Corona in Thüringen Ticker vom 2. April: Jenaer Wissenschaftler entwickeln 10-Minuten-Schnelltest

Ein neuartiger Corona-Schnelltest kann innerhalb weniger Minuten Corona-Antikörper im Blut nachweisen. Der Test wurde von Jenaer Wissenschaftlern entwickelt. Alle Entwicklungen im Ticker.

Automatischer Bluttest - Probenröhrchen in einen Plasticktray
Ein Schnelltest aus Jena kann Corona-Antikörper im Blut feststellen. Bildrechte: imago/Science Photo Library

So ging es am Freitag, 3. April, weiter

21:00 Uhr | Ticker-Ende

Hiermit endet unsere Live-Ticker vom Donnerstag, dem 2. April. Wir berichten morgen weiter. MDR THÜRINGEN wünscht allen Lesern einen schönen Abend. Bleiben Sie gesund.

20:30 Uhr | Bundes-Hilfe für Thüringer Unternehmen ab sofort möglich

Thüringens Unternehmen können jetzt auch Zuschüsse aus dem Corona-Hilfsprogramm des Bundes beantragen. Die Thüringer Aufbaubank schaltete dafür am Donnerstag auf ihrer Homepage die Antragsformulare frei. Unternehmer, die die Corona-Soforthilfe des Freistaates noch nicht beantragt oder bekommen haben, können nach Angaben der Aufbaubank direkt die Bundeszuschüsse beantragen. Die Programme des Freistaats und des Bundes werden miteinander verrechnet.

Wenn zum Beispiel ein Thüringer Unternehmer mit bis zu fünf Beschäftigten aus der Thüringer Soforthilfe 5.000 Euro bekommen hat, erhält er aus dem Bundesprogramm weitere 4.000 Euro. Die Antragsformulare für Unternehmen aus der Agrarbranche werden nach Angaben der Thüringer Aufbaubank in der kommenden Woche freigeschaltet.

20:00 Uhr | Schutzkleidung in China bestellt

19:20 Uhr | Fotos aus dem Corona-Alltag

18:45 Uhr | Verdopplungszeitraum von Infektionen bei acht Tagen

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Thüringen ist am Donnerstag auf 997 gestiegen. Das sind 77 mehr als am Mittwoch. Das geht aus den Zahlen hervor, die die Kreise und kreisfreien Städte veröffentlicht haben. Damit verlängerte sich der Zeitraum, in dem sich die Infektions-Anzahl verdoppelt hat, erstmals auf acht Tage. Am Mittwoch waren es noch sieben Tage.

Nach Ansicht der Bundes- und Landesregierung können Kontaktverbote erst gelockert werden, wenn es mindestens zehn Tage dauert, bis sich die Infektionszahlen verdoppeln. Neun Thüringer sind gestorben, bei denen das Virus nachgewiesen wurde. Jüngster Fall ist eine 77 Jahre alte Frau aus dem Kreis Greiz, die schon vor ihrer Infektion ambulant durch einen Pflegedienst betreut wurde und eine chronische Schmerzpatientin war. Rund 130 Corona-Infizierte in Thüringen gelten wieder als genesen. Für sie gibt es aber keine Meldepflicht.

16:50 Uhr | Weimar erlaubt Fütterung von Tauben - Erfurt nicht

In Erfurt dürfen freilebende Tauben auch weiterhin nicht gefüttert werden. Die Stadt halte auch in der Coronavirus-Pandemie an dem Verbot fest, hieß es am Donnerstag in einer Mitteilung. Tierschützer in ganz Deutschland sehen derzeit die Stadttauben in Gefahr. In den verwaisten Innenstädten versiegt nach ihrer Auffassung für die Vögel eine wichtige Nahrungsquelle. Es fehlten die von Menschen weggeworfenen Essensreste.

Tauben in der Innenstadt
Tierschützer sorgen sich die Nahrungsmittelversorgung von Tauben. Bildrechte: IMAGO

Tierschutzorganisationen wie PETA haben die Städte aufgefordert, das Fütterungsverbot aufzuheben. Die Stadt Weimar hatte vor einigen Tagen auf Bitten der Tierschützer ein Füttern in der Corona-Krise erlaubt. Der Taubenschutzverein habe eine Ausnahmegenehmigung erhalten, sagte Bürgermeister Ralf Kirsten MDR THÜRINGEN. Das Fütterungsverbot solle die Tauben-Population reduzieren, begründet die Stadt Erfurt ihre Haltung. Weniger Tauben würden weniger Schäden an Gebäuden verursachen. Außerdem werde damit vorgebeugt, dass sich Krankheitserreger von Taube auf Mensch übertragen.

16:00 Uhr | Corona-Schnelltest aus Jena

15:50 Uhr | Opel spendet Schutzmasken an Eisenach

Der Autobauer Opel spendet der Stadt Eisenach 12.000 Schutzmasken. Sie sollen an das Amt für Brand- und Katastrophenschutz übergeben werden. Der Einsatz gegen das Corona-Virus verdiene Respekt und Unterstützung, so Ralph Wangemann, Arbeitsdirektor der Opel Automobile GmbH. Deutschlandweit stellt das Unternehmen insgesamt rund 50.000 Masken Krankenhäusern und sozialen Einrichtungen zur Verfügung.

15:40 Uhr | Bisher 25.000 Anträge auf Soforthilfe gestellt

Bei der Thüringer Aufbaubank sind bisher rund 25.000 Anträge von Unternehmen auf Landes-Soforthilfen eingegangen. Sprecherin Maret Montavon sagte MDR THÜRINGEN, etwa 3.100 davon seien bearbeitet worden. Knapp 15 Millionen Euro an Landeshilfen seien bewilligt worden. Ein Drittel der Anträge wurden wieder an die Unternehmer zurückgeschickt, weil Angaben oder Unterlagen fehlten.

15:30 Uhr | Arbeitsagentur warnt vor gefälschten E-Mails zur Kurzarbeit

Betrüger nutzen offenbar die wirtschaftlichen Schwierigkeiten von Firmen in der Corona-Krise aus. Die Landesarbeitsagentur warnt vor gefälschten E-Mails zum Thema Kurzarbeit. Dort würden die Arbeitsgeber unter anderem aufgefordert, anderem aufgefordert, konkrete Angaben zur Person, zum Unternehmen und zu den Beschäftigten zu machen, um Kurzarbeitergeld zu erhalten. Eine Telefonnummer für Rückfragen gebe es nicht. Die Arbeitsagentur empfiehlt, diese Mail vom Absender kurzarbeitergeld@arbeitsagentur-service.de sofort zu löschen.

15:08 Uhr | Zwei weitere Fälle im Kreis Eichsfeld

Im Landkreis Eichsfeld ist die Zahl der Corona-Fälle auf 62 gestiegen. Das sind laut Landratsamt zwei mehr als am Mittwoch. Sieben Patienten müssten im Krankenhaus behandelt werden, zwei von ihnen seien schwer erkrankt. Die Zahl der wieder Genesenden blieb mit fünf gleich. Am stärksten von den Infektionen betroffen sind Heiligenstadt mit elf, Dingelstädt mit neun und Teistungen mit sieben Fällen.

Das Landratsamt wies außerdem noch einmal daraufhin, dass Osterfeuer in diesem Jahr nicht erlaubt sind, private Feuer müssten generell genehmigt werden. Die Ordnungsbehörden würden die Verbote kontrollieren.

15:05 Uhr | Zahl der Infektionen in Erfurt steigt auf 89

Die Zahl der Corona-Infektionen in Erfurt ist auf 89 gestiegen. Wie eine Stadtsprecherin mitteilte, kamen seit Mittwoch zwei neue bestätigte Fälle dazu. Insgesamt fünf Infizierte werden im Krankenhaus behandelt. Auch die Zahl der Genesenden stieg deutlich an: 39 Erfurter haben das Virus überstanden, 13 mehr als noch am Mittwoch.

14:50 Uhr | Spargel- und Erdbeerbauern sorgen sich weiter um ihre Ernte

13:56 Uhr | Acht weitere Infizierte im Saale-Orla-Kreis

Der Saale-Orla-Kreis meldet acht weitere Fälle von Infektionen mit dem Coronavirus. Betroffen sind laut Landratsamt vier Frauen und vier Männer. Sieben der Infizierten leben im Orlatal, die achte Person im Oberland. Laut Landratsamt ist unter neu Infizierten auch eine Mitarbeiterin des Fachdienstes Gesundheit der Kreisverwaltung. Weil deshalb auch mehrere Mitarbeiter des Pandemiestabs in der Kreisverwaltung vorsorglich in Quarantäne geschickt werden mussten, sei die Arbeitsfähigkeit des Stabes "geringfügig gehemmt", erklärte Landrat Thomas Fügmann. "Wir sind vorbereitet und haben entsprechende Vertretungsregelungen getroffen", so Fügmann.

Weiter angespannt ist den Angaben zufolge die Situation in einer Seniorenresidenz der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Tripis. Dort komme es zu weiteren Erkrankrungen sowohl bei Bewohnern als auch beim Personal, so das Landratsamt. Unter anderem sei eine weitere Mitarbeiterin durch ihren Hausarzt positiv auf das Virus getestet worden.

13:39 Uhr | Weiteres Todesopfer im Kreis Greiz

Im Landkreis Greiz ist am Mittwoch eine 77 Jahre alte Frau mit Corona-Infektion gestorben. Wie der Landkreis mitteilte, war die Frau seit dem 21. März in stationärer Behandlung und wurde seit Samstag künstlich beatmet. Nach Informationen des Gesundheitsamtes Greiz wurde die Verstorbene bis zu ihrer Corona-Infektion ambulant durch einen Pflegedienst betreut und war eine chronische Schmerzpatientin. Die Seniorin ist das fünfte Todesopfer im Landkreis Greiz. Mit Stand Donnerstagvormittag gibt es dort 149 Infizierte.

13:32 Uhr | Klinik ruft zu europäischer Solidarität auf

Die Lungenspezialklinik in Neustadt im Kreis Nordhausen wirbt für Solidarität mit Corona-Patienten aus dem Ausland. Der ärztliche Direktor Bernd Kurz sagte MDR THÜRINGEN, durch die Behandlung französischer Patienten in Neustadt sei die Behandlung der Thüringer nicht in Gefahr. Es sei nicht zu verantworten, wenn die Klinik Behandlungskapazitäten freihalten würde, die momentan nicht benötigt würden und deswegen im Elsass in Frankreich Patienten sterben müssten. Europa heiße nicht nur in den Urlaub zu fahren, sondern auch den Nachbarn bei Notfällen zu helfen. Kurz sagte: "Wir sind moralisch verpflichtet und sollten uns nicht hinsetzen und darauf warten, dass Patienten hier beatmungspflichtig werden, während in der gleichen Zeit in Frankreich, Italien und Spanien die Patienten sterben - weil wir vielleicht nicht helfen, obwohl wir es können." In der Klinik in Neustadt werden seit Mittwoch zwei schwer erkrankte Coronavirus-Patienten aus Frankreich behandelt.

13:30 Uhr | Unstrut-Hainich-Kreis: Taxifahrer bekommen Masken

Die Taxifahrer im Unstrut-Hainich-Kreis bekommen kostenlose Atemschutzmasken. Das teilte das Landratsamt mit. Im Taxi würden die Fahrer täglich mit Hochrisiko-Patienten im Bereich Dialyse und Chemo-Therapie in Kontakt kommen. Dabei sei es gleichzeitig kaum möglich, den Abstand von mindestens 1,50 Metern einzuhalten. Deshalb verteilt der Brand-, Katastrophen- und Rettungsdienst des Kreises die Schutzmasken an alle Taxibetriebe.

12:44 Uhr | 26 Infizierte in Neustadt am Rennsteig

Die Zahl der Corona-Infizierten in Neustadt am Rennsteig ist auf 26 gestiegen. Wie Landrätin Petra Enders sagte, wurden seit Mittwoch 12 Uhr in den Zelten in Neustadt am Rennsteig 170 Menschen getestet. Fünf weitere Infektionsfälle seien so erkannt worden. Eines der vier dort eingesetzten Teams kümmert sich ab sofort nur noch um jene, die nach der Ortssperre ab Montag wieder arbeiten müssen und eine Bescheinigung brauchen. Betroffene könnten direkt zur Abstrichstelle kommen, so Enders.

Straßensperren bei Neustadt am Rennsteig wegen Coronavirus-Quarantäne
Neustadt am Rennsteig steht seit einigen Tagen komplett unter Quarantäne. Bildrechte: MDR/Michael Hesse

Ein weiteres Team nimmt Abstriche im Kinderheim. Alle Kinder und Erzieher müssen dort getestet werden. Für Freitag ist geplant, noch nicht Getestete straßenweise zum Abstrich zu bitten. Dafür soll es Lautsprecherdurchsagen geben. Ziel sei es, die Quarantäne des Ortes am Sonntag um 24 Uhr aufzuheben oder zumindest zu lockern, so die Landrätin. Die Zelte bleiben bis Montag stehen. Abstriche können auch am Wochenende gemacht werden. Derzeit gibt es im Ilm-Kreis 72 Corona-Infizierte. Das sind sieben Fälle mehr als am Mittwoch.

12:15 Uhr | Keine Klassenfahrten mehr in diesem Jahr

Thüringer Schulen müssen alle bis Schuljahresende geplanten Klassenfahrten und Wandertage absagen. Das hat Bildungsminister Helmut Holter angewiesen. Die angespannte Situation wegen der Corona-Pandemie lasse den Verantwortlichen keine andere Wahl, auch wenn es schmerzhaft sei.

Unabweisbare Kosten, die bereits entstanden sind, würden erstattet. Die Kostenerstattung werde "praktisch und pragmatisch" von statten gehen, so Holter. Er bat jedoch in Detailfragen um Geduld, zunächst müssten noch die gesetzlichen Voraussetzungen geschaffen werden. Schulen sollen noch nicht stornierte Fahrten sofort absagen, um weitere Stornokosten zu vermeiden. Klassenfahrten für das kommende Schuljahr können laut Ministerium gebucht werden, aber nur wenn kostenfreie Stornierungen möglich sind.

12:00 Uhr | Uniklinik Jena schafft zusätzliche Kapazitäten

Das Universitätsklinikum Jena (UKJ) hat zusätzliche Betten- und Behandlungskapazitäten für Corona-Patienten geschaffen. Wie das Klinikum mitteilte, werden zunächst 54 Beatmungsbetten inklusive des erforderlichen Pflegepersonals bereitgestellt. Die Zahl der Beatmungsgeräte wurde von 78 auf 90 erhöht.

Ein neues Raumkonzept sieht separate Zugangsschleusen und getrennte Räume für Corona-Patienten und andere Behandlungen vor. Personalreserven wurden geschaffen, weil Beschäftigte aus geschlossenen Tageskliniken und Ambulanzen umverteilt wurden. Zudem sei ein Studierendenpool aufgebaut worden, der inzwischen rund 600 freiwillige Helfer umfasse. Ein Krisenstab soll den Einsatz von Ressourcen und Personal steuern.

Nach Angaben des UKJ ist ausreichend Desinfektionsmittel vorhanden. Angespannt sei dagegen die Situation bei der persönlichen Schutzausrüstung des medizinischen und Pflegepersonals.

11:15 Uhr | Land beschafft für elf Millionen Euro Schutzausrüstung

10:35 Uhr | Festival in Paulinzella soll stattfinden

Trotz der Corona-Krise soll das 16. Kulturfestival in Paulinzella im Kreis Saalfeld-Rudolstadt wie geplant im Sommer stattfinden. Das kündigte Organisator Jürgen Schneider an. Schneider sagte MDR THÜRINGEN, er wolle bewusst ein Zeichen setzen und den Menschen Hoffnung geben.

Am Donnerstag beginnt der Vorverkauf für die Veranstaltungen Ende August. Zugesagt haben unter anderem Purple Schulz, der Komiker Torsten Sträter und die Kabarettistin Lisa Fitz. Ein Auftritt der Weimarer Band Friend 'n Fellow soll das viertätige Festival abschließen. Das Kulturfestival auf der Klosterwiese findet vom 20. bis 23. August statt.

Luftbildaufnahme der Klosterruine in Paulinzella  im Rottenbachtal.
Idyllischer Ort: Klosterruine Paulinzella Bildrechte: imago/Karina Hessland

10:30 Uhr | Neue Infektionen im Unstrut-Hainich-Kreis

Im Unstrut-Hainich-Kreis ist der Zahl der Corona-Fälle auf 25 gestiegen. Wie das Landratsamt am Vormittag mitteilte, gibt es vier Neuerkrankungen. Die Zahl der stationären Patienten liegt weiterhin bei drei; die Zahl der Erkrankten in häuslicher Quarantäne ist auf 18 angewachsen. Genesen sind vier.

10:00 Uhr | Verbraucherzentrale: Zahlungen für Strom und Wasser nicht ohne Rücksprache aussetzen

Die Verbraucherzentrale Thüringen warnt Verbraucher davor, Zahlungen an Energie- oder Wasserversorger wegen des Coronavirus einfach auszusetzen. Wer wegen Zahlungsschwierigkeiten Probleme habe, seine Rechnungen zu bezahlen, müsse darüber unbedingt mit seinem Versorger reden, erklärt die Energiereferentin der Verbraucherzentrale Ramona Ballod.

Stromzähler
Verbrauchter Strom muss bezahlt werden - trotz derzeit möglichem Zahlungsaufschub. Bildrechte: imago images/Winfried Rothermel

"Sie können nicht einfach aufhören, die Strom- oder Gasrechnung zu bezahlen." Verbraucher hätten ein zeitlich befristetes Leistungsverweigerungsrecht bis zum 30. Juni 2020, auf das sie sich gegenüber dem Versorger aber unbedingt berufen müssten. Ballod verweist zudem darauf, dass die von der Bundesregierung beschlossenen Erleichterungen nur einen Zahlungsaufschub bedeutet. Die Verpflichtung, verbrauchte Energie oder verbrauchtes Wasser zu bezahlen, bestehe weiterhin.

08:40 Uhr | Hainich-Klinikum in Mühlhausen hat "Pandemiestation" vorbereitet

Das Ökumenische Hainich-Klinikum hat für mögliche Covid-19-Patienten 164 Betten vorbereitet. Wie Sprecherin Ulrike Welz MDR THÜRINGEN sagte, wurde eine normale Station zur "Pandemiestation" umgerüstet. Im Krankenhausplan von Thüringen sei festgelegt, dass Kliniken 30 Prozent der Betten für solche Notfälle zur Verfügung stellen müssen.

Nach Angaben des Landratsamtes gibt es derzeit für Corona-Patienten mit akuten Symptomen 27 Intensivbetten in der Hufeland-Klinik. Wenn diese nicht mehr ausreichen, könnten Patienten ins Hainich-Klinikum und in die Reha-Kliniken in Bad Langensalza und Bad Tennstedt verlegt werden.

08:25 Uhr | Klinik in Schmalkalden stockt Personal auf

Das Elisabeth-Klinikum in Schmalkalden stockt sein Personal auf. Wie ein Kliniksprecher MDR THÜRINGEN sagte, sollen dafür Pfleger und Ärzte im Ruhestand gewonnen werden. Auch ehemalige Zivildienstleistende oder Menschen, die sich im Gesundheitswesen auskennen, könnten sich melden.

Krankenhaus Schmalkalden-Meiningen
Das Elisabeth-Klinikum in Schmalkalden Bildrechte: MDR/Christian Kunze

Die Klinik will sich für Spitzenzeiten in der Corona-Krise für einen Ansturm von Patienten rüsten. Die zusätzlichen Mitarbeiter sollen bei der Betreuung normaler Patienten eingesetzt werden. Das Elisabeth-Klinikum kann nach eigenen Angaben im Ernstfall von sechs auf zehn Intensivbetten aufrüsten.

08:00 Uhr | Zahl der Infektionsfälle in Jena auf 128 gestiegen

In Jena ist die Zahl der bestätigten Infektionsfälle mit dem Coronavirus auf insgesamt 128 gestiegen, wie die Stadtverwaltung mitteilt. 121 Menschen sind derzeit noch erkrankt, eine Person war vor einigen Tagen gestorben. Sechs Infizierte sind inzwischen wieder genesen.

07:54 Uhr | Suhl: Junioren-WM im Schießen abgesagt

Wegen der Corona-Krise hat der Deutsche Schützenbund die Junioren-Weltmeisterschaft im Schießen abgesagt. Die WM war für Mitte Juli in Suhl geplant. Auch der Weltcup in München wurde abgesagt. Beide Meisterschaften wurden ersatzlos gestrichen.

07:52 Uhr | Hilfe für Italien

07:35 Uhr | Drei neue Infektionsfälle in Weimar

Auch in Weimar ist die Zahl der Corona-Patienten weiter gestiegen. Die Stadt meldete am Mittwochabend drei neue Fälle und damit 37 Infizierte. Drei Menschen liegen im Krankenhaus. Mehr als 600 Personen befänden sich in Quarantäne, hieß es.

07:28 Uhr | Einzelhändler verhandeln über Aufschub bei Mieten

07:13 Uhr | Weitere Abstrichstelle im Weimarer Land

In Blankenhain im Kreis Weimarer Land nimmt am Donnerstag eine weitere Abstrichstelle ihre Arbeit auf. Betrieben wird sie vom Landratsamt und der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Thüringen. Laut Landratsamt werden ausschließlich Personen getestet, die vom Gesundheitsamt dazu aufgefordert wurden, von ihrem Hausarzt geschickt worden sind, oder einen Termin der KV erhalten haben.

06:57 Uhr | Sondershausen: Musiker spenden für Kollegen

Die Musiker des Loh-Orchesters in Sondershausen haben 2.600 Euro an ihre freiberuflichen Kollegen gespendet. Wie eine Sprecherin mitteilte, ist das Orchester damit einem Aufruf der Deutschen Orchester-Stiftung gefolgt. 2.100 Euro kamen durch private Spenden von Musikern, deren Familien und Freunden zusammen. Zudem spendete das Orchester einen Teil des Theaterpreisgeldes vom vergangenen Jahr. Das Orchester selbst sei oft auf Freiberufler angewiesen, sagte Geigerin Sylvia Wepler, die die Aktion ins Leben gerufen hatte. Diese hätten während der Krise keinerlei Einnahmen und oft auch keine Rücklagen.

06:55 Uhr | Neue Allgemeinverfügung im Kreis Nordhausen

Der Landkreis Nordhausen hat eine neue Allgemeinverfügung herausgegeben. Sie ist ab Dienstag gültig und schreibt unter anderem vor, dass maximal 100 Einkaufswagen in Baumärkten bereitstehen dürfen und dass jeder Kunde einen Wagen nutzen muss. Geschäfte, die noch geöffnet sind, müssen ihre Kundentoiletten kostenfrei zur Verfügung stellen. Dazu gehören auch Tankstellen. Geschlossene Geschäfte müssen mit einem Schild oder Absperrband kennzeichnen, dass auch die Freiflächen nicht genutzt werden dürfen.

Die bereits angekündigte Pflicht, einen Mund-Nasen-Schutz in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr tragen zu müssen, tritt am Montag zunächst als Empfehlung in Kraft. Zur Pflicht wird der Schutz ab 14. April.

06:53 Uhr | Wenig Verstöße gegen Kontaktverbot in Leinefelde-Worbis

In Leinefelde-Worbis im Eichsfeld gibt es bisher wenige Verstöße gegen das Kontaktverbot. Wie Ordnungsamtsleiter Günther Fiedler MDR THÜRINGEN sagte, sind in einzelnen Gartenanlagen und am Stausee Birkungen Grillpartys aufgelöst worden. In einem Fall hatten sieben Menschen zusammen gefeiert. Kontrolliert würden alle elf Stadtteile und wichtige Punkte wie der Stausee Birkungen, die Wilddurchlässe der Autobahn, der Klien, der Kanstein und der Scharfenstein.

Die Kontrollen werden auch über die Osterfeiertage zum Teil mit Hilfe der Polizei fortgesetzt. Das Ordnungsamt kontrolliere seit über einer Woche im Zwei-Schicht-System, ob die Anordnungen wegen der Corona-Krise eingehalten werden. Regelmäßig seien drei Dienstfahrzeuge mit je zwei Kollegen im Einsatz.

06:50 Uhr | Guten Morgen

Wir wünschen Ihnen einen guten Morgen und einen erfolgreichen Tag. Hier im Ticker informieren wir Sie wieder wie gewohnt über aktuelle Ereignisse und Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Thüringen.

Was bisher geschah | Der Liveticker vom Mittwoch zum Nachlesen

  • Über 900 Corona-Infektionen in Thüringen gemeldet
  • Mehrzahl der Thüringer Hotels geschlossen
  • Empfängerkreis für Soforthilfe erweitert
  • Weitere Todesopfer in Greiz und Steinach

Quelle: MDR THÜRINGEN/dr

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 02. April 2020 | 05:00 Uhr

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