Corona in Thüringen Ticker vom 27. März: 21 Menschen in Seniorenheim Triptis mit Coronavirus infiziert

In einem Seniorenheim in Triptis im Saale-Orla-Kreis haben sich zehn Bewohner und elf Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Alle Entwicklungen zum Coronavirus im Liveticker.

Das Awo-Seniorenheim in Triptis steht unter Quarantäne
Seniorenheim in Triptis Bildrechte: MDR/Sascha Mönch

So ging es weiter | Ticker vom Samstag, 28. März 2020

21:30 Uhr | Ticker-Ende

Wir verabschieden uns für heute mit der Tageszusammenfassung. Bleiben Sie gesund!

  • In Triptis kam es zu einem massiven Corona-Ausbruch - 21 Menschen sind infiziert
  • Der Straßenverkauf von Eis und Bratwürsten bleibt erlaubt
  • Bei Opel in Eisenach ruht die Produktion vorerst weiter
  • Das Land hat erste Soforthilfen an Unternehmen ausgezahlt
  • In der Suhler Flüchtlingsunterkunft endet die Quarantäne
  • Im Quarantäne-Ort Neustadt am Rennsteig wurden weitere Corona-Infektionen nachgewiesen
  • Laut Handelsverband soll es in Thüringer Einkaufsmärkten wieder mehr Toilettenpapier geben

21:12 Uhr | Wie der Exit aus den Anti-Corona-Maßnahmen laufen soll

Der Virologe Kekulé freut sich, dass die Politik auf seine Exit-Strategie eingeschwenkt ist. Außerdem erklärt er, ob der Osten mit einem blauen Auge davon kommt und warum das Virus cleverer, aber ungefährlicher wird. Der tägliche Podcast:

20:42 Uhr | Reisebüros droht Totalausfall

Die Corona-Krise ist auch eine Reise-Krise. Die Reisebranche liegt am Boden. Hotels sind dicht, Flieger stehen auf den Flughäfen. Das Virus macht Reisen unmöglich. Wie verkraften Thüringer Reisebüros diese Situation? Zum Hören:

20:17 Uhr | Konflikte im Einkaufsmarkt wegen Kindern

Das Coronavirus und die Maßnahmen des Landes und der Kommunen stellen Menschen vor eine Bewährungsprobe. So rief der Landkreis Gotha am Freitag zu mehr Verständnis und Rücksicht im Umgang miteinander auf. Vermehrt seien Eltern mit Kindern in Einkaufsmärkten nicht eingelassen worden oder seien von anderen Kunden beschimpft worden. Es sei jedoch klar geregelt, dass Eltern mit Kindern unterwegs sein dürften - Einkaufen und die Beaufsichtigung gehörten dazu.

Andererseits richtete der Kreis sein Appell an Familien: Es sei nicht die Zeit für Shoppingausflüge. Der notwendige Einkauf, zu dem man mangels Alternativen die betreuungspflichtigen Kinder mitnimmt, gehe in Ordnung, so das Landratsamt.

Außerdem seien in einem Fall Senioren mit Rollatoren nicht eingelassen worden. Diese Form der Ausgrenzung sei weder tolerierbar noch von der aktuell gültigen Rechtsverordnung gedeckt.

Eine Familie mit einem vollen Einkaufswagen vor einem Supermarktregal
Familie im Supermarkt: Momentan komme es vermehrt zu Zoff. Bildrechte: imago/Jochen Tack

19:19 Uhr | Zwischenfazit zu Schulschließungen

Die Schulen und Kitas hätten diese nie zuvor dagewesene Situation alles in allem gut gemeistert, sagt Thüringens Bildungsminister Helmut Holter (Linke). Gleichzeitig wisse er um die Belastungen von Eltern, Kindern und Lehrern. Die plötzliche Umstellung der Schulen auf das Lernen zu Hause sei dennoch mit hoher Eigenverantwortung vor Ort umgesetzt worden.

Nach der Anlaufphase ist es laut Holter nun wichtig, die digitalen Angebote in Thüringen weiter auszubauen und stärker für Schulen nutzbar zu machen. Der Minister verweist in diesem Zusammenhang auf die so genannte Schulcloud. Inzwischen 53 Schulen und etwa 24.300 Schüler sind aktiv damit.

Schüler lernen während des Unterrichts am Alten Gymnasium Oldenburg (AGO) mit einem iPad
Ganz neue Erfahrungen für Schüler, Lehrer und Eltern: Wenn die Schule schließt, wird "eben" daheim gelernt. Bildrechte: dpa

19:01 Uhr | Atemschutzmasken aus der Teddybärenmanufaktur

Normalerweise werden in der Martin-Bären-Manufaktur in Sonneberg Teddybären hergestellt. Wegen des Coronavirus näht das Familienunternehmen derzeit aber Atemschutzmasken für das Sonneberger Pflegeheim:

18:34 Uhr | Handelsverband: Streit ums Toilettenpapier bald vorbei

Seit Tagen wird bundesweit von Auseinandersetzungen in Märkten berichtet, bei denen Kunden mit anderen Kunden oder Handelsmitarbeitern aneinandergerieten. Der Grund: Streit ums Toilettenpapier. In Thüringen soll sich die Lage jetzt wieder normalisieren, glaubt der Handelsverband.

17:59 Uhr | Motorradfahren in Corona-Zeiten?

In Bayern benötigt man einen triftigen Grund, um aufs Motorrad zu steigen - beispielsweise um zur Arbeit zu fahren. In Thüringen ist das auch weiterhin in der Freizeit erlaubt, denn der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist prinzipiell gestattet, wenn auch nur allein, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreise der Angehörigen des eigenen Haushalts.

Achim Marten vom Industrieverband Motorrad gibt allerdings zu bedenken: "Ich möchte als verletzter Motorradfahrer im Moment nicht ins Krankenhaus eingeliefert werden, ich könnte mir die Sprüche der Ärzte und Pfleger sehr gut vorstellen."

17:28 Uhr | Produktion bei Opel ruht weiter

Im Eisenacher Opelwerk ruht die Produktion vorerst weiter. Die französische Konzernmutter PSA teilte am Freitagnachmittag mit, sie wolle zunächst den Gesundheitsschutz in allen Werken verstärken, damit die Arbeit schrittweise und sicher wieder aufgenommen werden könne. Dabei stimmt sich das Unternehmen mit den Gewerkschaften ab. Einen Termin für die Wiederaufnahme der Produktion gibt es bisher nicht.

Opel-Werk in Eisenach
Eisenacher Opelwerk Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

16:48 Uhr | Erste Soforthilfen an Unternehmen ausgezahlt

Die Thüringer Aufbaubank hat mit der Auszahlung der Soforthilfen für Unternehmen in der Corona-Krise begonnen. Am Freitag seien die ersten Beträge überwiesen worden, teilte die Aufbaubank mit. Damit sei es gelungen, vier Tage nach Freischaltung der Formulare die Anträge zu bearbeiten und zu bewilligen. Im Vergleich der Bundesländer habe Thüringen bei der Corona-Soforthilfe besonders schnell gearbeitet. Bisher haben mehrere tausend Unternehmen Antrag auf Soforthilfe gestellt.

16:29 Uhr | Seniorenheim Triptis: Zahl der Infizierten auf 21 korrigiert

In dem Seniorenheim in Triptis im Saale-Orla-Kreis haben sich zehn Bewohner und elf Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Zunächst war von sieben Mitarbeitern die Rede. Das Landratsamt korrigierte die Zahl am Freitagnachmittag nach oben. Bei den Angaben wurden die vier Mitarbeiter nicht berücksichtigt, die im Vorfeld in der Einrichtung bereits positiv getestet worden waren.

16:17 Uhr | Wieder mehr Toilettenpapier in Thüringen erhältlich

Noch sind in vielen Einkaufsmärkten die Regale leer, wo sich sonst Verpackungen mit Rollen von Toiletten- und Küchenpapier stapeln. Doch es gibt Hoffnung: Die Corona-bedingte Hygienepapier-Krise im Thüringer Handel scheint ausgestanden, wie der Handelsverband Thüringen am Freitag mitteilte.

Da sich alle Hamsterkäufer mittlerweile mit Toiletten- und Küchenpapier eingedeckt hätten, seien solche Produkte in vielen Supermärkten und Drogerien wieder verfügbar. Seit Beginn der Coronavirus-Infektionswelle in Deutschland war vor allem Toilettenpapier kaum noch zu haben. Vielerorts wurde Hygienepapier deswegen nur noch rationiert verkauft.

Leere Regale
Die Versorgungslage habe sich verbessert, so der Handelsverband. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

16:00 Uhr | Weitere Corona-Infektionen in Neustadt am Rennsteig nachgewiesen

Neustadt am Rennsteig im Ilm-Kreis ist nach wie vor unter Quarantäne. Nachdem am Donnerstag keine weiteren Infektionen nachgewiesen wurden, kamen auf Freitag mindestens drei Fälle hinzu.

15:34 Uhr | Kein dringender Grund nötig, um Wohnung zu verlassen

Die seit Freitag für Thüringen geltende Allgemeinverfügung zu Corona enthält einige Klarstellungen, was das Verlassen der eigenen Wohnung betrifft. Demnach ist kein dringender Grund mehr erforderlich, um Haus oder Wohnung zu verlassen.

Der Sprecher des Gesundheitsministeriums Frank Schenker sagte MDR THÜRINGEN, das sei ursprünglich etwas missverständlich formuliert gewesen. Geblieben aber seien die Regelungen zum Kontaktverbot mit sogenannten haushaltsfremden Personen - wie berichtet sollen sich nicht mehr als zwei solcher Menschen zusammenstellen und zudem einen Sicherheitsabstand von 1,5 Meter einhalten.

15:17 Uhr | Straßenverkauf von Eis und Bratwürsten bleibt erlaubt

Der Straßenverkauf von Eis und Bratwürsten bleibt in Thüringen unter Auflagen erlaubt. Das Gesundheitsministerium präzisierte die Ausnahmen in der neuen Verordnung, mit der das Corona-Virus eingedämmt werden soll. Demnach sind Eiscafés wie alle anderen Bars oder Cafés geschlossen. Der Außenverkauf bleibt aber erlaubt, unter anderem wenn das Essen nicht vor Ort verzehrt, 1,50 Meter Sicherheitsabstand eingehalten und Kontakte unterbunden werden.

14:37 Uhr | Saalfeld-Rudolstadt stellt Reiserückkehrer pauschal unter Quarantäne

Im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt stehen jetzt alle Reiserückkehrer aus dem Ausland unter Quarantäne. Bisher galt das nur für Risikogebiete. Wie das Landratsamt am Freitag mitteilte, dürfen die Rückkehrer 14 Tage ihre Wohnungen oder auf ihre eigenen Grundstücke nicht verlassen. Sie müssen sich außerdem telefonisch beim Gesundheitsamt in Saalfeld melden. Ihre Kinder dürfen nicht in die Notbetreuung.

14:25 Uhr | Quarantäne in Flüchtlingsunterkunft Suhl endet

Die Quarantäne in der Suhler Flüchtlingsunterkunft auf dem Friedberg endet am Freitag um Mitternacht. Nach Angaben der Staatskanzlei dürfen die Bewohner ab Samstagmorgen das Gelände wieder verlassen. Vorher sollen ihnen die aktuell gültigen Hygieneauflagen erläutert werden. Bis zum Ende der Quarantäne seien zehn Polizeibeamte vor Ort. Danach soll der Wachschutz wieder übernehmen.

13:55 Uhr | 110 Corona-Genesene in Thüringen

Die Thüringer Landesregierung schätzt die Zahl der Corona-Genesenden im Land auf 110. Das geht aus der Tagesstatistik mit Stand Freitag, 10 Uhr, hervor. Allerdings gebe es keine Meldepflicht und keine einheitliche Definition dafür, wenn jemand das Corona-Virus überstanden hat. Deshalb könne die Zahl nur grob geschätzt werden.

Die Thüringer Landkreise und kreisfreien Städte meldeten bis zum Freitagmittag rund 600 bestätigte Corona-Infektionen. Bisher starben vier Menschen, bei denen eine Infektion nachgewiesen wurde.

13:40 Uhr | Kliniken verbannen Väter aus dem Kreißsaal

Um ein Infektionsrisiko mit dem Coronavirus zu minimieren, ist es in einigen Kliniken im Freistaat werdenden Vätern verboten, die Partnerin bei der Geburt des Kindes zu begleiten.

 Eingang zu einem Kreißsaal
Schwere Geburt – Notstand im Kreißsaal Bildrechte: MDR/André Strobel, honorarfrei

13:20 Uhr | Keine neuen Infektionen in der Wartburgregion

In der Wartburgregion sind in den vergangenen beiden Tagen keine neuen Infektionen mit dem Corona-Virus registriert worden. Nach Angaben des Gesundheitsamtes wurden bisher 18 Menschen positiv getestet, davon 15 im Landkreis und drei in Eisenach. Zwei Patienten werden auf der Intensivstation betreut. Die Zahl der Quarantänefälle in der Region und auch die Zahl der Gesundeten werden nicht mehr angegeben. Bisher hatte das Landratsamt die Zahl der gesundeten Patienten von der Gesamtzahl abgezogen. Die Behörde kündigte am Freitag an, künftig die Daten so mitzuteilen, wie sie auch vom Robert-Koch-Institut oder vom Johns-Hopkins-Institut veröffentlicht werden.

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13:09 Uhr | Neustadt am Rennsteig: Drei weitere Infizierte

In Neustadt am Rennsteig haben sich drei weitere Einwohner mit dem Corona-Virus infiziert. Wie das Landratsamt des Ilm-Kreises mitteilte, stieg dort die Zahl der bestätigten Infektionen auf 13. Trotzdem sagte Landrätin Petra Enders, es zeige sich, dass die Quarantäne wirke. Der gesamte Ort ist seit vergangenem Wochenende abgeriegelt.

Drei Infizierte aus Neustadt liegen den Angaben zufolge im Krankenhaus. Sie müssten nicht beatmet werden. Insgesamt sind im Ilm-Kreis seit Donnerstag zehn weitere Corona-Fälle bestätigt worden. Die Zahl der Infizierten steigt damit auf 43. In Ilmenau wird demnach geprüft, ob eine mobile Abstrichstelle eingerichtet werden kann. Auch eine Infektionspraxis mit Infektionssprechstunde soll eingerichtet werden.

12:57 Uhr | Fertigstellung von JVA in Zwickau möglicherweise weiter verzögert

Noch sei völlig unklar, wie sich die Corona-Pandemie auf die Fertigstellung der gemeinsamen Justizvollzuganstalt von Thüringen und Sachsen auswirkt. Die Tiefbauarbeiten laufen nach Plan, so das Finanzministerium in Dresden. Unklar sei jedoch, ob es in der zweiten Jahreshälfte mit dem Rohbau weitergehen kann.

12:44 Uhr | Blumenläden dürfen wieder öffnen

Nach der neuen Verordnung zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus dürfen seit Freitag Floristikgeschäfte wieder öffnen. Allerdings müssen hier, so das Thüringer Gesundheitsministerium, die strengen Hygieneregeln eingehalten werden, das heißt ein Mindestabstand von 1,5 Meter der Kunden untereinander sowie verstärkte Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen.

12:35 Uhr | Arbeitsagentur: Kurzarbeiter-Anträge via E-Service

Für Anträge auf Kurzarbeit sollen Unternehmen in Thüringen laut Arbeitsagentur den elektronischen E-Service nutzen. Der Weg über eine Email dauere zu lang. Einfacher, sicherer und schneller sei der Weg über den E-Service. Nötig sei dafür ein Arbeitgeber-Account. Für den Postweg verweist die Agentur auf eine eigene Anschrift für Großkunden.

12:04 Uhr | Corona-Krise trifft auch Reisebüros hart

Für zahlreiche Thüringer Reisebüros entwickelt sich die aktuelle Corona-Krise zu einer finanziellen Katastrophe. So würden neben stornierten Reisen der Kunden auch Provisions-Rückzahlungen an Reiseanbieter hinzukommen.

Wie Reisebüro-Inhaberin Diana Ruhland aus Gera MDR THÜRINGEN sagte, seien alle Reisen bis Ende April abgesagt, keine umgebucht worden. Außerdem hätte kein einziger ihrer Kunden bislang Geld von den großen Reiseunternehmen zurück bekommen. Inhaber Thomas Wendisch aus Erfurt hofft auf baldiges Geld von Land und Bund, um die laufenden Kosten decken zu können. Er zählt auf die Reiselust der Deutschen nach der Corona-Krise. Vulkanausbrüche, Erdbeben oder Streiks - bislang hätte kein Ereignis, so die Aussagen der Reisebüro-Inhaber, die Ausmaße der jetzigen Krise gehabt.

11:56 Uhr | Erfurter Zoopark kann nur online "besucht" werden

Auch der Thüringer Zoopark in Erfurt ist aufgrund der Corona-Krise geschlossen. Online informieren die Mitarbeiter über tierischen Nachwuchs, zeigen Videos und Fotos - und suchen nach einem Namen für ein kleines Kamel.

 ein Känguru 3 min
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MDR THÜRINGEN JOURNAL Do 26.03.2020 19:00Uhr 02:57 min

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11:39 Uhr | Erfurter Matratzenhersteller stellt Produktion auf Atemmasken um

Der Erfurter Matratzenproduzent PROCAVE stellt seine Produktion auf Mund- und Nasenschutz-Masken um. Wie das Unternehmen mitteilte, handelt es sich dabei nicht um FFP-Masken, die vor Viren schützen. Die hergestellten Masken können den Angaben nach aber in entscheidendem Maße die Ansteckungsgefahr reduzieren. So könnten sie in der Pflege, in Firmen, aber auch privat zum Schutz vor dem Coronavirus zum Einsatz kommen. Der Betrieb können bis zu 10.000 Masken pro Tag herstellen, sagte Geschäftsführer Oliver Schramm. Mit der Produktion der Mundschutzmasken wolle man helfen, die Ausbreitung des Virus zu verringern und den sinkenden Umsätzen im Unternehmen entgegentreten, so Schramm.

In Thüringen hatte zuvor bereits das Matratzenwerk in Weida angekündigt, Schutzmasken herzustellen. Auch in der Textilstadt Apolda ist eine kreative Lösung entstanden.

11:00 Uhr | Bundeswehr hilft bei mobilen Tests in Gera - Anfrage aus Jena abgelehnt

Die Bundeswehr wird ab Montag in Gera bei mobilen Corona-Tests helfen. Wie ein Bundeswehr-Sprecher MDR THÜRINGEN am Freitag sagte, sollen zwei Sanitätssoldaten in der mobilen Teststation auf dem Parkplatz am Hofwiesenbad eingesetzt werden. Damit reagiere man auf einen Hilfeantrag aus Gera.

Indes lehnt die Bundeswehr die Anfrage der Stadt Jena nach Unterstützung im Kampf gegen das Coronavirus ab. Die von der Kommune erbetenen doppelwandigen Zelte seien derzeit nicht verfügbar, sagte der Sprecher. Jena hatte die Lieferung solcher Zelte angefragt, um sie im Bereich von Krankenhäusern beispielsweise zur Versorgung von Leichterkrankten zu nutzen.

11:00 Uhr | Live: Lernen trotz Corona-Krise - bei MDR WISSEN

Bei MDR WISSEN führt Professor Martin Lindner montags bis freitags um 11 Uhr in die Geheimnisse seines Fachgebiets ein - im Livestream. Alle bisherigen Unterrichtsstunden sind online abrufbar.

10:48 Uhr | Neustadt am Rennsteig: Polizei prüft Quarantäne-Verstoß

Die Polizei prüft einen angeblichen Quarantäne-Verstoß in Neustadt am Rennsteig (Ilm-Kreis). Hintergrund sind unterschiedliche Aussagen, die nun für Verwirrung sorgen. So hatte eine Zeugin angegeben, im Ort am Donnerstagabend ein fremdes Auto mit Apoldaer Kennzeichen gesehen zu haben. Laut Zeugenaussage soll in dem Auto eine vierköpfige Familie gesessen haben. Die Polizisten konnten den Autofahrer später in seiner Wohnung in Apolda ausfindig machen. Der 28-Jährige bestreitet jedoch, in Neustadt gewesen zu sein. Die Polizei überprüft nun alle Aussagen.

10:35 Uhr | Corona-Verdacht in JVA Hohenleuben

Wegen eines Corona-Verdachtsfalls sind in der Justizvollzugsanstalt Hohenleuben im Landkreis Greiz einige Häftlinge vorsorglich isoliert worden. Wie es aus dem Justizministerium heißt, bleiben die Gefangenen auf ihren Zellen, Tests wurden angeordnet. Alles geschehe in Absprache mit dem Gesundheitsamt, so Oliver Will, Sprecher des Justizministeriums.

Die Häftlinge würden über alle Schritte und Notwendigkeiten informiert. Informationen, nach denen Häftlinge in Hungerstreik getreten sind, konnte der Ministeriumssprecher nicht bestätigen. Der Betrieb in der JVA sei nicht eingeschränkt, es gebe auch keine weiteren Verdachtsfälle, hieß es weiter.

10:16 Uhr | Triptis: 17 bestätigte Infektionen in Seniorenheim

Im Awo-Seniorenheim in Triptis hat sich die Zahl der Coronainfizierten erhöht. Wie das Landratsamt des Saale-Orla-Kreises am Freitagvormittag mitteilte, haben sich zehn Bewohner und sieben Mitarbeiter infiziert. Eine Bewohnerin wurde ins Krankenhaus gebracht, bei den anderen Betroffenen sei der Gesundheitszustand über Nacht stabil geblieben. Das Heim steht unter Quarantäne.

Wie Landrat Thomas Fügmann (CDU) mitteilte, sei es aktuell nicht geplant, die Stadt abzuriegeln. Bereits seit Mitte März gebe es in dem Heim hohe Sicherheitsmaßnahmen, zu denen auch ein Besuchsverbot zähle. Die Heiminsassen hätten lediglich mit den Mitarbeitern in direktem Kontakt gestanden, deren Wohnorte sich auf ein großes Einzugsgebiet verteilten.

09:17 Uhr | Krankenhäuser erhöhen Beatmungskapazitäten

2.188 Krankenhausplätze mit der Möglichkeit zur maschinellen Beatmung gibt es derzeit in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Die Anzahl der Betten soll jetzt weiter aufgestockt werden.

08:50 Uhr | Immer mehr Kommunen verzichten auf Hortgebühren

Der Kreis Weimarer Land wird ab April keine Hortgebühren erheben. Das hat Landratsamt mitgeteilt. Der Hort stehe den Kindern nicht zur Verfügung, deshalb würden bis auf Weiteres keine Beiträge berechnet. Ausgenommen seien Kinder, die eine Notbetreuung beanspruchen. Eltern, die einen Dauerauftrag eingerichtet haben, werden gebeten, diesen für April zu stoppen. Auch die Stadt Weimar wird auf Hortgebühren ab Monat April verzichten.

Ebenso entfällt die Gebühr in den Landkreisen Hildburghausen und Sonneberg ab dem 1. April. Im Landkreis Schmalkalden-Meiningen gilt die Frist zunächst nur bis zum 19. April. Der Landkreis begründet das damit, dass danach entschieden wird, ob die Schulen aufgrund der Corona-Pandemie wieder geöffnet werden.

08:37 Uhr | Arbeitsalltag zu Corona-Zeiten im MDR-Landesfunkhaus in Erfurt

Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. Damit der MDR auch weiterhin über alle aktuellen Nachrichten und Informationen aus dem Freistaat berichten kann und es nirgends zu Sendeausfällen kommt, arbeitet ein Großteil der Mitarbeiter von zuhause aus. Dort, wo sich täglich mehrere hundert Menschen begegnen, um für User, Hörer und Zuschauer zu berichten, herrscht aktuell gähnende Leere.

08:00 Uhr | Landwirte haben mit Corona-Pandemie unterschiedlich zu kämpfen

Einreisestopp für Saisonarbeiter aus Osteuropa - das stellt vor allem die Obst- und Gemüsebauern vor massive Herausforderungen. Sie sind in ihrer Existenz bedroht. Im Ackerbau und in der Viehzucht, also in weniger personalisierten Bereichen, sieht es dagegen besser aus. Ernteausfälle, zumindest aufgrund des Coronavirus, sind dort kaum zu erwarten.

07:41 Uhr | Stadt und Klinikum in Suhl rufen zum Nähen von Masken auf

Die Stadt Suhl und das SRH Zentralklinikum haben zum Nähen von Mundschutz-Masken aufgerufen. Wie eine Stadtsprecherin mitteilte, ist beim Nähen unter anderem zu beachten, dass die Masken mindestens zweilagig gearbeitet sind und an den Wangen und der Nase eng anliegen. Außerdem muss der verwendete Stoff kochfest sein. Angedacht sind die selbstgenähten Masken vor allem für den privaten Bereich von Beschäftigten in Gesundheitsberufen, Zuhause, beim Einkaufen und in der Freizeit.

07:10 Uhr | Neustadt am Rennsteig: Familie aus Apolda ignoriert Quarantäne

Ein 28-Jähriger aus Apolda hat die Quarantäne in Neustadt am Rennsteig ignoriert. Wie die Polizei MDR THÜRINGEN sagte, fuhr er am Donnerstag gemeinsam mit seiner Frau und den beiden Kindern mit dem Auto in die abgesperrte Gemeinde. Ein Einwohner des Ortes rief daraufhin die Polizei. Die Beamten konnten den Mann später in seiner Wohnung in Apolda ausfindig machen. Er und seine Familie dürfen nun zwei Wochen lang die Wohnung in Apolda nicht verlassen. Warum der Familienvater durch die Absperrung fuhr, ist laut Polizei noch unklar. Der Vorfall wird an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet.

07:10 Uhr | Kein Straßenverkauf von Eis mehr

Mit einer neuen Verordnung verbietet die Landesregierung landesweit den Straßenverkauf von Eis. Die Verordnung tritt diesen Freitag in Kraft, teilte die Staatskanzlei am Donnerstag mit. Sie ersetzt die am Dienstag veröffentlichte Grundordnung. Bisher mussten Eiscafés zwar schließen, der Straßenverkauf war aber erlaubt. Auch Fahrschulen müssen laut der Verodnung schließen und dürfen keinen Unterricht mehr durchführen.

UPDATE 14:44 Uhr: Entgegen einer am Donnerstag herausgegebenen Meldung des Freistaats Thüringen dürfen Eiscafés nun doch ihren Straßenverkauf weiter betreiben. Diese Ausnahme für Gaststätten wurde auf Einzelhandelsverkäufe erweitert, an denen Lebensmittel zum Sofortverzehr angeboten werden - beispielsweise Eis- oder Bratwurststände.

07:00 Uhr | Corona-Liveticker am Freitag

Einen sonnigen guten Morgen! Heute sollen die Temperaturen mancherorts bis auf 15 Grad steigen und das Wochenende steht bevor. Natürlich sind wir auch am Freitag, 27. März 2020, wieder für Sie da und berichten in unserem Liveticker über das Coronavirus und dessen Auswirkungen in Thüringen. Alle aktuellen Artikel, Hotlines und Informationen seitens des Robert-Koch-Instituts finden Sie auch auf unser Übersichtsseite. Hintergründe zur Situation in Mitteldeutschland finden Sie hier.

Und auch, wenn ab heute der Straßenverkauf für Eis mit einer weiteren Verordnung verboten wurde, lassen Sie sich ihren Optimismus bitte nicht nehmen.

Was bisher geschah | Der Liveticker vom Donnerstag zum Nachlesen

  • Am Donnerstag haben sich wieder etliche neue Corona-Fälle in Thüringen bestätigt. Besonders stark betroffen neben Jena ist der Landkreis Greiz, wo das Virus gegenwärtig bei 89 Menschen nachgewiesen wurde. Aber in ganz Thüringen steigt auch die Zahl der Genesenen.
  • Ernst ist die Lage gegenwärtig in Triptis. In einem Seniorenheim haben sich vier Mitarbeiter infiziert. Jetzt gibt es den Verdacht, dass das Virus weitere Heimbewohner und Mitarbeiter erfasst hat. Sie wurden auf das Coronavirus getestet, das Heim steht unter Quarantäne.
  • In einem Tempo, das nicht für möglich gehalten wurde, stellen Schulen, Hochschulen, Behörden und Unternehmen auf digitales Lernen und Arbeiten um.
  • Überall gibt es Ehrenamtliche, die in der Corona-Zeit anpacken.
  • In Jena betätigen sich mehr als 800 Medizinstudenten in den Semesterferien als Krisenhelfer.

Quelle: MDR THÜRINGEN/jml/sar

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 27. März 2020 | 19:00 Uhr

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