Corona in Thüringen Ticker vom 26. März: Massiver Corona-Ausbruch in Seniorenheim Triptis befürchtet

In einem Seniorenheim in Triptis haben sich vier Mitarbeiter infiziert. Weitere Bewohner und Mitarbeiter warten auf die Testergebnisse. Alle Entwicklungen im Ticker.

Das Awo-Seniorenheim in Triptis steht unter Quarantäne
Bildrechte: MDR/Sascha Mönch

So ging es weiter | Ticker vom Freitag, 27. März 2020

21:30 Uhr | Ticker-Ende

Wir machen für heute Feierabend und schließen den Ticker. Am Donnerstag haben sich wieder etliche neue Corona-Fälle in Thüringen bestätigt. Besonders stark betroffen neben Jena ist der Landkreis Greiz, wo das Virus gegenwärtig bei 89 Menschen nachgewiesen wurde. Aber in ganz Thüringen steigt auch die Zahl der Genesenen.

Ernst ist die Lage gegenwärtig in Triptis. In einem Seniorenheim haben sich vier Mitarbeiter infiziert. Jetzt gibt es den Verdacht, dass das Virus weitere Heimbewohner und Mitarbeiter erfasst hat. Sie wurden auf das Coronavirus getestet, das Heim steht unter Quarantäne. Morgen wissen wir mehr.

Bei all den Zahlen und Entwicklungen gibt es auch gute Nebenerscheinungen: In einem Tempo, das nicht für möglich gehalten wurde, stellen Schulen, Hochschulen, Behörden und Unternehmen auf digitales Lernen und Arbeiten um. Überall gibt es Ehrenamtliche, die in der Corona-Zeit anpacken. Und in Jena betätigen sich Hunderte Medizinstudenten in den Semesterferien als Krisenhelfer.

Bleiben Sie gesund und bis morgen! Zum Abschied gibt es einige Veranstaltungstipps für daheim:

21:15 Uhr | Einige Hochschulen lehren digital

Bis zum 4. Mai ist die Präsenzlehre an Thüringens Hochschulen ausgesetzt. Die versuchen nun schnellstmöglich, Lösungen zu finden, um eine digitale Lehre anzubieten. Die Duale Hochschule Gera-Eisenach ist da schon weiter:

20:50 Uhr | Unsicherheit für Energieversorger

Die Conrona-Pandemie versetzt auch die Thüringer Energie AG in Alarmbereitschaft. Das wichtigste Versorgungsunternehmen Thüringens hat alle Hände voll zu tun, sich auf die Risiken der Corona-Pandemie einzustellen. Langjährige Stromabnehmer fallen aus und ein neues Geschäftsfeld boomt:

20:30 Uhr | Girls'Day wegen Corona erstmals digital

Jedes Jahr im Frühling laden Tausende Firmen Mädchen ein, um ihnen zu zeigen, dass technische Berufe durchaus spannend sein können. Wegen des Corona-Virus war der "Girls‘Day 2020" eigentlich abgesagt worden. Jetzt fand er doch statt - und zwar digital:

20:15 Uhr | Bergläufer Krieghoff läuft jetzt zum Einkaufen

Profisportler Marcel Krieghoff aus Bad Langensalza läuft normalerweise in der deutschen Nationalmannschaft für Medaillen. Weil Wettkämpfe zur Zeit nicht stattfinden, läuft er jetzt einkaufen - für ältere Leute.

20:00 Uhr | Virologe Kekulé: Ist das Virus die Rache der Tiere am Menschen?

Das Coronavirus ist von Wildtieren auf Menschen übertragen worden, die sie gejagt und gegessen haben. Ein Thema im Podcast mit dem halleschen Virologen Kekulé. Außerdem: Wann könnte es Schnelltests für alle geben? Hier hören:

19:14 Uhr | Thüringen schickt Klinik-Team nach Italien

Ärzte und Pflegekräfte aus Thüringen sollen bei der medizinischen Versorgung von Covid-19-Patienten in Italien helfen. Ein Team des Universitätsklinikums Jena mache sich in den kommenden Tagen auf den Weg in die Lombardei, berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe unter Berufung auf das Thüringer Gesundheitsministerium. Mit dem Team sollen auch vier Beatmungsgeräte nach Italien gebracht werden.

18:38 Uhr | Corona-Ausbruch in Seniorenheim Triptis befürchtet

In Triptis steht ein Seniorenwohnheim mit 66 Bewohnern unter Quarantäne. Vier Mitarbeiter wurden bisher positiv auf das Coronavirus getestet. Die Behörden gehen davon aus, dass sich auch Senioren infiziert haben. Bewohner, die Symptome zeigten, sind deshalb getestet worden. Ein Ergebnis wird frühestens am Freitag erwartet.

17:51 Uhr | Museumsnacht in Weimar abgesagt - Krämerbrückenfest in Erfurt schrumpft

Die für den 16. Mai geplante "Lange Nacht der Museen" in Weimar wird nicht stattfinden. Sie soll auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Erst am Mittwoch hatte der Kreis Weimarer Land seine "Lange Nacht der Museen" aufgrund der Corona-Krise abgesagt.

In Erfurt schrumpft das Krämerbrückenfest in diesem Jahr auf ein Straßenfest ohne große Bühnen. Laut Stadt sind am Donnerstag die Vergabeaufträge für Bühnenaufbau und -technik gestoppt worden. Es handele sich um Aufträge für mehrere zehntausend Euro. Zurzeit wisse niemand, ob die Künstler auch alle anreisen können und auch Sponsoren hätten sich bereits zurückgezogen. Das Krämerbrückenfest soll aber wie geplant vom 19. bis 21. Juni stattfinden, wenn auch kleiner. An den diesjährigen Domstufenfestspielen hält die Stadt fest.

17:29 Uhr | Elf Fälle in Dingelstädt - noch keine Quarantäne geplant

Die Stadt Dingelstädt ist derzeit besonders stark von Corona-Infektionen im Eichsfeld betroffen. Wie das Landratsamt mitteilte, gibt es dort elf der insgesamt 39 Fälle im gesamten Kreis. Dingelstädts Bürgermeister Andreas Fernkorn (CDU) sagte, es handele sich um eine Gruppe zurückgekehrter Skiurlauber. Derzeit ist laut Eichsfelder Landratsamt nicht geplant, die ganze Stadt unter Quarantäne zu stellen. Man setze auf die Vernunft der Einwohner, die Vorgaben genau einzuhalten.

17:08 Uhr | Corona-Virus bei verstorbener Seniorin nachgewiesen

In Thüringen gibt es einen vierten Todesfall im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Das Virus wurde bei einer am Dienstag verstorbenen Seniorin (Jahrgang 1925) festgestellt, teilte das Landratsamt Greiz mit. Sie habe an verschiedenen Vorerkrankungen gelitten und sei zu Hause betreut worden. Der Todesfall ist der zweite nach einer Corona-Infektion im Kreis Greiz. Er gehört zu den Brennpunkten in Thüringen - aktuell sind dort nach Behördenangaben 89 Menschen positiv auf das Virus getestet.

Besonders stark betroffen sei die Stadt Greiz, hieß es. Als Ausgangspunkt gelten dort im Wesentlichen zwei große Familienfeiern. Landrätin Martina Schweinsburg (CDU) appellierte an die Bevölkerung, die Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln strikt einzuhalten. Es werde wohl noch einige Zeit dauern, ehe die getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung tatsächlich greifen, erklärte sie.

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16:16 Uhr | Ab Freitag: Kein Eisverkauf mehr an der Straße

Mit einer neuen Verordnung verbietet die Landesregierung landesweit den Straßenverkauf von Eis. Auch Fahrschulen wurden in die Liste der Betriebe aufgenommen, die wegen der Corona-Krise schließen müssen. Die Verordnung tritt diesen Freitag in Kraft, teilte die Staatskanzlei am Donnerstag mit. Sie ersetzt die am Dienstag veröffentlichte Grundordnung. Bisher mussten Eiscafés zwar schließen, der Straßenverkauf war aber erlaubt.

16:08 Uhr | Neustadt: Einwohner halten Quarantäne ein

Im unter Quarantäne stehenden Ort Neustadt am Rennsteig ist bisher keine weitere Corona-Infektion bekannt geworden. Wie das Landratsamt des Ilm-Kreises mitteilte, werden drei Patienten aus Neustadt in den Ilm-Kreis-Kliniken behandelt. Am Mittwoch war ein 58-jähriger Infizierter aus dem Ort im Krankenhaus gestorben. Mittlerweile würden sich die Einwohner von Neustadt sehr verantwortungsbewusst verhalten und die seit dem Wochenende geltende Quarantäne einhalten.

15:43 Uhr | Verhalten bei Covid-19-Symptomen

In ganz Thüringen sind bisher 557 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden, die meisten aus Jena und dem Landkreis Greiz. "Falls sich Symptome von Covid-19 zeigen, sollte umgehend der Hausarzt telefonisch kontaktiert werden", teilt das Thüringer Gesundheitsministerium mit. "Außerhalb der Sprechzeiten erreichen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter Tel. 116 117". Wer verdächtige Symptome hat, soll nicht direkt zum Arzt, ins Krankenhaus oder zu einer Abstrichstelle gehen. Wer Kontakt zu einer infizierten Person hatte, soll sich sofort beim zuständigen Gesundheitsamt melden.

15:11 Uhr | Zweite Abstrichstelle im Unstrut-Hainich-Kreis

Wegen des steigenden Bedarfs gibt es in Bad Langensalza eine zweite Abstrichstelle für den Unstrut-Hainich-Kreis. Nach Informationen des Landratsamtes soll sie zunächst am Donnerstag und am Freitag im Kultur- und Kongresszentrum jeweils von 18 bis 20 Uhr für einen Testlauf geöffnet sein. Die Termine für einen Coronatest werden ausschließlich vom Gesundheitsamt vergeben unter Tel. (03601) 802 382 vergeben. Getestet werden nur Personen, die als Verdachtsfall eingestuft werden.

15:02 Uhr | Auch Maus und Elefant gehen auf Distanz

Nicht nur Erwachsene, Jugendliche und Kinder nehmen "social distancing" immer ernster - also die räumliche Distanzierung zu Fremden, Freunden und Verwandten. Nun stehen sogar Maus und Elefant nicht mehr nebeneinander auf dem Erfurter Anger. Der Grund dafür ist jedoch nicht das Coronavirus. Der Elefant muss in die Werkstatt.

14:46 Uhr | Eichsfeld: Corona-Fälle häufen sich in Dingelstädt

Im Eichsfeld sind in den vergangenen 24 Stunden acht weitere Corona-Infektionen bestätigt worden. Wie das Landratsamt mitteilte, sind damit jetzt 39 Fälle im Kreis bekannt. Drei Patienten würden im Krankenhaus behandelt, einer davon mit schweren Symptomen. Laut Landratsamt häufen sich die Corona-Fälle derzeit in Dingelstädt. Die Behörde verweist noch einmal darauf, dass die Verhaltens-Regeln zum Eindämmen des Virus eingehalten werden müssen.

14:30 Uhr | Landesverband Gartenbau: "Osteuropäische Helfer unverzichtbar"

Der Landesverband Gartenbau Thüringen zeigt sich überrascht vom Einreiseverbot für Saisonarbeiter. Mit Blick auf die bevorstehende Spargel- und Erdbeer-Ernte seien osteuropäische Helfer unverzichtbar. Zuvor hatte der Thüringer Bauernverband Verständnis für das Einreiseverbot für Saisonarbeiter gezeigt. Präsident Klaus Wagner sagte, Vorrang habe der Schutz vor weiteren Infektionen. Allerdings verschärfe der Einreisestopp die Situation bei der Anfang April beginnenden Spargelernte dramatisch. Denn in den beiden großen Spargelanbaugebieten Thüringens - Herbsleben und Kutzleben - fehlten fast alle der insgesamt rund 500 Erntehelfer aus Osteuropa. Die Landwirte wollten deshalb um Studenten werben. Der Spargelhof Kutzleben versuche zudem, einzelne Spargel-Parzellen zu vermieten.

14:17 Uhr | Sonnengrüße vor dem Laptop

Das Corona-Virus trifft besonders Berufsgruppen hart, die mit und an Menschen arbeiten – so auch Yogastudios. Aber dort gehört die Bereitschaft zum Umdenken zur Philosophie. Ein Besuch in einem Yogastudio in Erfurt:

13:48 Uhr | Gemeindebund: Zeit nach der Corona-Krise planen

Der Gemeinde- und Städtebund Thüringen hält es für richtig, für die Zeit nach der Corona-Krise zu planen. Geschäftsführer Ralf Rusch sagte MDR THÜRINGEN, er wünsche sich den Weg zurück in die Normalität. Jetzt aber müsse man sich um das Wesentliche kümmern: Wie bekommen wir die Krise geregelt? Doch für ihn steht auch fest, dass die Wirtschaft nicht auf Dauer beschränkt werden könne. Von der Krise seien in Zukunft ebenso die Gemeinden betroffen, etwa bei Ausfällen der Gewerbesteuer. Rusch fragt schon jetzt: Wie können die Kommunen damit umgehen? Wie können sie in Zukunft ihre Mitarbeiter bezahlen? Erstmals hatte der Städte- und Gemeindebund an Bund und Länder appelliert, Strategien für einen Ausstieg aus der Corona-Krise zu entwickeln.

13:32 Uhr | Warme Mahlzeiten für bedürftige Rentner in Leinefelde-Worbis

Das Stadtprojekt "ThINKA" startet zusammen mit dem Caritas-Tagestreff in Leinefelde die Aktion "Lebensmittelpakete". Wie der Caritasverband mitteilte, richtet sich das Projekt an Einwohner mit niedrigem Einkommen und an bedürftige Rentner, die auf Unterstützung mit Lebensmitteln angewiesen sind. Betroffene können sich ab sofort melden. Lebensmittel-Lieferungen und in Einzelfällen auch warme Mahlzeiten werden dann ab kommenden Montag zu den Haushalten gebracht.

12:55 Uhr | Suhler Tafel stellt Lebensmittelausgabe sicher

Bedürftige bekommen bei der Suhler Tafel weiter Lebensmittel. Wie eine Sprecherin MDR THÜRINGEN sagte, sind für die Ausgabe in dieser Woche genügend Lebensmittel vorhanden. Da viele Hotels in der Umgebung schließen mussten, konnten von dort nicht mehr benötigte Waren in größeren Mengen abgeholt werden. Auch die Situation bei den Bäckern hat sich nach Angaben der Tafel entspannt. Die Ausgabestelle in Zella-Mehlis bleibt weiter geschlossen. Den Bedürftigen wurde aber angeboten, ihre Lebensmittel in Suhl abzuholen. Dafür sollten zum Beispiel Mitfahrgelegenheiten organisiert werden.

12:42 Uhr | Neue Kriterien für Kinder-Notbetreuung

Das Thüringer Bildungsministerium erweitert den Kreis der Kinder, für die eine Notbetreuung an Schulen und Kindergärten angeboten werden kann. So werden nun auch Kinder, bei denen nur ein Elternteil unmittelbar mit der Versorgung von kranken und pflegebedürftigen Personen im Gesundheits- und Pflegewesen betraut ist, zur Notbetreuung zugelassen. "Eltern benötigen eine Bescheinigung ihres Arbeitgebers", teilt das Bildungsministerium mit. Bisher war für alle Kinder in der Notbetreuung Voraussetzung, dass beide Eltern in der absolut notwendigen Infrastruktur tätig sind. Auch Kinder, deren Betreuung aus Gründen des Kinderschutzes notwendig ist, können in das Notbetreuungsprogramm aufgenommen werden.

12:31 Uhr | Kreuz leuchtet als Zeichen der Verbundenheit

Das Dünkreuz leuchtet in diesen Tagen hoch über Heiligenstadt - als Zeichen der Verbundenheit. Wie der zuständige Gemeindepfarrer Ludger Dräger sagte, werde der Dünkreuz-Beauftragte Gunter Franke die Beleuchtung jeden Abend für zwei Stunden einschalten. Von 19 bis 21 Uhr soll ein wichtiges Zeichen für die Menschen in einer schwierigen Zeit gesetzt werden. Normalerweise sei das zwölf Meter hohe große Kreuz nur an wenigen Tagen im Jahr - etwa an Karfreitag und in der Weihnachtszeit - beleuchtet. Das Kreuz war 1948 errichtet worden - als Zeichen für Einheit und Versöhnung.

Auf einem Hügel hinter einer Stadt leuchtet ein Kreuz.
Das Dünkreuz ist derzeit abends schon von Weitem zu sehen. Bildrechte: MDR/Samira Wischerhoff

12:17 Uhr | Kontrollen: Eisenacher Ordnungsamt verdoppelt Außendienst

Das Eisenacher Ordnungsamt setzt mehr als doppelt so viele Leute als sonst im Außendienst ein. Grund sind die zahlreichen Kontrollen im Zuge der Corona-Krise. Das Team sei von ursprünglich zehn auf 22 Personen aufgestockt worden, teilte die Stadt mit. Verwaltungsmitarbeiter seien dafür umgesetzt worden. Im Großen und Ganzen würden die Regeln eingehalten, sagte eine Sprecherin. Anfangs habe in einigen Supermärkten "nachjustiert" werden müssen, weil sich Familien und Freunde dort trafen. Nun würden aber die Kontaktregeln beachtet.

12:12 Uhr | Suhler Klinikum schafft mehr Platz in Notaufnahme

Das Suhler SRH Zentralklinikum schafft kurzfristig mehr Platz in der Notfallaufnahme. In der Wagenhalle, wo sonst die Krankentransporte ankommen, entstehen einem Sprecher zufolge Räume für ein Corona-Screening aller Notfallpatienten. Diese werden von dort zum jeweiligen Behandlungsort gebracht. Daneben wird ein zusätzlicher Behandlungsraum eingerichtet. Das Klinikum bittet darum, dass sich Menschen mit den typischen Symptomen an die Telefonnummer 116 117 oder an das Gesundheitsamt wenden sollen. Patienten mit Husten oder Fieber sollen nicht selbstständig in die Notfallaufnahme kommen.

11:46 Uhr | Die Thüringer Landwirtschaft in der Corona-Krise

Stefan Blöttner ist Geschäftsführer einer Agrargenossenschaft bei Rudolstadt. Im Interview erzählt er, was die Versorgungslage in Corona-Zeiten mit den Strukturen in der Landwirtschaft zu tun hat und wie die Verbraucher die lokalen Erzeuger unterstützen können.

11:32 Uhr | Weiterer Seniorenheim-Mitarbeiter in Triptis infiziert

In Triptis (Saale-Orla-Kreis) steht ein ganzes Pflegeheim unter Quarantäne. Eine zweiter Mitarbeiter wurde positiv auf Corona getestet, weitere Ergebnisse sollen bis zum Donnerstagabend vorliegen, sagte der Sprecher der Arbeiterwohlfahrt Thüringen, Dirk Gersdorf. Die 66 Senioren, die in der Einrichtung leben, dürfen ihre Zimmer nicht verlassen, das Pflegepersonal muss Masken und Handschuhe tragen. Mit einem Notfall-Dienstplan soll die Versorgung gewährleistet werden. Ein Besuchsverbot besteht bereits - wie auch für andere Pflegeeinrichtungen in Thüringen.

Drei Autos parken neben einem Seniorenheim.
Das Awo-Seniorenheim in Triptis steht unter Quarantäne Bildrechte: MDR/Sascha Mönch

11:24 Uhr | Jena bittet Bundeswehr um Hilfe

Die Stadt Jena hat die Bundeswehr um Hilfe bei der Bewältigung der Coronavirus-Krise gebeten. Dabei geht es um Zelte, die zum Beispiel zur Unterbringung von Leicht-Erkrankten in Kliniknähe genutzt werden könnten. Der Antrag ist allerdings von der Bundeswehr noch nicht entschieden worden. Mit 99 Infizierten und einem Todesfall ist Jena derzeit die Region in Thüringen, am stärksten vom Coronavirus betroffen ist. Bislang sind zuletzt drei Hilfeersuchen aus Thüringen an die Streitkräfte gerichtet worden. Zwei davon wurden bereits abgelehnt. Dabei ging es um Hilfe bei der Bewachung in der Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge in Suhl sowie um die Lieferung von Masken und Schutzausrüstung.

11:00 Uhr | Live: Lernen trotz Corona - bei MDR WISSEN

Bei MDR WISSEN führt Professor Martin Lindner montags bis freitags um 11 Uhr in die Geheimnisse seines Fachgebiets ein - im Livestream. Alle bisherigen Unterrichtsstunden sind online abrufbar.

10:58 Uhr | Tipps zum Kurzarbeitergeld

Kurzarbeit soll in der Corona-Krise Millionen Arbeitsplätze retten. Und der Ansturm ist riesig: In der vergangenen Woche haben in Mitteldeutschland fünfmal so viele Firmen Kurzarbeit angezeigt wie im gesamten Jahr 2019.

10:42 Uhr | 63 Corona-Infizierte in Erfurt

In Erfurt ist die Zahl der Corona-Infizierten auf 63 gestiegen. Eine weitere Person sei positiv getestet worden, teilte das Gesundheitsamt mit. Die Patientin hatte den Angaben nach Kontakt zu Rückkehrern aus Tirol. Die Gesamtzahl der Genesenen stieg innerhalb eines Tages um fünf auf 13.

10:37 Uhr | Wochenmarkt in Sondershausen schließt früher

Der Sondershäuser Wochenmarkt schließt ab sofort eine Stunde früher. Wegen der Corona-Pandemie soll er nur noch unter strengen Auflagen von 8 bis 13 Uhr öffnen, teilte die Stadt mit. Marktbesucher sollen ihren Aufenthalt nicht länger ausdehnen als nötig und sich an die Hygiene- und Abstandsregeln halten. In Sondershausen ist Dienstag und Donnerstag Markttag.

10:26 Uhr | Metall- und Elektroindustrie reagieren mit Tarifabschluss auf Krise

Die IG Metall Mitte und der Verband der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen (VMET) haben sich auf die Übernahme eines Pilotabschlusses aus Nordrhein-Westfalen geeinigt. Damit gelten für die Beschäftigten im Freistaat Erleichterungen bei der Kinderbetreuung und bei Kurzarbeit, heißt es in einer Mitteilung. Finanzielle Einbußen bei Kurzarbeit können demnach durch anteilige Sonder- beziehungsweise Urlaubsgeldzahlungen reduziert werden. Darüber hinaus wird in jedem Betrieb ein sogenannter Solidartopf eingerichtet. Der Betrag, der in diesen Topf eingezahlt wird, errechnet sich aus der Anzahl der Beschäftigten. Nicht verwendetes Geld soll am 1. Dezember 2020 den Beschäftigten zu gleichen Teilen ausgezahlt werden. Der Verband der Metall- und Elektro-Industrie in Thüringen ist der Arbeitgeberverband für 53 Betriebe mit 18.000 Beschäftigten. Dazu gehören Maschinenbauer, Firmen aus der Automobilindustrie sowie Spezialisten aus der Luftfahrt, Medizin- und Elektroindustrie.

09:55 Uhr | Weimar will Partnerstadt Siena helfen

Die Stadt Weimar will in der Corona-Krise ihrer italienischen Partnerstadt Siena helfen. Diese sei akut betroffen, mit vielen Infizierten und Erkrankten, sagte Oberbürgermeister Peter Kleine (parteilos). Er brachte diese Idee im Krisenstab der Stadt vor und stieß bei den medizinischen Fachberatern auf Zustimmung. Sein Team unterstütze diese Idee, sagte Christof Lascho, Chefarzt der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin am Weimarer Sophien- und Hufeland-Klinikum. Die Weimarer Klinik habe die Zahl der Intensivbetten wie von der Bundesregierung gefordert verdoppelt und insgesamt aktuell 74 Betten für potentielle Covid-19-Patienten.

09:35 Uhr | Geplante Abiturprüfungen - Aufatmen in Thüringen

In Thüringen gibt es positive Reaktionen auf den Beschluss der Kultusministerkonfgerenz, dass es Abiprüfungen geben soll. Die Landesschülervertretung befürchtet ansonsten Nachteile bei Bewerbungen.

09:24 Uhr | Kontrollen bei Logistikern und Betrieben der Autoindustrie

Im Kreis Gotha sind derzeit 17 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Wie das Landratsamt mitteilte, ist die Zahl der Infizierten somit seit Montag um drei Fälle gestiegen. Um die Sicherheit und die Einhaltung der neuen "Corona-Maßnahmen" zu gewährleisten, sollen nun auch Firmen kontrolliert werden: Demnach kontrollierten Mitarbeiter des Vollzugsdienstes bereits den Pharma-Logistiker Phoenix, ein weiteres Logistikunternehmen in der Landgemeinde Nesse-Apfelstädt sowie Zulieferbetriebe für die Automobilindustrie in Waltershausen. Verstöße seien dabei nicht festgestellt worden.

08:55 Uhr | Reha-Zentrum in Bad Frankenhausen geschlossen

Der schiefe Kirchturm von Bad Frankenhausen
Bad Frankenhausen Bildrechte: MDR/Alexandra Zielinski

Das Reha-Zentrum in Bad Frankenhausen wird vorsorglich geschlossen. Wie Klinikleiterin Marita Herzog MDR THÜRINGEN sagte, wurde am Mittwoch ein Patient positiv auf das Coronavirus getestet. Er sei sofort isoliert und nach Hause transportiert worden, wo er sich nun in Quarantäne befinde. 20 Kontaktpersonen hätten sich ebenfalls in Quarantäne begeben. Alle anderen Patienten wurden entlassen. Das Reha-Zentrum werde laut Herzog desinfiziert. Erst am Mittwoch war die Reha-Klinik in Masserberg im Landkreis Hildburghausen wegen eines Corona-Falls geschlossen worden. Bereits vergangene Woche hatte das Klinikzentrum Bad Sulza im Weimarer Land seinen Betrieb eingeschränkt: Die Klinikleitung teilte mit, dass ab sofort keine Kuren mehr begonnen werden.

08:33 Uhr | Achter Corona-Fall im Unstrut-Hainich-Kreis

Im Unstrut-Hainich-Kreis ist die Zahl der Corona-Infizierten auf acht gestiegen. Die betroffene Person befindet sich laut Landratsamt in häuslicher Quarantäne. Im Eichsfeld liegt die Zahl der Corona-Fälle inzwischen bei 31, im Kyffhäuserkreis bei 15 und im Landkreis Nordhausen bei sieben. Insgesamt zehn Corona-Erkrankte in Nordthüringen gelten als wieder gesund.

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08:22 Uhr | Zahl der Corona-Fälle in Südthüringen leicht gestiegen

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Südthüringen hat sich innerhalb eines Tages nur gering verändert. In Suhl stieg die Zahl der Infizierten von vier auf fünf. Im Kreis Schmalkalden-Meiningen gibt es aktuell 22 bestätigte Fälle, im Landkreis Hildburghausen drei. Im Kreis Sonneberg sind laut Landratsamt elf Infektionen bekannt. Im Ilm-Kreis gibt es 24 Corona-Infizierte. Am Mittwoch war ein 57-jähriger Mann aus Neustadt am Rennsteig im Ilm-Kreis an der Infektion mit dem Coronavirus gestorben.

07:48 Uhr | Jena: Hunderte Medizinstudenten als Krisenhelfer

Mehr als 800 angehende Mediziner aus Jena arbeiten während ihrer Semesterferien als Krisenhelfer. Sie hatten sich nach einem Aufruf gemeldet, wie der Krisenstab des Uniklinikums mitteilte. Thüringer Medizinstudenten seien hier Vorreiter und es gebe immer mehr Nachahmer, zum Beispiel in Bayern, so Jens Maschmann, der Medizinische Vorstand am Uniklinikum.

Die Medizinstudenten können sich online registrieren. Je nach Kenntnisstand sollen dann Einsatzorte und Zeiten abgestimmt werden. Einige Studenten seien bereits am vergangenem Wochenende in der Zentralen Notaufnahme des Klinikums im Einsatz gewesen. Andere würden in der Fiebersprechstunde der Stadt mit arbeiten. Weitere Einsatzorte seien geplant, hieß es.

Bald sollen auch in der psychologischen Telefonbetreuung für Patienten und Angehörige Medizinstudenten eingesetzt werden. Als studentische Aushilfen seien die Krisenhelfer vertraglich abgesichert und werden entsprechend entlohnt.

07:26 Uhr | Wie sieht Ihr Alltag während der Corona-Pandemie aus?

Kinder, die beschäftigt werden wollen, Haushalt, der liegen bleibt, Arbeiten im Nähzimmer, Winken aus der Ferne und Einkaufen nicht mit Anstands-, sondern Abstandsregeln - die Corona-Pandemie trifft jeden Einzelnen von uns und jeder versucht, das Beste für sich und andere daraus zu machen. Wir wollen wissen, wie Sie ihren Alltag derzeit gestalten und freuen uns auf jede Menge Fotos von Ihnen. Lassen Sie uns und Thüringen daran teilhaben, inspirieren Sie andere. Wie das geht, erfahren Sie hier:

07:12 Uhr | Reiserückkehrer im Landkreis Hildburghausen müssen in Quarantäne

Auch im Landkreis Hildburghausen gilt ab sofort eine Quarantäne-Pflicht für Auslands-Rückkehrer. Wie das Landratsamt mitteilte, müssen alle Einwohner des Landkreises, die seit dem 13. März aus dem Ausland zurückgekommen sind, für zwei Wochen zuhause bleiben. Ausnahmen gebe es für Ärzte, Pflegedienst-Beschäftigte sowie Polizisten und Feuerwehrleute, heißt es.

Der Kreis Schmalkalden-Meiningen hatte bereits am Montag eine solche Quarantäne-Pflicht erlassen. Stichtag dort ist der 9. März. Kinder dürfen während der Quarantäne-Zeit keine Notbetreuung besuchen. Derzeit gebe es fast ausschließlich Neuinfektionen bei Reiserückkehrern, vor allem aus dem Alpenraum, heißt es. Eine Quarantäne-Pflicht für alle Auslands-Rückkehrer hatten zuvor auch schon die Stadt Jena und der Unstrut-Hainich-Kreis erlassen.

07:05 Uhr | Party trotz Kontaktverbot

Die Polizei hat eine Party in Meiningen aufgelöst. Wie die Beamten MDR THÜRINGEN sagten, hatten sich am Mittwochabend trotz des Kontaktverbots fünf junge Leute zwischen 20 und 30 Jahren in einer Wohnung getroffen. Dabei kam es auch noch zu einem Streit unter den Partygästen. Die Polizei sprach einen Platzverweis aus. Der Vorfall wurde dem Landratsamt Schmalkalden-Meiningen gemeldet.

07:00 Uhr | Corona-Liveticker am Donnerstag

Einen sonnigen, aber kalten guten Morgen! Auch heute versorgen wir Sie im MDR THÜRINGEN-Liveticker mit Nachrichten, Hintergründen und Informationen zur Corona-Pandemie in Thüringen. Alle aktuellen Artikel, Hotlines und Informationen seitens des Robert-Koch-Instituts finden Sie auch auf unser Übersichtsseite. Hintergründe zur Situation in Mitteldeutschland finden Sie hier.

Bleiben Sie optimistisch, denken Sie positiv und genießen Sie die Sonne. In Richtung Wochenende steigen die Temperaturen wieder.

Was bisher geschah | Der Liveticker von Mittwoch zum Nachlesen

Quelle: MDR THÜRINGEN/jml,mm

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 26. März 2020 | 19:00 Uhr

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