Corona in Thüringen Ticker vom 9. April: Erste Todesfälle mit positivem Corona-Test in Erfurt und Suhl

Der erste Corona-positive Todesfall in Erfurt, ein riesiger Ansturm auf Einweg-Masken in Nordhausen, Sorge vor Hamsterkäufen von Fiebermitteln bei den Apothekern - alle Entwicklungen zum Coronavirus und zu Covid-19 in Thüringen im Ticker.

Viele Medikamente hinter einem Glasschrank
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21:00 Uhr | So ging es am Freitag weiter

20:45 Uhr | Corona-Ticker-Abschluss am Donnerstag

Hiermit beenden wir den Ticker für den heutigen Donnerstag. Am Freitag halten wir Sie wieder über die aktuellen Entwicklungen rund um das Coronavirus in Thüringen auf dem Laufenden. Aktuelle Nachrichten und Zahlen sowie Hintergründen finden Sie auf unserer Corona-Übersichtsseite.

20:10 Uhr | Neue Quarantäne-Verordnung für Thüringen

Das Thüringer Gesundheitsministerium hat eine Quarantäne-Verordnung für Ein- und Rückreisende erlassen. Die Verordnung gilt ab dem 10. April.

Quarantäne Corona-Virus
Die neue Verordnung gilt ab dem 10. April. Bildrechte: Colourbox.de

Danach müssen Personen, die aus dem Ausland nach Thüringen einreisen, sich unverzüglich in die eigene Wohnung oder eine andere geeignete Unterkunft begeben. Dort müssen sie für 14 Tage in Quarantäne bleiben. Das gilt auch für Personen, die zunächst in ein anderes Bundesland eingereist waren. Sie dürfen keinen Besuch empfangen, außer eventuellen Mitbewohnern. Außerdem sind die Betroffenen verpflichtet, sich bei den Behörden zu melden. Auch über Krankheitssymptome müssen die Behörden informiert werden. Ausgenommen von der Verordnung sind Menschen, die Reisende oder Waren über die Grenze nach Thüringen bringen oder die im Sinne des Gesundheitswesen, der öffentlichen Ordnung bzw. der Diplomatie unterwegs sind.

20:00 Uhr | Erster Corona-Infizierter in Suhl gestorben

Die Stadt Suhl hat am Donnerstag den ersten Todesfall eines Corona-Infizierten registriert. Wie eine Sprecherin der Stadtverwaltung mitteilte, war der Mann im Suhler SRH-Klinikum gestorben. Er galt als Risikopatient. Suhl hat derzeit elf Coronafälle. Zuerst war das Virus in der Stadt bei einem Mann in der Erstaufnahme für Flüchtlinge aufgetreten. Er hat die Infektion inzwischen überwunden.

19:40 Uhr | ILLUMAT aus Weimar erzeugt Mutmach-Grafiken

Der ILLUMAT ist eine Zeichenmaschine. Dieser Illustrationsautomat wandelt die Wünsche und Ideen seines Publikums in Bilder um, die überraschen und glücklich machen.

18:35 Uhr | Corona-Kurve im Freistaat flacht weiter ab

In Thüringen ist die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen auf 1.408 gestiegen. Das sind 72 mehr als am Mittwoch. Demnach verlangsamt sich der Anstieg der Corona-Infektionen weiter. Laut Statistik dauert es jetzt 12 Tage, bis sich die Zahl der Infektionen verdoppelt.

Derzeit gibt es in Thüringen 24 Todesfälle mit nachgewiesener Corona-Infektion. Inzwischen gelten mindestens 380 Menschen als wieder genesen, das sind 67 mehr als am Mittwoch. Da es keine Meldepflicht gibt, ist unklar, wie viele Patienten das Virus tatsächlich überstanden haben.

18:00 Uhr | Nur wenige Verdachtsfälle auf Betrug bei Soforthilfe

Bei der Beantragung der Corona-Soforthilfen wurden in Mitteldeutschland bisher kaum mutmaßliche Betrugsversuche festgestellt. Verdachtsfälle wurden nach Auskunft der bearbeitenden Banken bislang nur in Thüringen registriert.

17:30 Uhr | Ungewöhnliches Geburtstagsständchen

"Außergewöhnliche Zeiten - außergewöhnliche Aktionen", schreibt die Polizei über einen besonderen Einsatz am Donnerstag in Thüringen. In Oldisleben statteten die Beamten einer Seniorin einen nicht alltäglichen Besuch ab.

17:00 Uhr | Erster Corona-positiver Todesfall in Erfurt

Die Stadt Erfurt verzeichnet den ersten Todesfall mit positivem Corona-Test. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, handelt es sich um einen hochbetagten Mann aus einem Seniorenheim. Die Zahl der Infizierten blieb seit gestern mit 107 Personen stabil. 64 sind als genesen erfasst.

16:43 Uhr | Weimarer Land: 57 bestätigte Corona-Fälle

Nach dem Corona-Ausbruch in einem Pflegeheim in Ettersburg im Weimarer Land ist die Zahl der Infizierten dort nicht weiter gestiegen. Wie das Landratsamt mitteilte, sind aktuell noch 14 Bewohner an dem Virus erkrankt. Ein Bewohner starb, mehrere Tage später zeigte ein Test eine Corona-Infektion bei dem Mann. Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen im gesamten Kreis Weimarer Land stieg auf 57. Derzeit ist das Virus noch bei 20 Männern und 25 Frauen aktiv.

16:20 Uhr | 80 Prozent weniger EVAG-Fahrgäste

Die Fahrgastzahlen in den Erfurter Straßenbahnen und Bussen sind durch die Corona-Krise um 80 Prozent eingebrochen.

Eine Straßenbahn steht im Bahnhofstunnel in Erfurt
Der Bahnhofstunnel in Erfurtist sonst viel belebter. Bildrechte: MDR/Samira Wischerhoff

Ivo Dierbach von den Erfurter Verkehrsbetrieben (EVAG) sagte, allein in den letzten beiden März-Wochen sei eine Million Fahrgäste weggefallen. Obwohl momentan nur noch rund 20 Prozent des normalen Aufkommens erreicht werde, setze die EVAG derzeit 60 Prozent aller Busse und Straßenbahnen ein. Um das Abstandhalten zu ermöglichen, fahren statt 30 Meter-Straßenbahnen nun 40- und 50-Meter-Züge in Erfurt. Einfache Busse wurden durch Gelenkbusse ersetzt. Außerdem sind die vorderen Türen gesperrt. Die Fahrpläne wurden ausgedünnt, unter anderem auch weil krisenbedingt Mitarbeiter ausgefallen sind.

16:05 Uhr | Zehntausende Masken in Nordhausen verteilt

Bevor das Tragen einer Maske nach Ostern zur Pflicht wird, sind am Gründonnerstag im Kreis Nordhausen Zehntausende Exemplare an Apotheken geliefert worden. Hamsterkäufe seien nicht nötig, beruhigt der Landrat.

15:55 Uhr | Brezeltag: Mit viel Geduld gegen Eselsohren

Auch in der Corona-Krise wird in Mühlhausen der Brezeltag gefeiert. Seit den frühen Morgenstunden haben sich lange Schlangen vor den Bäckereien gebildet.

Stefan Montag, David Peinelt (jünger) mit traditioneller Osterbrezel in der Hand
Der Brezeltag fällt auch in der Corona-Krise nicht aus. Bildrechte: MDR/Claudia Götze

Trotz Kontaktverbot, aber mit viel Abstand holen sich viele Mühlhäuser ihre Brezel persönlich vom Bäcker. Mit dem Brauch wollen sie verhindern, dass ihnen Eselsohren wachsen, wie in Überlieferungen behauptet wird. Die Brezelbäcker freut das natürlich. In dieser Ausnahmesituation freue sich jeder über treue Kunden, sagte Bäckermeister Frank Marx.

15:45 Uhr | Automobilmuseum Eisenach Ostern online besuchen

Mit einem virtuellen Angebot im Internet reagiert das Museum "automobile welt eisenach“ auf die Corona-Krise.

Ein historischer Krankentransporter
Ein historischer Krankentransporter. Bildrechte: MDR/Ruth Breer

Die Besucher können ab Ostern auf der Homepage des Museums oder über Facebook die Ausstellung im Erdgeschoss des Museums anschauen. Mit Cursor und Maus lassen sich die Bilder dreidimensional bewegen, schwenken und heranzoomen. Zu sehen ist der erste Teil der Ausstellung, der die Eisenacher Fahrzeugproduktion vom Wartburg-Motorwagen über Dixi und BMW bis zum Wartburg beleuchtet.

15:23 Uhr | Keine Schmerz- und Fiebermittel hamstern

Als "Klopapier-Phänomen" bezeichnen Apotheker das Hamstern bestimmter Medikamente. Die zuständige Kammer appelliert jetzt an Apotheken und Bürger, beispielsweise Schmerz- und Fiebermittel nicht auf Vorrat zu kaufen.

14:54 Uhr | Doch geöffnet: Talsperren und Arnstädter Park

Die Talsperren Heyda und Lütsche sowie der Schlosspark in Arnstadt bleiben auch über Ostern geöffnet. Wie die Pressestelle des Ilm-Kreises Donnerstagnachmittag mitteilte, habe Landrätin Petra Enders zuvor fälschlicherweise gesagt, dass diese Erholungsorte und Ausflugsziele gesperrt würden. Korrekt sei hingegen, dass an diesen Orten stärke Kontrollen geplant sind. Bei Verstößen gegen das Kontaktverbot und die Allgemeinverfügung des Landes drohen Bußgeldbescheide. Auch MDR THÜRINGEN hatte über die Schließungen berichtet.

14:36 Uhr | Häftlinge der JVA Untermaßfeld negativ getestet

Die Coronatests in der Justizvollzugsanstalt Untermaßfeld im Landkreis Schmalkalden-Meiningen sind alle negativ. Ein Sprecher des Justizministerium sagte, dass keiner der betroffenen Häftlinge und Mitarbeiter mit dem Virus infiziert sei. Der Betrieb in der Haftanstalt laufe wieder weitestgehend normal. Wie viele Personen getestet wurden, wollte er nicht sagen. Nach MDR THÜRINGEN-Informationen waren es mehrere Dutzend Häftlinge und einige Mitarbeiter. Am Montag war der Anstaltsarzt positiv auf das Coronavirus getestet worden. Daraufhin wurden alle 330 Häftlinge für einen Tag vorsorglich in ihren Zellen eingeschlossen.

14:27 Uhr | Katastrophenschützer wollen unentgeltlich helfen

Schutzmasken verteilen, Zelte für Corona-Tests aufstellen, im Notfall könnten sogar Kliniken errichtet werden. Das Technische Hilfswerk kann in Krisensituationen auf viele Arten unterstützen.

14:12 Uhr | Wenige Betrugsversuche bei Corona-Soforthilfe

Bei den Anträgen auf Corona-Soforthilfe in Thüringen hat es offenbar einige Betrugsversuche gegeben. Das bestätigte die Sprecherin der Thüringer Aufbaubank, Maret Montavon, dem MDR-Magazin "Umschau". Im Verhältnis zur großen Menge der Anträge sei die Zahl der mutmaßlichen Betrugsversuche aber sehr gering. Auch in anderen Bundesländern, so etwa in Berlin und Nordrhein-Westfalen, waren bereits Betrugsversuche bekannt geworden.

13:51 Uhr | Theaterfreunde spenden Eintrittsgelder

50 Besucher des Theaters Altenburg Gera haben ihre Ticketpreise dem Theater gespendet. So seien bisher schon 2.000 Euro zusammengekommen, sagte Theater-Geschäftsführer Volker Arnold. Durch die Absage aller Vorstellungen wegen des Coronavirus habe das Theater Altenburg Gera erhebliche Einnahmeausfälle, deren Umfang noch nicht absehbar sei. Wer seine verfallenen Theaterkarten in eine Spende umwandeln will, kann sich direkt an das Theater Altenburg Gera wenden.

Blick in einen Theatersaal
Leere Ränge während der Corona-Krise im Theater Gera. Bildrechte: Theater Altenburg-Gera/Frank Hülsbömer

13:24 Uhr | Jugendämter sehen immer mehr Probleme in Familien

Die Jugendämter in Thüringen verzeichnen eine zunehmend angespannte Situation in Problemfamilien. Die Mitarbeiter der Kinder- und Jugendhilfe in den Landkreisen seien vor völlig neue Herausforderungen gestellt - auch aufgrund der aktuellen Kontaktbeschränkungen, sagte die Leiterin des Landesjugendamtes, Martina Reinhardt. Sozialarbeiter versuchen, per Telefon und Internet Kontakt zu den jungen Klienten zu halten, doch auch Besuche bei Familien seien notwendig.

Belastbare Zahlen über einen möglichen Anstieg der Fälle von Gewalt gegen Kinder in Thüringen konnten die Behörden noch nicht vorlegen. Im Kreis Saalfeld-Rudolstadt gingen jedoch dem dortigen Jugendamt zufolge seit Anfang April bereits 20 Hinweise auf Kindeswohlgefährdung ein - so viele wie sonst durchschnittlich in einem ganzen Monat. Auch das Landeskriminalamt warnt vor häuslicher Gewalt in der Corona-Krise. "Soziale Isolation und ein veränderter Tagesablauf auf engstem Raum können zu Stresssituationen in Familien und Partnerschaft führen", sagte Jens Kehr vom Thüringer LKA.

12:58 Uhr | Notfonds für Studenten: Bereits 80.000 Euro gespendet

Innerhalb weniger Tage sind mehr als 80.000 Euro für den Corona-Notfonds für Studenten der Universität Jena eingegangen. Wie die Hochschule mitteilte, gingen Spenden von gut 550 Helfern ein. Laut Universität liegen schon jetzt 120 Anträge von Studierenden vor, den ersten 65 konnte mit einem Betrag von 450 Euro geholfen werden. Die Gesellschaft der Freunde und Förderer der Uni Jena und die Universitätsleitung hatten den Hilfsfonds für in Not geratene Studierende gegründet. Namhafte Wissenschaftler der Universität, aber auch Freunde und Förderer hatten sich zur Hilfe bereit erklärt. Der Notfonds ist ausdrücklich auch für ausländische Studierende gedacht, sagte Universitätspräsident Walter Rosenthal. Schirmherr der Aktion ist der ehemalige Thüringer Ministerpräsident Bernhard Vogel.

Eine Büste vor einem Gebäude.
Die Büste des Dichters Friedrich Schiller vor dem Hauptgebäude der Uni Jena. Bildrechte: dpa

12:32 Uhr | Keine Sperrungen von Ausflugzielen im Ilm-Kreis

Die Talsperren Heyda und Lütsche sowie der Schlosspark in Arnstadt bleiben auch über Ostern geöffnet. Das teile die Pressestelle des Landratsamtes Donnerstagnachmittag mit. Landrätin Petra Enders habe zuvor fälschlicherweise gesagt, dass diese Erholungsorte und Ausflugsziele gesperrt würden. Korrekt sei, dass an diesen Orten stärkere Kontrollen geplant sind. Auch MDR THÜRINGEN hatte über die Schließungen berichtet.

11:50 Uhr | Einreisebeschränkungen treffen Pflegebranche

Etwa 115.000 Pflegebedürftige gibt es in Thüringen. Drei Viertel von ihnen werden zu Hause betreut, auch von Pflegekräften aus Osteuropa. Aber wie sieht es mit Einreisebeschränkungen und Quarantänevorschriften aus?

11:16 Uhr | Ostern in Corona-Zeiten: Das gilt es zu beachten

An den Feiertagen ist zunächst alles erlaubt, das nicht verboten ist. Allerdings schwebt über allem Paragraf 1 der aktuell gültigen Thüringer Verordnung: Physische Kontakte sollen "auf ein absolut nötiges Minimum" reduziert werden. Redakteur Thomas Becker beantwortet Fragen rund um Garten, Bratwürste und Familienbesuche.

10:53 Uhr | Klinik-Mitarbeiterin in Bad Sulza an Covid-19 erkrankt

Eine Mitarbeiterin des Klinikzentrums Bad Sulza im Weimarer Land ist an Covid-19 erkrankt. Wie ein Sprecher der Klinik mitteilte, steht die Frau inzwischen unter Quarantäne. Sämtliche Kontaktpersonen, darunter Mitarbeiter und auch Patienten, seien ebenfalls unter Quarantäne gestellt worden. Einige verbringen demnach die Isolationszeit zu Hause, andere seien in der Klinik geblieben. Der Patientenverkehr im Klinikzentrum habe deutlich abgenommen, hieß es. Ein Großteil der stationären Reha-Behandlungen laufe aus. Anschlussheilbehandlungen nach Operationen gebe es aber nach wie vor.

10:26 Uhr | Mehr als 18.000 Unternehmen in Kurzarbeit

Mehr als 18.000 Unternehmen in Thüringen haben bis zum 6. April Kurzarbeit angemeldet. Das teilte die Bundesarbeitsagentur mit. Noch nicht ermitteln lasse sich, wie viele Menschen konkret davon betroffen sind. Das ließe sich erst Ende April sagen. Die Agentur geht "sicher davon aus, dass die Zahl der Kurzarbeiter deutlich über dem Niveau der Wirtschafts- und Finanzkrise liegen wird". Die Anzeigen kommen demnach aus allen Branchen, Schwerpunkte seien aber der Einzelhandel und das Gastgewerbe.

10:10 Uhr | Unterwegs auf Deutschlands Straßen in der Krise

Lkw-Fahrer erledigen einen Knochenjob: Stundenlang fahren sie über Deutschlands Straßen, Annehmlichkeiten wie eigene vier Wände, ein privates Badezimmer oder eine funktionstüchtige Küche gibt es im Alltag kaum. Nun sorgt die Corona-Pandemie für weitere Einschränkungen. Unsere Reporterin Grit Hasselmann hat sich mit einem Thüringer Trucker über die aktuelle Situation unterhalten.

09:47 Uhr | Online-Spenden statt Oster-Kollekten in den Kirchen

Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) rechnet über die Osterfeiertage mit Kollekte-Ausfällen von rund 100.000 Euro. Um einen Teil der Ausfälle abzufedern, werden ab Ostersonntag Onlinespenden über die EKM-Website möglich sein, sagte Dirk Buchmann von der EKM. Für jeden Sonntag im Kirchenjahr ist festgelegt, wer die Kollekte erhält. Die Spendengelder vom Ostersonntag etwa seien für die Nachwuchsförderung des Posaunenwerkes der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland bestimmt.

09:33 Uhr | Entscheidung über Buga 2021 in Erfurt fällt im Mai

Die Stadt Erfurt und die Buga GmbH wollen im Mai entscheiden, ob die Bundesgartenschau 2021 stattfinden kann. Buga-Chefin Kathrin Weiß sagte der Thüringer Allgemeinen, momentan würden die Konsequenzen einer möglichen Verschiebung geprüft. Man wisse nicht, ob Veranstaltungen mit mehreren Tausend Menschen erlaubt seien, heißt es. Bereits im März hatte Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD) angedeutet, dass eine Verlegung um ein Jahr nicht ausgeschlossen sei. Ein Verschieben der Bundesgartenschau würde massive Mehrkosten bedeuten. So müsste beispielsweise das Buga-Personal ein Jahr länger bezahlt werden. Das Bautempo müsste verlangsamt, die Pflanzungen müssten verschoben werden. Auch die Gastronomie ist bereits ausgeschrieben. Der Dauerkartenverkauf, der am 23. April starten sollte, wurde schon auf später verlegt.

09:10 Uhr | Eisenach: Quarantäne für Flüchtlingsheim aufgehoben

In Eisenach stehen die Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft nicht mehr unter Quarantäne. Nach Angaben der Stadt wurde weder bei ihnen noch beim Wachpersonal das Coronavirus nachgewiesen. In der vergangenen Woche war ein Bewohner des Heimes erkrankt und positiv auf Corona getestet worden. Daraufhin hatte das Gesundheitsamt des Wartburgkreises die Unterkunft in der Thälmannstraße zunächst unter Quarantäne gestellt und am Montag die derzeit 36 Bewohner und das Personal getestet.

08:37 Uhr | Fitnessstudios bleiben geschlossen

Wer sich fit halten möchte, muss dies weiterhin in den eigenen vier Wänden, im Garten oder Park tun - mit Abstand zu anderen Menschen. Das Thüringer Oberverwaltungsgericht in Weimar hat in einem Eilverfahren festgelegt, dass Fitnessstudios weiterhin geschlossen bleiben. Der Eilantrag eines Studiobetreibers aus Thüringen blieb erfolglos. Das Gericht nannte das Betriebsverbot für Fitnessstudios "nicht unverhältnismäßig". Bei Covid-19 handele es sich um eine übertragbare Krankheit, die es nach dem Infektionsschutzgesetz zu bekämpfen gelte. Das Gericht räumte jedoch bezüglich der neuen Krisen-Regelungen ein, dass gewisse Grundsatzfragen zu einem späteren Zeitpunkt geklärt werden müssten, unter anderem von Verfassungsgerichten.

08:21 Uhr | Angebote am Thüringer Meer starten später

Die Wander- und Radbusse sowie die Mühlenfähre am Hohenwarte-Stausee starten später in die Saison - und nicht wie gewohnt am Gründonnerstag. Das teilte das Betreiber-Unternehmen Kombus mit. Die vor allem bei Touristen beliebten Angebote werden demnach wegen der Corona-Pandemie verschoben. Einen neuen Starttermin gebe es noch nicht. Betroffen sind die Wanderbusse "Schwarzatal" und "Thüringer Meer" sowie die "Thüringer Meer Linie" zwischen Bleiloch-Stausee und Frankenwald. Am Hohenwarte-Stausee befördert die Mühlenfähre vorerst keine Auto- und Radfahrer von Linkenmühle nach Altenroth und wieder zurück. Auch das an der Linkenmühle stationierte Bike-Shuttle fährt nicht.

07:52 Uhr | 1,3 Millionen Einweg-Masken für Nordhausen

Alle Apotheken im Landkreis Nordhausen werden am Donnerstag mit Einweg-Masken beliefert. Darüber informierte das Landratsamt. Der Mund-Nasen-Schutz soll für 70 Cent pro Stück verkauft werden. Landrat Matthias Jendricke wies darauf hin, niemand müsse Hamsterkäufe machen, die Apotheken würden weiterhin beliefert. Der Landkreis habe insgesamt 1,3 Millionen Masken bestellt. Ab dem 14. April gilt im Landkreis in vielen öffentlichen Bereichen Masken-Pflicht. Dann müssen zum Beispiel Kunden in Geschäften und im Nahverkehr einen Mund-Nasen-Schutz tragen, der auch selbst hergestellt sein kann.

07:16 Uhr | Kontaktverbot: Verstärkte Kontrollen über Ostern

Mehrere Städte wollen das Einhalten der Corona-Maßnahmen am Osterwochenende intensiv kontrollieren - darunter Gera und Eisenberg. Familien- und Grillfeiern sowie Treffen mehrerer Menschen auf öffentlichen Plätzen und Grünflächen würden konsequent mit Bußgeldern geahndet, heißt es aus den Rathäusern.

Auch Weimars Oberbürgermeister Peter Kleine (parteilos) ruft die Bürger dazu auf, sich über Ostern an die Pandemie-Regeln zu halten. Es gelte auch an Feiertagen die Maßgabe, Abstand zu halten. Es brauche weiter Geduld, so Kleine. Das Ordnungsamt werde auch über die Feiertage Kontaktverbote kontrollieren. Seit Ausbruch der Pandemie wurden in Thüringen 1.336 Corona-Fälle offiziell bestätigt.

07:05 Uhr | Tagesmütter in Thüringen fürchten um Existenz

Nur wenige Eltern dürfen ihre Kleinkinder derzeit betreuen lassen - etwa wenn die Eltern als Pfleger, Ärzte oder Polizisten dringend gebraucht werden. Die Folge: Manche Tagesmütter sind beschäftigungslos - die Elternbeiträge für die Kinderbetreuung ausgesetzt. Laut Landesverband für Kindertagespflege fürchten Jugendämter, dass das Land die Elternbeiträge für nicht betreute Kinder nicht erstattet. Deshalb würden einige Kommunen nur die Sachkosten für Miete, Spielzeug oder Möbel zahlen oder gar nichts. "Ein mehrwöchiger Verdienstausfall wäre das sichere Aus" für betroffene Tagesmütter, sagt die Vereinschefin. Tagesmütter erhielten vor Beginn der Corona-Krise zwischen rund 2,50 und 2,90 Euro pro Kind und Stunde, wenn das Kind ganztägig betreut wird. In Thüringen betreuen rund 300 Tagesmütter und -väter Kinder im Alter von bis zu drei Jahren.

06:40 Uhr | LKA: Kriminalität verschiebt sich in Corona-Krise

Die Corona-Krise und der sogenannte "Shutdown" verändern das Leben von Millionen Menschen. Viele sind zu Hause und arbeiten im Homeoffice. Das öffentliche Leben ist stark eingeschränkt, Grenzen sind geschlossen. Welche Auswirkungen hat das auf die Kriminalität? Die Landeskriminalämter in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt warnen vor einer Zunahme von häuslicher Gewalt, Betrug bei alleinstehenden Senioren und Internetkriminalität. Hier erfahren Sie mehr:

06:30 Uhr | Thüringer Corona-Ticker am Donnerstag

Guten Morgen! Auch am heutigen Donnerstag halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen rund um das Coronavirus und Covid-19 in Thüringen auf dem Laufenden. Antworten auf wichtige Fragen zu Corona finden Sie auch in unserem Ratgeber:

Was bisher geschah | Liveticker vom Mittwoch zum Nachlesen

Die Entwicklungen rund um Corona in Thüringen vom Mittwoch können Sie hier im Detail nachlesen:

Mehr Informationen zum Coronavirus in Thüringen

Quelle: MDR THÜRINGEN/mm

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 09. April 2020 | 19:00 Uhr

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