eine Million Mund-Nasen-Schutz-Masken für einen Stückpreis von je 40 Cent erhalten. Die zusätzlichen Ausgaben sollen durch Einsparungen im Haushalt und Erlöse aus der Weitergabe der Masken zum Selbstkostenpreis gedeckt werden. Die AfD-Fraktion kündigte an, gegen diese Eilentscheidung des Landrates rechtliche Schritte einzuleiten.

07:30 Uhr | Weinfest in Bad Sulza abgesagt

Vor dem Hintergrund der Corona-Krise hat die Stadt Bad Sulza nun auch offiziell ihr für den Sommer geplantes Weinfest abgesagt. Auch das Kurparkfest und die Bad Sulzaer Musiktage werden nach Angaben von Bürgermeister Dirk Schütze nicht stattfinden. Auf die Krönung einer neuen Thüringer Weinprinzessin werde man in diesem Jahr verzichten. Die amtierende Prinzessin Julia II. habe sich bereit erklärt, ihre Amtszeit zu verlängern. Wegen des abgesagten Weinfestes plädiert der Bürgermeister für einen erweiterten Weihnachtsmarkt. Er könne sich eine "Wein-Weihnacht" im Advent vorstellen, so Schütze.

07:20 Uhr | Regiomed plant keine Kurzarbeit

Der länderübergreifende Klinikkonzern Regiomed plant in der Corona-Krise keine Kurzarbeit. Wie Hauptgeschäftsführer Alexander Schmidtke sagte, wird derzeit an einem Konzept gearbeitet, wie die Kliniken schrittweise wieder aus dem Krisenmodus geführt werden können. Auch der normale OP-Plan soll langsam wieder angefahren werden. Kapazitäten für Corona-Patienten könnten in Absprache mit den Gesundheitsämtern wieder reduziert werden. Schmidtke wies allerdings darauf hin, dass die Kliniken für eine Infektionswelle weiter vorbereitet sein müssen. In Sonneberg zeige sich gerade, dass sich die Situation auch schnell ändern könne. Seit dem Wochenende hatte sich die Zahl der Corona-Patienten im Sonneberger Klinikum erhöht. Auch Mitarbeiter wurden positiv getestet.

Die Vorsitzende der Landeskrankenhausgesellschaft Thüringen, Gundula Werner hatte gegenüber MDR THÜRINGEN Befürchtungen geäußert, dass die Ausgleichszahlungen an die Kliniken nicht alle Ausfälle abdecken. Deshalb würden einzelne Häuser auf Kurzarbeit zurückgreifen. Für den Regiomed-Konzern sei das allerdings kein Thema, so Schmidtke.

07:00 Uhr | Umgekrempeltes Opelwerk in Eisenach vor dem Start

06:30 Uhr | Ticker zum Coronavirus am Donnerstag

Guten Morgen! Wie gewohnt berichten wir im Ticker über aktuelle Entwicklungen rund um das Coronavirus, Covid-19, Maßnahmen und Folgen in Thüringen. Alle Artikel, Hotlines und Informationen seitens des Robert Koch-Instituts finden Sie auch auf unser Übersichtsseite und in unserem Corona-Ratgeber.

Was bisher geschah | Der Ticker vom Mittwoch zum Nachlesen

Weitere Informationen zum Coronavirus in Thüringen

Quelle: MDR THÜRINGEN/dr

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 30. April 2020 | 19:00 Uhr

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