Corona in Thüringen Ticker vom 29. April: Dienstleistungs-Branchen machen auf ihre schwere Lage aufmerksam

Die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus beutelt Gastronomie, Touristiker und andere Branchen. Sie machten in Erfurt ihrem Ärger und ihren Sorgen Luft. Alle Meldungen zum Coronavirus in Thüringen im Ticker.

Gastronomen aus Thüringen stehen vor der Staatskanzlei in Erfurt neben leeren Stühlen
Demonstration von Gastronomen vor der Staatskanzlei in Erfurt Bildrechte: MDR/Ludwig Kendzia

So ging es am Donnerstag weiter

21:00 Uhr | Ticker-Ende

Mit der Tageszusammenfassung verabschieden wir uns für heute und wünschen Ihnen einen schönen Abend. Wir sind auch am Donnerstag mit einem aktuellen Live-Ticker zum Coronavirus in Thüringen wieder für Sie da.

19:20 Uhr | Theaterintendanten skeptisch zu Proben und Auftritten vor Jahresende

Die meisten Thüringer Theaterintendanten halten geregelte Proben und Auftritte von Orchestern, Chören und Tanzcompanies noch bis Ende des Jahres für unwahrscheinlich. Das sagte der Weimarer Theaterchef Hasko Weber nach einem Gespräch der Intendanten. Gemeinsam mit dem Land solle nun ein Konzept für Arbeits- und Gesundheitsschutz erarbeitet werden. Kulturminister Benjamin Hoff sagte, ihm sei es wichtig gemeinsam mit Infektionsmedizinern wieder in den Häusern zu Kultur zu kommen. Wenn es keine Regelung gebe, müsse zeitnah festgelegt werden, dass bis Ende des Jahres keine Theater- und Orchesterveranstaltung mehr stattfinden könne. Dadurch dürfe kein Theater finanziell schlechter gestellt werden. Die öffentliche Hand müsse ihre Zuschüsse weiterzahlen. Das Land hatte beschlossen, dass bis 31. August alle Theater geschlossen bleiben.

19:10 Uhr | 2.268 Corona-Infizierte in Thüringen

In Thüringen ist die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen nach Angaben der Landkreise und der kreisfreien Städte um 61 Fälle auf 2.268 angestiegen. Davon gelten inzwischen 1.165 Menschen als genesen, 24 mehr als am Vortag.
Auch die Zahl der Toten ist weiter gestiegen: Sechs Menschen sind am Mittwoch als verstorben gemeldet worden. Die Gesamtzahl stieg damit auf 91. Der Zeitraum, in dem sich die Zahl der Corona-Infizierten verdoppelt, beträgt nun 25 Tage.

18:40 Uhr | Steigende Kinderzahlen in "Notbetreuung" bringen Einrichtungen an Grenzen

In Erfurt und Jena hat sich die Zahl der Kinder in der "Notbetreuung" nach Angaben der Stadtverwaltungen verdoppelt. Dadurch werde vor allem die Personalsituation immer angespannter. Eine Sprecherin der Stadt Jena sagte, mit einer weiteren Öffnung der Kindertagesstätten, wie es der Bund jetzt flächendeckend vorsehe, gerate man sowohl an personelle wie auch an räumliche Grenzen. Das Erfurter Jugendamt registrierte gleichzeitig, dass Eltern immer weniger Toleranz entgegengebracht werde, wenn sie wegen der Kinderbetreuung an ihren Arbeitsplätzen fehlten. Andere Eltern bemerkten am veränderten Verhalten ihrer Kinder, dass ihnen die sozialen Kontakte mit Gleichaltrigen fehlten.

18:30 Uhr | Friseurbetriebe bereit für den Ansturm

"Ohne nennenswerte Insolvenzmeldungen" sei die Branche durch die Zwangspause gekommen, erklärt die Handwerkskammer. Nun geht es um Terminorganisation sowie viele neue Abläufe und Regeln auch für die Kunden - vom zwingenden Nassschnitt bis zum Mundschutz. Dabei überlegen Betriebe bereits, auf Visiere umzusteigen, da acht Stunden Mundschutz sehr unangenehm seien.

18:00 | Streit im Landtag: Sondervermögen oder Nachtragshaushalt?

Rot-Rot-Grün und CDU streiten in Thüringen über die Finanzierungsform des Corona-Hilfsprogramms in Höhe von einer Milliarde Euro. Während die Linke, SPD und Grüne die Ausgaben über ein so genanntes Sondervermögen finanzieren wollen, drängt die Union auf einen Nachtragshaushalt. Aus Sicht der CDU-Fraktion zwingt die Krise dazu, Gelder im Haushalt umzuschichten, an bestimmten Stellen zu sparen und an anderen Stellen mehr auszugeben. Dafür sei ein Nachtragshaushalt nötig. Dagegen argumentiert die Linke-Fraktoin, dass die Auszahlung über ein Sondervermögen schneller möglich sei. Rot-Rot-Grün ist auf die Zustimmung der CDU-Fraktion angewiesen.

17:10 Uhr | Widerstand gegen Maskenpflicht an Schulen

16:20 Uhr | Fahrschulen demonstrieren für Ende der Zwangspause

15:30 Uhr | Tourismusbranche macht auf ihre Lage aufmerksam

Mit Trillerpfeifen, leeren Liegen und Koffern haben am Mittwochvormittag auch Mitarbeiter der Thüringer Reisebranche vor der Erfurter Staatskanzlei demonstriert. Die rund 30 Teilnehmer der Aktion wollten so auf ihre Existenznöte aufgrund der Corona-Pandemie aufmerksam machen. Sie forderten weitere spezifische Soforthilfen für die Reisebüros und kleinen Reiseveranstalter in Thüringen sowie eine Exit-Strategie aus der Krise. Die Bundesregierung hat die weltweite Reisewarnung für Touristen wegen der Coronavirus-Pandemie bis mindestens 14. Juni verlängert. Die Reisebranche hatte für Mittwoch bundesweit zu Aktionen aufgerufen.

Vertreter der Touristikbranche aus Thüringen demonstrieren wegen der Coronakrise vor der Staatskanzlei in Erfurt.
Nach den Gastronomen kamen die Reiseunternehmer: Vertreter der Touristikbranche machten vor der Staatskanzlei auf die Probleme ihrer Branche wegen der Coronakrise aufmerksam. Bildrechte: MDR/Franziska Grewe

15:00 Uhr| Schausteller fordern Hilfe vom Land

Die Schaustellerbranche fordert vom Land einen Rettungsschirm und maßgeschneiderte Hilfen. Eine entsprechende Petition haben drei Vertreter am Mittwoch im Erfurter Landtag übergeben. Michael Bang vom Thüringer Schausteller Verband sagte MDR THÜRINGEN, durch die abgesagten Volksfeste hätten die Schausteller bis mindestens 31. August keine Einnahmen. Für viele sei die Lage akut existenzgefährdend. Wenn die Schaustellerbranche sterbe, werde es auch das Kulturgut der Volksfeste nicht mehr geben, so der Verbandsvorsitzende Bang. In Thüringen gibt es rund 110 Schaustellerbetriebe. Sie sind in drei Verbänden organisiert. Die Petition wurde von allen drei Verbänden initiiert und ist an die Landesregierung und alle Fraktionen gerichtet.

14:20 Uhr | Feenweltchen öffnet wieder

Das Feenweltchen an den Saalfelder Feengrotten öffnet ab Donnerstag wieder. Auch das Grottoneum und der Märchendom in den Feengrotten kann täglich besichtigt werden, wie die Geschäftsführerin der Saalfelder Feengrotten und Tourismus GmbH Yvonne Wagner sagte. Dazu dürften sich höchstens 20 Personen im Berg aufhalten. Auch Führungen werde es nicht geben. Laut Wagner müssen die Gäste zudem auf die Spielgeräte im Außenbereich vorerst verzichten. Deswegen sei der Eintrittspreis gesenkt.

14:15 Uhr | Fahrgastzahlen drastisch eingebrochen

Bei den Erfurter Verkehrsbetrieben sind in der Corona-Zeit die Fahrgastzahlen drastisch eingebrochen. Allein in den letzten beiden März-Wochen waren es eine Million Fahrgäste weniger als im Vorjahreszeitraum, wie EVAG-Geschäftsführerin Myriam Berg MDR THÜRINGEN sagte. Im gesamten zweiten Quartal rechnet das Unternehmen mit nur halb so vielen Fahrgästen wie sonst. Statt der üblichen 13 bis 14 Millionen seien es voraussichtlich sechs bis sieben Millionen. Den finanziellen Verlust pro Monat schätzt Geschäftsführerin Berg auf eine Million Euro. Aus diesem Grund sei das Budget für Instandhaltung eingefroren, der Tag der offenen Tür abgesagt worden. Ob die Stadtwerke, zu denen die EVAG gehört, den Verlust ausgleichen können, müsse geprüft werden. Die Geschäftsführerin der Verkehrsbetrieb fordert auch weitere Hilfen vom Land. Die Soforthilfe habe nur das Minus der ersten beiden Wochen ausgeglichen.

Eine Straßenbahn steht im Bahnhofstunnel in Erfurt
EVAG-Straßenbahn am Hauptbahnhof in Erfurt Bildrechte: MDR/Samira Wischerhoff

14:00 Uhr | Drei weitere Todesfälle im Kreis Greiz

Im Landkreis Greiz gibt es drei weitere Sterbefälle in Verbindung mit Covid-19-Infektionen. Am Dienstag und am Mittwoch sind ein 80-jährigen Mann aus Greiz, ein 75-jähriger und einen 77 Jahre alter Mann aus Zeulenroda-Triebes verstorben heißt es aus dem Greizer Landratsamt. Alle hatten multiple Vorerkrankungen. Die Zahl der Corona-Infektionen im Landkreis Greiz hat sich auf 421 erhöht.

13:13 Uhr | Gastronomen-Demo vor Staatskanzlei in Erfurt

Betreiber von Gaststätten und Restaurants haben am Vormittag vor der Staatskanzlei in Erfurt auf die schwierige Situation der Branche aufmerksam gemacht. Mit leeren Stühlen zeigten sie, dass viele Unternehmen der Gastronomie seit Wochen keine Gäste haben. Laut Verordnungen des Landes und der Kommunen dürfen Gaststätten seit Wochen nicht öffnen. Damit soll der Ausbreitung des Coronavirus entgegen gewirkt werden. Eine Sprechern forderte bei der etwa zehnminütigen Demonstration Hilfe für die Unternehmen und Gespräche über die Möglichkeiten einer Wiedereröffnung.

Gastronomen aus Thüringen stehen vor der Staatskanzlei in Erfurt neben leeren Stühlen
Bildrechte: MDR/Ludwig Kendzia

Der Hotel- und Gaststättenverband drängte auf einen verbindlichen Termin, der auch in der nächsten Woche liegen dürfe. Viele, die derzeit nicht öffnen dürfen, drängten auf eine Perspektive. Gerade wenn Angestellte bezahlt werden müssten oder monatliche Pacht- oder Mietzahlungen fällig würden, reichten die Soforthilfen nicht. Auch das Kurzarbeitergeld komme mit monatelanger Verspätung.

12:15 Uhr | Zwei Corona-Patienten nach Behandlung nach Frankreich zurückgekehrt

Militärhubschrauber und Krankenwagen auf Feld bei Nordhausen
Anfang April hatten französische Militärhubschrauber vier Patienten aus Frankreich nach Neustadt/Harz im Kreis Nordhausen gebracht. Bildrechte: MDR/Silvio Dietzel

Zwei französische Corona-Patienten haben am Dienstag die Lungenklinik in Neustadt/Harz gesund verlassen. Wie die Klinik mitteilte, geht es beiden Patienten nach einem schweren Krankheitsverlauf wieder sehr gut. Sie seien mit einem Hubschrauber der DRF Luftrettung wieder in die französische Heimat zurückgekehrt. Die beiden verbleibenden Patienten aus Frankreich werden nach Angaben der Klinik weiterhin in Neustadt versorgt, ihnen ginge es der Situation entsprechend gut. Eine Aufnahme weiterer Patienten aus Nachbarländern sei momentan nicht geplant, die Klinik sei aber weiterhin mit den vorhandenen Kapazitäten und Kompetenzen gut vorbereitet. Die Klinik hatte die vier Patienten aufgenommen, weil es in Frankreich an Behandlungskapazitäten fehlte. Die französische Botschaft in Deutschland hatte zuvor offiziell in Thüringen um Hilfe gebeten. Aktuell werden noch sechs COVID-19-Patienten aus der Region teils intensivmedizinisch behandelt.

11:25 Uhr | Taubert fordert zusätzliche Steuerschätzung

Die Thüringer Finanzministerin Heike Taubert fordert aufgrund der Corona-Krise eine zusätzliche Steuerschätzung für Bund und Länder. Aus ihrer Sicht wäre Mitte oder Ende des Sommers ein guter Zeitpunkt, sagte die Ministerin MDR THÜRINGEN. Dann sei klarer, welche finanziellen Herausforderungen sich aufgrund der Pandemie ergeben und die Landeshaushalte für dieses und kommendes Jahr könnten mit größerer Sicherheit geplant werden.

Normalerweise prognostiziert der Arbeitskreis Steuerschätzungen zweimal im Jahr, Mitte Mai und Anfang November, die zukünftigen Steuereinnahmen für Bund und Länder. In dem Gremium sind Bundesministerien, Wirtschaftsforscher, das Statistisches Bundesamt und die Bundesbank vertreten. Ihre Schätzungen dienen als Grundlage für die jeweiligen Haushaltsplanungen. Finanzministerin Taubert fürchtet, dass die planmäßige Steuerschätzung im Mai mit "ganz erheblichen Unsicherheiten" behaftet sein wird. Deshalb sei es "sinnvoll, auf Sicht zu fahren und die konkreten Entwicklungen der Steuereinnahmen abzuwarten". Weil Unternehmen und Arbeitnehmer weniger verdienen oder sogar Verluste machen und fällige Steuern stunden lassen, rechnet Thüringen derzeit allein in diesem Jahr damit, 700 bis 900 Millionen Euro weniger als geplant einzunehmen.

10:45 Uhr | MDR THÜRINGEN-Sommernachtsball in Schalkau abgesagt

Wegen der aktuellen Corona-Auflagen ist ein weiterer Sommernachtsball von MDR THÜRINGEN abgesagt worden. Nach den Absagen in Gera, Weißensee, Heldburg und Bad Berka, steht nun fest, das auch der für den 18. Juli geplante Ball in Schalkau im Kreis Sonneberg ausfällt. Ob er im nächsten Jahr nachgeholt wird, soll im Herbst besprochen werden. Die Sommernachtsbälle von MDR THÜRINGEN hatten in den vergangenen Jahren jeweils mehrere Hundert Gäste. Wegen ihrer Größe fallen die Veranstaltungen unter das bis Ende August geltende Verbot von Großveranstaltungen als Schutz gegen die Ausbreitung des Coronavirus.

10:10 Uhr | Wer hat geöffnet?

08:55 Uhr | Maskenpflicht an Jenaer Schulen nun Fall fürs Gericht

Die Maskenpflicht im Unterricht an Jenas Schulen beschäftigt nun auch die Justiz. Eine Schule habe einen Eilantrag gegen die Einführung gestellt, sagte ein Sprecher des Verwaltungsgerichts in Gera. Eine Stellungnahme der Stadt erwarte das Gericht am Mittwoch, mit einer Entscheidung sei Anfang kommender Woche zu rechnen. Laut Allgemeinverfügung der Stadt gilt ab 4. Mai eine Maskenpflicht an Jenaer Schulen - auch im Unterricht. Damit müssen die Schüler einen Mund-Nasen-Schutz auch in den Pausen und bei Wechsel eines Raumes tragen. Nur im Freien, etwa bei Pausen auf dem Schulhof, brauchen die Schüler die Masken nicht tragen.

08:40 Uhr | Unstrut-Hainich-Kreis: auch im Mai keine Hortgebühren

Der Unstrut-Hainich-Kreis will auch im Mai keine Hortgebühren erheben. Wie das Landratsamt mitteilte, gilt das nicht für Eltern, deren Kinder notbetreut werden. Grundlage für die Entscheidung ist demnach der Stufenplan des Thüringer Bildungsministeriums, der bis auf Weiteres keinen regulären Hortbetrieb vorsieht. Laut Landrat Harald Zanker bekommen die Eltern einen entsprechenden Bescheid zugeschickt.

08:10 Uhr | Erste Vorstellungen in Autokinos

Im Weimarer Land eröffnet heute Abend ein erstes Autokino. Auf dem Parkplatz am Stausee Hohenfelden wird zunächst täglich ein Film gezeigt. Den Anfang macht die deutsche Filmkomödie "Das perfekte Geheimnis". Tickets für die Vorstellungen gibt es ausschließlich im Internet. Pro Auto sind nur zwei Personen, plus die eigenen Kinder zugelassen. Beschränkungen für Autogrößen gibt es nicht. Allerdings müssen Van- und Kleinbusfahrer damit rechnen, dass sie in den hinteren Reihen platziert werden, hieß es vom Veranstalter. Ein Drive-In-Schalter sorgt für die kulinarische Versorgung. Am Donnerstag wird auch auf der Erfurter Messe ein Autokino eröffnet. Dort steht der Film "Joker" auf dem Programm.

07:45 Uhr | Museum am Gradierwerk in Bad Salzungen öffnet wieder

Das Museum am Gradierwerk in Bad Salzungen ist ab Mittwoch wieder geöffnet. Bis zu zehn Besucher gleichzeitig dürfen sich die Ausstellung in den Räumen anschauen. Auf Führungen müssen sie allerdings noch verzichten, auch das Salzsieden kann vorerst nicht vorgeführt werden. Die Öffnungszeiten sind zudem verkürzt: Dienstag von Freitag ist das Museum von 12 bis 16 Uhr geöffnet. Am 1. Mai sind trotz Feiertags Besucher willkommen.

07:30 Uhr | Demonstrationen am 1. Mai trotz Corona-Pandemie?

07:15 Uhr | Theater Meiningen bereitet sich auf Neustart nach Corona-Pause vor

Das Meininger Staatstheater plant den Neustart nach der Corona-Pause. Wie eine Sprecherin mitteilte, können ab Mittwoch Tickets für die neue Spielzeit gekauft werden. Der Vorstellungsbetrieb soll im September wieder aufgenommen werden. Auf dem Spielplan stehen unter anderem die Oper "Der fliegende Holländer" von Richard Wagner oder die "Dreigroschenoper" von Bertolt Brecht.

07:00 Uhr | Tourismus-Unternehmer wollen auf ihre Lage aufmerksam machen

Die Thüringer Tourismus-Anbieter wollen heute in Erfurt öffentlich auf ihre schwierige Lage wegen der Coronavirus-Pandemie aufmerksam machen. Unter dem Motto "Wir sind Tourismus" haben Busunternehmen, Reisebüros und Fremdenführer zu einer Protestaktion vor der Staatskanzlei in Erfurt aufgerufen. 50 Personen werden teilnehmen, mehr sind aufgrund der Corona-Auflagen nicht zugelassen. Bundesweit protestieren etwa 4.000 Unternehmen in mehr als 30 Städten.

06:55 Uhr | Jede zweite Fahrschule in Thüringen ist in ihrer Existenz bedroht

06:50 Uhr | Kaltennordheim: Heiratsmarkt-Absage bringt Firmen und Vereinen Einbußen

Die Stadt Kaltennordheim im Kreis Schmalkalden-Meiningen rechnet nach der Absage des traditionsreichen Heiratsmarktes mit finanziellen Einbußen für die Wirtschaftsbetriebe. Wie Bürgermeister Erik Thürmer (CDU) MDR THÜRINGEN sagte, sind die Verluste für die Stadt verschmerzbar. Schlimmer sei die Situation für die heimischen Gastronomen, Einzelhändler und Vereine. Der Heiratsmarkt zu Pfingsten sei bei vielen Betrieben die Haupteinnahmequelle. Auch Sportvereine finanzierten sich über die Großveranstaltung.

Eine Verschiebung des Pfingstfestes auf einen späteren Zeitpunkt kam laut dem Bürgermeister nicht in Frage. Keiner könne momentan absehen, wie sich die Corona-Krise entwickele, so Thürmer. Er hofft nun, dass das Fest wenigstens im nächsten Jahr wieder normal stattfinden kann. Der Heiratsmakrt lockt jedes Jahr Tausende Besucher nach Kaltennordheim. In diesem Jahr wäre es die 458. Auflage gewesen.

06:30 Uhr | Ticker zum Coronavirus am Mittwoch

Guten Morgen! Wie gewohnt berichten wir im Ticker über aktuelle Entwicklungen rund um das Coronavirus, Covid-19, Maßnahmen und Folgen in Thüringen. Alle Artikel, Hotlines und Informationen seitens des Robert Koch-Instituts finden Sie auch auf unser Übersichtsseite und in unserem Corona-Ratgeber.

Was bisher geschah | Der Ticker vom Dienstag zum Nachlesen

Weitere Informationen zum Coronavirus in Thüringen

Quelle: MDR THÜRINGEN/dr, dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 29. April 2020 | 19:00 Uhr

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