Liveticker vom 14.03.2020 Ministerpräsident Ramelow warnt vor Kinderbetreuung durch die Großeltern

Ministerpräsident Bodo Ramelow empfahl berufstätigen Eltern, gemeinsam mit den Arbeitgebern kreative Lösungen für das Problem der Kinderbetreuung zu finden. Ramelow warnte ausdrücklich davor, Kinder von den Großeltern betreuen zu lassen. Diese seien aufgrund ihres Alters besonders durch das Coronavirus gefährdet. Verfolgen Sie hier die aktuellen Entwicklungen zu Corona in unserem Ticker.

Bodo Ramelow im Interview
Ministerpräsident Bodo Ramelow im Interview mit dem MDR THÜRINGEN JOURNAL. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

So ging es weiter | Ticker vom Sonntag, 15. März

Die weiteren Entwicklungen können Sie im Ticker für den nächsten Tag - Sonntag, den 15. März - verfolgen. Sie finden ihn hier.

20:00 | Ticker-Ende

Wir schließen den Ticker vom Samstag, dem 14. März 2020 und sind morgen wieder für Sie da.

19:00 | Ministerpräsident Ramelow warnt davor, Kinder von Großeltern betreuen zu lassen

In einem Interview mit dem MDR THÜRINGEN JOURNAL warnte Ministerpräsident Ramelow eindrücklich davor, Kinder von den Großeltern betreuen zu lassen. Kinder erkranken zwar seltener an dem Coronavirus, können dieses aber übertragen, so Ramelow. Gerade ältere Menschen seien gefährdet, schwer am Corona-Virus zu erkranken.

Berufstätigen Eltern empfahl Ramelow gemeinsam mit den Arbeitgebern kreative Lösungen für das Problem der Kinderbetreuung zu finden.

18:00 | Erfurt richtet Abstrichstellen für Corona-Test ein

Corona Abstrich Test
Unter der Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes 116 117 können Termine vereinbart werden. Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann

In Erfurt sind seit Freitag zwei zentrale Teststellen für Corona-Verdachtsfälle eingerichtet worden. Auf dem Gelände des Helios Klinikums und des Katholischen Krankenhauses werden Abstriche genommen. Jeweils zwei Stunden täglich, unter der Woche von 18 bis 20 Uhr und am Wochenende von 10 bis 12 Uhr wären die Stellen erreichbar, sagte Dr. Michael Sakriß, Hausarzt und Notdienst-Obmann der Stadt Erfurt. Die Zeiten könnten aber an die sich ändernde Lage angepasst und gegebenenfalls verlängert werden. Um das System nicht zu überlasten würden aber nur begründete Verdachtsfälle getestet, etwa Urlaubsrückkehrer aus Risikogebieten mit Husten oder Fieber, so Sakriß. Unter der Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes 116 117 können Termine in den Abstrichstellen vereinbart werden.

17:40 | Jena schließt Schulen, Kitas und gastronomische Einrichtungen

Die Stadt Jena schließt ab Dienstag nicht nur Schulen und Kindergärten, sondern auch gastronomische Einrichtungen. Das hat der Stab für außergewöhnliche Ereignisse am Samstag beschlossen. Auch Sport- und Fitnesseinrichtungen dürfen nicht öffnen.

Zuvor waren sechs Jenaer Bürgerinnen und Bürger positiv auf das Coronavirus getestet worden. Fünf Personen befanden sich auf einer Urlaubsreise in Tirol. Sie haben sich direkt ins Uniklinikum begeben. Es gab keine weiteren Kontaktpersonen in Jena.

17:30 | Thüringen will Zahl der Intensivbetten mehr als verdoppeln

Thüringen will wegen der Corona-Pandemie die Zahl an Krankenhaus-Intensivbetten mehr als verdoppeln. Ministerpräsident Bodo Ramelow (LINKE) sagte am Samstag, die Zahl werde von 650 auf 1.400 Intensivbetten aufgestockt. Prognosen zufolge sei damit zu rechnen, dass in den nächsten 24 Monaten bis zu 60.000 schwer an dem Coronavirus erkrankte Thüringer beatmet werden müssen. Um die notwendigen Kapazitäten aufzubauen gelte es weiterhin alles dafür zu tun, Zeit zu gewinnen und die Corona-Welle zu verzögern, sagte Ramelow. Das müsse ohne Hysterie, aber entschlossen geschehen.

17:00 Uhr | Erfurt: Prüfungen zu Veranstaltungsverbot

Nach Angaben von Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD) soll das Veranstaltungsverbot in der Stadt stichprobenartig überprüft werden. Zugleich appellierte er auch an das Verantwortungsbewusstsein der Menschen. Bausewein schloss nicht aus, dass in der kommenden Woche noch drastischere Schritte notwendig sind.

16:45 Uhr | Studentin aus Kreis Gotha infiziert

Das Coronavirus hat auch den Landkreis Gotha erreicht - zumindest formal. Bei einer Stundentin wurde das Virus nachgewiesen, teilte das Landratsamt mit. Die junge Frau sei mit ihrem Hauptwohnsitz im Landkreis gemeldet, wohne aber in Jena, wo sie nun auch zu Hause unter Quarantäne steht. "Der ärztlichen Einschätzung nach geht es der Patientin gut; sie zeigt nur leichte Symptome und benötigt derzeit keine Behandlung", hieß es.

Die Studentin war mit einer Reisegruppe in Tirol, suchte bei ihrer Rückkehr eine Ambulanz auf und blieb seither in ihrer Wohnung. "Persönliche Kontakte in den Landkreis Gotha hatte die Studentin seit ihrer Rückkehr nicht," teilte das Landratsamt mit.

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16:40 Uhr | Neuer Fall in Weimar - Schulen geschlossen

Weimar hat den zweiten Corona-Fall. Ein Österreich-Rückkehrer sei am Freitag positiv getestet worden, teilte die Stadtverwaltung mit. In Weimar bleiben Schulen, Kindergärten und Horte bereits am Montag geschlossen. "Es ist angesichts der auch in Thüringen deutlich steigenden Infiziertenzahlen die richtige Entscheidung", sagte Oberbürgermeister Peter Kleine. "Wir haben lange genug auf sinnvolle und klare Entscheidungen des Freistaats gewartet und schließlich selbst entschieden." Thüringenweit sollen in Bildungseinrichungen erst ab Dienstag keine Kinder mehr betreut werden.

"Entscheidend ist, dass jeder Einzelne von uns vorübergehend die sozialen Kontakte soweit wie möglich einschränkt, um die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen", so der Oberbürgermeister. "Ich bitte alle Eltern daher eindringlich, auf die Einrichtung improvisierter Kitas zu verzichten."

In Weimar sind angesichts der Corona-Krise alle Veranstaltungen untersagt.

16:30 Uhr | Kindernotbetreuung für bestimme Berufsgruppen

Nachdem der Freistaat Thüringen die Schließung aller Schulen und Kindergärten für Dienstag angeordnet hat, bereiten die Behörden eine Notbetreuung für Kinder vor. Beispielsweise werde es am Sonntag eine Beratung mit dem Landratsamt dazu geben, wie die Stadtverwaltung Rudolstadt am Sonnabend mitteilte. Die Notbetreuung soll aber nur für Berufsgruppen gelten, die für die sogenannte kritische Infrastruktur benötigt werden, also insbesondere in der medizinischen Versorgung oder zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung. Ein Entwurf des Thüringer Gesundheitsministeriums sieht vor, dass beide Elternteile oder ein allein erziehungsberechtigter Elternteil in den entsprechenden Bereichen tätig sein müssen, um die Voraussetzung zu erfüllen.

15:30 Uhr | Zusammenfassung der Ereignisse bisher

Zwischenstand: Ein kurzer Überblick über die bisherigen Ereignisse des Tages rund um das Coronavirus in Thüringen:

  • Im Freistaat sind alle Veranstaltungen mit mehr als 50 Besuchern untersagt.
  • Die Zahl der bekannten Corona-Fälle in Thüringen ist auf 35 gestiegen.
  • Eine Coronvirus-Infektion wurde aus der Erstaufnahme in Suhl gemeldet. Mehr als 500 Bewohner stehen unter Quarantäne.
  • Aus Supermärkten werden leere Regale und lange Schlangen an den Kassen gemeldet. Zum Wochenende haben offenbar wieder Hamsterkäufe eingesetzt.

Die Entwicklungen im Detail:

15:00 Uhr | Coronavirus erreicht Eichsfeld

Auch im Eichsfeld wurde jetzt ein erster Corona-Fall registriert. Nach Angaben des Landratsamtes befinde sich der Betroffene zu Hause in Isolation. Er weise leichte Symptome der Atemwegserkrankung Covid-19 auf, sein Zustand sei stabil. Im Landkreis Eichsfeld gilt eine Allgemeinverfügung, wonach sich Reiserückkehrer aus Risikogebieten in häusliche Quarantäne begeben müssen. Sie sollen sich beim Gesundheitsamt melden, am besten per E-Mail an hygiene@kreis-eic.de. Mitarbeiter des Amts würden dann Kontakt aufnehmen. Thüringenweit sind bislang 35 Infektionen mit dem Coronavirus bekannt.

14:30 Uhr | Hunderte Menschen in Suhl in Quarantäne

In der vom Coronavirus betroffenen Flüchtlingsunterkunft in Suhl halten sich derzeit 533 Asylbewerber auf. Auf einer Krisensitzung mit Suhls Oberbürgermeister André Knapp und dem Thüringer Minister für Migration, Dirk Adams (Grüne), wurde entschieden, dass alle Bewohner das Gelände der Erstaufnahmeeinrichtung bis auf Weiteres nicht mehr verlassen dürfen, im Haus können sie sich frei bewegen. Zusammen mit dem Wachschutz will die Polizei die Quarantäne strikt durchsetzen. Notfalls dürfe sie da auch Zwang anwenden, so der Suhler Polizeichef Wolfgang Nicolai.

Die Quarantäne wurde verhängt, nachdem ein Bewohner am Freitagabend positiv auf das Virus getetest wurde. Derzeit werden noch sämtliche Kontakte des Mannes ermittelt, um sie ebenfalls zu isolieren. Nach Angaben von Amtsärztin Marion Peterka war der Mann am Freitag in Suhl angekommen. Er wird in der Unterkunft in der Isolierstation behandelt.

14:00 Uhr | Erster Coronavirus-Fall nun auch im Weimarer Land

Im Weimarer Land gibt es einen ersten bestätigten Corona-Fall. Wie eine Sprecherin des Landratsamtes mitteilte, handelt es sich um eine Frau aus Hohenfelden. Die 48-Jährige und eine Kontaktperson stünden unter Quarantäne, sie waren am Dienstag aus dem Urlaub im österreichischen Ischgl zurückgekehrt. Bislang hatte es im Weimarer Land nur Verdachtsfälle gegeben. Als eine der Ersten hatte Landrätin Christiane Schmidt-Rose (CDU) am Freitag eine neue Allgemeinverordnung erlassen. Demnach gelten strengere Regeln für öffentliche Veranstaltungen. Im Kreis sind die Schulen und andere Bildungseinrichtungen bereits ab Montag geschlossen.

13:00 Uhr | Spahn: Einige Reiserückkehrer sollten nun daheim bleiben

Angesichts der Corona-Pandemie sollten sich alle Reiserückkehrer aus Italien, Österreich und der Schweiz nach Empfehlung des Bundesgesundheitsministeriums selbst in Quarantäne begeben. "Wenn Sie innerhalb der letzten 14 Tage in Italien, in der Schweiz oder in Österreich waren: Vermeiden Sie unnötige Kontakte und bleiben Sie zwei Wochen zu Hause", schrieb Minister Jens Spahn auf Twitter. Dies gelte "unabhängig davon, ob Sie Symptome haben oder nicht". Europa ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jetzt weltweit die am schwersten von der Coronavirus-Pandemie betroffene Region der Welt.

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12:45 Uhr | DGB fordert Krisen-Elterngeld für Betroffene

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Hessen-Thüringen hat ein Krisen-Elterngeld für Betroffene von Schul- oder Kitaschließungen gefordert. Die Schließungen in Hessen und Thüringen seien ein wichtiger Beitrag um die Infektionskette zu unterbrechen, sagte der DGB-Vorsitzende für Hessen und Thüringen, Michael Rudolph. "Allerdings stellt dies Eltern insbesondere kleiner Kinder vor enorme Herausforderungen. Auch ihnen muss schnell und unbürokratisch geholfen werden. Daher fordern wir, das Elterngeld für alle Väter und Mütter zu öffnen."

12:40 Uhr | CDU-Fraktion schlägt Corona-Rettungsschirm vor

Die Thüringer CDU-Fraktion fordert unter anderem Corona-Hotlines für Bürger und Unternehmer sowie einen Rettungsschirm für die Thüringer Wirtschaft. "Die Corona-Krise wird eine große Herausforderung für uns alle. Noch sind wir vor der großen Pandemiewelle. Jetzt müssen wir alles dafür tun, diese einzudämmen", erklärte der CDU-Fraktionsvorsitzende Mario Voigt am Samstag. Er habe mit Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) telefoniert und der Landesregierung mit einem Maßnahmenpaket Vorschläge zur Bekämpfung der Corona-Krise in Thüringen unterbreitet. So plädiert die CDU-Fraktion für schnelle Liquiditäts- und Kredithilfen durch die Thüringer Aufbaubank und Hilfe bei der Umsetzung von Kurzarbeit. Coronavirustests von Menschen, die in der öffentlichen Daseinsfürsorge arbeiten - zum Beispiel Rettungskräfte oder Beschäftigte in Sicherheitsbehörden - sollen besonders schnell ausgewertet werden.

12:30 Uhr | Mühlhauen: Gesellenbriefe ohne Feier übergeben

Ohne Sekt und Blumen sind am Samstag in Mühlhausen Zeugnisse an frischgebackene Handwerksgesellen übergeben worden. Trotz abgesagter Freisprechungssfeier hatte sich Kreishandwerksmeister Roland Reichenbach am Vormittag vor dem Audimax der Beruflichen Schulen postiert. Dort überreichte er an zwei Gesellen aus Sonderhausen und Bad Langensalza die Zeugnisse. Beide hatte die kurzfristige Absage nicht rechtzeitig erreicht. Alle anderen Gesellen erhalten ihre Zeugnisse zu einem späteren Zeitpunkt.

Nach zweieinhalb beziehungsweise dreieinhalb Jahren Ausbildung haben insgesamt 23 Männer aus dem Unstrut-Hanisch-Kreis und dem Kyffhäuserkreis die Prüfungen geschafft. Davon fast jeder Dritte ist künftig als Kfz-Mechatroniker tätig.

12:15 Uhr | Suhl nicht mehr bei Verteilung von Flüchtlingen berücksichtigt

Die positiv getestete Person aus der Erstaufnahmeeinrichtung in Suhl ist nach Angaben des Thüringer Migrationsministeriums weiterhin in der Erstaufnahmeeinrichtung - jedoch isoliert und unter ärztlicher Beobachtung. Demnach gebe es genügend Platz für Quarantäne- und Isolierungsmaßnahmen. Die Einrichtung sei für 1200 Bewohner ausgelegt und derzeit nur mit 500 besetzt. Laut Adams wird Thüringen bei dem Easy-System des Bundes für die Erstverteilung von Asylsuchenden vorerst nicht mehr berücksichtigt. "Es kann trotzdem sein, dass noch Leute zu uns auf dem Weg sind. Diese werden empfangen und können sicher untergebracht werden", sagte Adams. Für die Neuankömmlinge sei in einem separaten Gebäude Platz reserviert - getrennt von dem unter Quarantäne stehenden Gebäude.

11:20 Uhr | Corona-Fall in Erstaufnahmeeinrichtung Suhl

In Suhl gibt es den ersten Coronavirus-Fall. Wie die Stadtverwaltung am Sonnabend mitteilte, sei eine Person - die zuvor Symptome gezeigt habe - aus der Erstaufnahmeeinrichtung positiv getestet worden. Gegen 2 Uhr in der Nacht zu Samstag sei die Einrichtung unter Quarantäne gestellt worden. Derzeit halten sich dort rund 500 Flüchtlinge auf. Am Mittag will die Stadt Suhl bei einer Pressekonferenz weitere Informationen zu den aktuellen Entwicklungen bekannt geben.

Die Erstaufnahmeeinrichtung auf dem Suhler Friedberg wurde in der Nacht zum Samstag (14.03.2020) unter Quarantäne gestellt.
Bildrechte: MDR/NEWS5 Syndication UG

Insgesamt gibt es damit 33 bestätigte Corona-Fälle in Thüringen. Nach Angaben des Robert Koch Instituts waren bis Freitagmittag in ganz Deutschland mehr als 3.000 bestätigte Infektionen bekannt. Fünf Menschen starben bisher an den Folgen des Virus.

10:30 Uhr | Corona und Wochenende: Leere Regale im Supermarkt

Auch in Thüringen werden die Regale derzeit offenbar wieder leergekauft. Augenzeugen berichten von langen Schlangen an den Kassen. Eine Verkäuferin aus einem Supermarkt sagte: "Das ist Wahnsinn. Wir kommen mit dem Auffüllen nicht hinterher."

Leere Regale in einem Supermarkt
Bildrechte: MDR/Regina Lang

10:15 Uhr | Was die Coronavirus-Zahlen (derzeit) aussagen

Die Zahl der Menschen, die das Virus überstanden haben, wird aktuell nicht zentral erfasst. Es ist nämlich nicht meldepflichtig, wenn jemand wieder gesund ist. Die Bundesländer gehen unterschiedlich mit dieser Situation um, auch in Mitteldeutschland. In Thüringen soll es demnächst ein tägliches Lagebild geben, in dem auch die Zahl der Menschen mit erfasst werden soll, die wieder gesund sind. Mehr:

09:15 Uhr | Strikte Auflagen auch für kleinere Veranstaltungen

Auch für Ansammlungen mit weniger als 50 Menschen gelten mittlerweile strikte Auflagen. Der Veranstalter habe zu prüfen, ob die Veranstaltung tatsächlich notwendig ist, teilte das Landesverwaltungsamt mit. Demnach solle auch geprüft werden, ob Teilnehmer Erkältungssymptome zeigen oder aus Risikogebieten kommen sowie ob Personen zu Risikogruppen - also etwa mit Vorerkrankungen - gehören. Wer eine solche Veranstaltung plant, muss darüber hinaus:

  • pro Person vier Quadratmeter Aufenthaltsfläche bereitstellen
  • die Teilnehmer über Schutzmaßnahmen wie Handhygiene oder Nies-Etikette informieren
  • die Veranstaltung vorher dem Landesverwaltungsamt anzeigen

09:00 Uhr | Alle Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen untersagt

In Thüringen sind ab sofort alle Veranstaltungen mit mehr als 50 Teilnehmern verboten. In der aktuellen Situation seien solche Versammlungen "aus infektionshygienischer Sicht nicht mehr zu verantworten", heißt in einem Erlass des Thüringer Landesverwaltungsamtes, der zunächst bis 10. April gilt. Veranstaltungen, die dagegen verstoßen, sollen sofort aufgelöst werden.

08:20 Uhr | Corona-Infizierte aus Jena in Quarantäne

Der in Jena auf das Coronavirus getestete Mann war zuvor in einem Risikogebiet. Er habe sich bei seiner Rückkehr in Selbstisolation begeben, teilte die Stadtverwaltung mit. Seine Familienmitglieder und eine weitere Person, mit der er in dem Risikogebiet war, wurden ebenfalls unter Quarantäne gestellt.

Für die infizierte Frau seien sieben Kontaktpersonen ermittelt worden, vier davon in Jena. Diese Menschen und die Frau müssen auch zu Hause bleiben. In Thüringen sind damit insgesamt 32 Corona-Fälle gemeldet.

08:15 Uhr | Erste Coronavirus-Fälle in Jena

Wie die Stadtverwaltung mitteilte, sind in Jena die ersten Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Eine Frau und ein Mann seien positiv getestet worden. Beide Fälle stünden nicht miteinander im Zusammenhang.

08:00 Uhr | Ticker zum Coronavirus in Thüringen am Samstag

Guten Morgen! Auch heute halten wir Sie wieder über die aktuellen Entwicklungen rund um das Coronavirus und seine Auswirkungen auf Thüringen auf dem Laufenden. Weitere wichtige Informationen und Telefonnummern, Hintergründe und aktuelle Nachrichten zu Corona finden Sie auf unserer Übersichtsseite.

Was bisher geschah | Liveticker vom Freitag zum Nachlesen

Auch am Freitag beherrschte das Coronavirus die Nachrichtenlage in Thüringen. Die wichtigsten Ereignisse:

  • Ab Dienstag werden alle Schulen und Kindergärten in Thüringen geschlossen.
  • An den Thüringer Hochschulen wird der Semesterstart verschoben.
  • Mehrere Kliniken in Thüringen haben ein Besuchsverbot erlassen.
  • In Erfurt und Weimar sind alle Veranstaltungen untersagt. Begrenzungen der Teilnehmerzahlen gelten auch in allen anderen Regionen des Freistaats.
  • Die Zahl der Coronavirus-Infektionen stieg bis zum frühen Freitagabend auf 30.

Alle Entwicklungen können Sie im Detail hier im Liveticker vom Freitag, dem 13. März, nachlesen.

Quelle: MDR THÜRINGEN/maf

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 14. März 2020 | 19:00 Uhr

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