Liveticker vom 17.03.2020 Coronavirus in Thüringen: Zweiter Fall im Ilm-Kreis

Um die Verbreitung des Coronavirus zu hemmen, wird das öffentliche Leben in Thüringen mehr und mehr eingeschränkt. Schulen und Kindergärten sind seit Dienstag geschlossen, Busse und Bahnen fahren eingeschränkt. Die aktuellen Corona-Entwicklungen können Sie hier im Liveticker verfolgen.

Ein Polizist steht am 09.05.2014 an seinem Arbeitsplatz in der Landeseinsatzzentrale der Landespolizeidirektion Erfurt (Thüringen).
Landeseinsatzzentrale der Polizei in Erfurt Bildrechte: dpa

21:45 Uhr | Ticker-Ende

Hiermit endet unser Nachrichten-Ticker zum Thema Coronavirus vom Dienstag, den 17. März 2020. Wir wünschen Ihnen einen schönen Abend und: Kopf hoch! Den nachfolgenden Ticker für Mittwoch, 18. März 2020 finden Sie hier:

21:30 Uhr | Veranstaltungsbranche wird hart getroffen

18:59 Uhr | Zweiter Fall im Ilm-Kreis

Das Landratsamt des Ilm-Kreises meldet einen zweiten bestätigten Fall einer Coronavirus-Infektion im Landkreis. Es handele sich um eine 36-jährige Frau aus dem südlichen Ilm-Kreis. Da ihre Erkrankung einen eher leichten Verlauf habe, befinde sich die Frau in häuslicher Quarantäne, so die Kreisverwaltung. Die Frau war in Tirol im Urlaub gewesen und mit einer infizierten Person in Kontakt gekommen. Eine weitere Person aus dem Ilm-Kreis, die ebenfalls zu der Reisegruppe gehörte, ist den Angaben zufolge nicht infiziert worden.

18:57 Uhr | Ramelow empfiehlt: Haare ruhig mal wachsen lassen

Welche Geschäfte dürfen in Thüringen geöffnet bleiben und welche müssen ab Mittwoch schließen? Antworten dazu von Ministerpräsident Bodo Ramelow von heute Nachmittag:

18:55 Uhr | Experten-Chat zum Thema Reiserecht

18:43 Uhr | Unstrut-Hainich-Kreis: Alle Urlaubsrückkehrer in Quarantäne

Im Unstrut-Hainich-Kreis müssen sich ab Mitternacht alle Heimkehrer aus dem Urlaub in häusliche Quarantäne begeben. Nach Mitteilung des Landratsamtes betrifft das sowohl Einwohner, die im Inland in den vergangenen Tagen Urlaub gemacht haben als auch jene, die im Ausland waren. Sie sollen sich nach ihrer Heimkehr zum nächstmöglichen Zeitpunkt (Mo-Fr 9-18 Uhr) beim Gesundheitsamt unter der Telefon-Hotline 03601 - 80 22 22 melden.

17:52 Uhr | Polizei empfiehlt Erstattung von Anzeigen per E-Mail

Die Thüringer Polizei reagiert weiter auf die Empfehlungen der Behörden, zur Vermeidung einer Ausbreitung des Coronavirus die persönlichen Kontakte zu anderen Personen einzuschränken. Sie weist daher auf die Möglichkeit hin, Anzeigen per E-Mail zu erstatten. Jede Landespolizeiinspektion in Thüringen sowie die Autobahnpolizeiinspektion verfügen über eine eigene E-Mail-Adresse. Bürgerinnen und Bürger, die ihre zuständige Landespolizeiinspektion kennen, wenden sich bitte per E-Mail direkt dorthin. Andernfalls können sie sich auch an die Landespolizeidirektion wenden. In der Betreffzeile der Mail soll das Wort "Anzeige" stehen.

Per E-Mail erstattete Anzeigen sollten folgende Angaben enthalten:

  • Wer meldet den Sachverhalt? (Name, Adresse, Telefonnummer - Besonders wichtig für die Kontaktaufnahme mit Ihnen)
  • Was ist passiert? (Schilderung des Tathergangs)
  • Wann ist es passiert? (Datum und Uhrzeit, bzw. Tatzeit von - bis)
  • Wo ist es passiert? (Tatort, Straße und Haus-Nr., bzw. so genau wie möglich)
  • Womit wurde die Tat verübt? (Tatmittel, Tatwerkzeug)
  • Warum wurde die Tat verübt? (vermutliches Tatmotiv)
  • Welche Zeugen gab es? (Namen von Zeugen, Beschreibungen, sonstige Hinweise) - Welche Schäden sind entstanden? (Gesundheitsschäden benennen, ärztl. Behandlung?, Höhe von Sach- und Beuteschäden?


Das sind die Mailadressen:

  • Landespolizeiinspektion Erfurt: poststelle.lpi.erfurt@polizei.thueringen.de
  • Landespolizeiinspektion Gera: poststelle.lpig@polizei.thueringen.de
  • Landespolizeiinspektion Gotha: poststelle.lpigotha@polizei.thueringen.de
  • Landespolizeiinspektion Jena: poststelle.lpi.jena@polizei.thueringen.de
  • Landespolizeiinspektion Nordhausen: poststelle.lpinordhausen@polizei.thueringen.de
  • Landespolizeiinspektion Saalfeld: poststelle.lpislf@polizei.thueringen.de
  • Landespolizeiinspektion Suhl: lpi.suhl@polizei.thueringen.de
  • Autobahnpolizeiinspektion: poststelle.api@polizei.thueringen.de
  • Landespolizeidirektion in Erfurt: poststelle.lpd@polizei.thueringen.de

17:48 Uhr | Hinweis zur Zahl der Infizierten in Thüringen

"Wieviel Corona-Fälle sind es denn nun in Thüringen?" Wer sich dafür interessiert, wieviel Corona-Erkrankte inzwischen in Thüringen stationär versorgt oder in Quarantäne sind, findet im Netz unterschiedliche Angaben. Das hat einen einzigen Grund: Es hängt davon ab,  wann die Zahlen erfasst und wann sie weiter gemeldet werden. Gesammelt werden die Daten in den Gesundheitsämtern in den Städten und Landkreisen. Gemeldet werden sie von dort an das Landesamt für Verbraucherschutz. Das Amt gibt die Daten an das RKI in Berlin und die Landesregierung Thüringen. Die beispielsweise veröffentlicht gegen 16 Uhr ihr Tagesbulletin. Die Zahlen am Dienstag spiegelten die Daten von 11 Uhr wieder. MDR THÜRINGEN bemüht sich, anhand der Angaben aus den Behörden vor Ort, unsere Karte aktuell zu halten.

16:59 Uhr | Regelung für Kinder-Notbetreuung präzisiert

Das Thüringer Bildungsministerium hat den Kreis der Berufsgruppen für eine Kinder-Notbetreuung präzisiert. In Gruppe A - den generell berechtigten Eltern - sind demnach die Beschäftigten im Gesundheitsbereich und in der öffentlichen Sicherheit. Zu diesen gehören laut Ministerium auch Ergo-, Physio- und Psychotherapeuten und JVA-Personal sowie Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr. In der Gruppe B ist das Personal in Betrieben der kritischen Infrastruktur aufgeführt. Das sind zum Beispiel die Grundversorger, Personenverkehr, Lebensmittel-Betriebe, Reinigungspersonal und Betriebe mit größeren Tierbeständen. Für diese Eltern werde im Einzelfall eine Notbetreuung geprüft, wenn beide in einem solchen Betrieb arbeiten und dort zwingend gebraucht werden, so das Ministerium weiter.

16:52 Uhr | Wie werden Unternehmen und Bürger steuerlich unterstützt?

16:40 Uhr | Zweiter Fall im Unstrut-Hainich-Kreis

Im Unstrut-Hainich-Kreis hat sich ein zweiter Corona-Verdacht bestätigt. Auch hier handele es sich um eine Reiserückkehrerin, sagte Landrat Harald Zanker am Nachmittag. Die ältere Alleinstehende sei in hausärztlicher Versorgung und häuslicher Quarantäne. Fünf Kontaktpersonen seien ermittelt.

16:30 Uhr | Jena legt weitere Risikogebiete fest

Die Stadt Jena hat die Corona-Risikogebiete eigenständig erweitert. Laut einer ab Mittwoch geltenden Allgemeinverfügung zählen in Jena nun ganz Österreich, die Schweiz, Frankreich, Spanien und die USA als Risikogebiete - und nicht nur einzelne Landesteile wie Tirol oder die spanische Hauptstadt Madrid. Zudem gelten auch weiter die vom Robert-Koch-Institut (RKI) benannten Länder Italien, Iran, China und Südkorea als Risikogebiete. Alle Rückkehrer aus diesen Ländern müssen sich sofort in häusliche Quarantäne begeben, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. Das gelte auch für Personen, die sich innerhalb der letzten zwei Wochen in diesen Gebieten aufgehalten haben. Dabei sei die Aufenthaltsdauer unwichtig, auch Durchreisen gelten als Quarantänegrund. Die Stadtverwaltung begründet den drastischen Schritt damit, dass Jena durch die Hochschulen, Institute und die ansässigen Unternehmen besonders international geprägt sei.

16:10 Uhr | Dritter Infizierter im LK Schmalkalden-Meiningen

Das Landratsamt des Kreises Schmalkalden-Meiningen meldet einen dritten Fall von Infektion mit dem Coronavirus. Betroffen sei ein Mann mittleren Alters aus der Werratal-Region. Er befinde sich seit seiner Rückkehr aus einem Risikogebiet in häuslicher Quarantäne.

15:49 Uhr | Sechs Infizierte in Weimar

In der Stadt Weimar gibt es inzwischen sechs Corona-Fälle. Wie Amtsärztin Isabelle Oberbeck sagte, wird keiner der Betroffenen stationär behandelt. Alle sind in Quarantäne. Die Fallzahl steige jedoch täglich an. Ein zusätzlicher Fall habe kein eindeutiges Ergebnis gebracht. Ein Arzt aus der Weimarer Notaufnahme müsse ein zweites Mal auf das Virus getestet werden, hieß es. In der Klassikerstadt sind nach derzeitigem Stand knapp 240 Menschen häuslich isoliert. Die meisten von ihnen seien Rückkehrer aus Risikogebieten, hieß es.

14:54 Uhr | Vier Infizierte im Saale-Holzland-Kreis

Im Saale-Holzland-Kreis ist eine weitere Infektion mit dem Corona-Virus nachgewiesen worden. Laut Landratsamt handelt es sich um eine Frau mit leichten Symptomen. Das Gesundheitsamt hat häusliche Quarantäne angeordnet und ermittelt jetzt Kontaktpersonen. Im Saale-Holzland-Kreis gibt es damit jetzt vier bestätigte Corona-Infektionen.

14:52 Uhr | 71 Fälle von Corona-Infizierten in Thüringen

Nach Angaben von Gesundheitsministerin Heike Werner gibt es derzeit im Freistaat 71 bekannte Fälle von Infektionen mit dem Coronavirus (Stand: 17.03.2020, 11 Uhr). Davon sind sieben Betroffene in stationärer Behandlung.

14:45 Uhr | Theater Meiningen: vorerst keine Vorstellungen

Das Meininger Theater stellt bis zum 19. April seinen Spielbetrieb ein. Wie eine Theatersprecherin sagte, sind davon auch Führungen, Sonderveranstaltungen und Gastspiele an anderen Häusern betroffen. Ebenso geschlossen bleibt die Tageskasse. Telefonisch und per E-Mail ist die Theaterkasse aber noch erreichbar. Karten können auch rückwirkend zurückgegeben werden. Die Bearbeitung könne in der außergewöhnlichen Situation gerade aber länger dauern. Dafür bitte die Bühne um Verständnis.

14:15 Uhr | Nordhausen: Besucher müssen draußen bleiben

14:02 Uhr | Flix-Bus stellt ab Mitternacht Betrieb ein

Der Fernbusanbieter Flixbus stellt seinen Betrieb bis auf weiteres ab Mitternacht ein. Alle nationalen sowie grenzüberschreitenden Verbindungen von und nach Deutschland fallen damit weg.

13:51 Uhr | Minister Holter: Abiturprüfungen ermöglichen

Bildungsminister Helmut Holter (Linke) geht davon aus, dass Schülerinnen und Schüler in Thüringen ihre Abiturprüfungen ablegen können. Zwei Nachschreibetermine seien vorbereitet. Sollten diese Termine aufgrund der Corona-Pandemie nicht eingehalten werden können, sollen neue Termine angeboten werden. Wichtig sei, dass den Schülern ermöglicht werde, notwendige Leistungsnachweise zu erbringen. Dazu sei auch eine gute Kommunikation wichtig. Jeder Lehrer in Thüringen solle daher die eingerichteten dienstlichen Mailadressen aktivieren. "Das hat noch nicht jeder Lehrer gemacht", so Holter.

13:46 Uhr | Bauern fordern Kinder-Notfallbetreuung ein

Die Thüringer Landwirte sehen ihre Arbeit aufgrund fehlender Kinder-Notfallbetreuung gefährdet. Ihre Branche sei bislang nicht in den Plänen berücksichtigt, heißt es auf der Internetseite des Thüringer Bauernverbandes. Deshalb käme nach aktuellen Stand nur im Einzelfall eine Notfall-Betreuung infrage. Der Sprecher des Bauernverbandes, Axel Horn, sagte MDR THÜRINGEN, die Sorgen deshalb seien groß, denn auch in Zeiten der Coronakrise müssten beispielsweise Milchkühe gemolken und viele andere Tiere versorgt werden. Die Sprecherin des Landwirtschaftsministeriums, Antje Hellmann, sagte, das Ministerium wolle sich mit dem Bildungsminsterium dazu abstimmen. Sie stellt in Aussicht, dass Listen mit Anspruchsberechtigten nachgereicht werden.

13:40 Uhr | Landgericht Erfurt sagt ersten Prozess ab

Das Landgericht Erfurt hat wegen der Corona-Pandemie einen ersten Prozess abgesagt. Das habe die Vorsitzende Richterin aus Schutz aller Beteiligten entschieden, sagte ein Gerichtssprecher MDR THÜRINGEN. Bei dem Prozess handelt es sich um sexuellen Missbrauch von Schutzbefohlenen. Das Strafverfahren sollte am 26. März beginnen. Alle anderen Verfahren würden derzeit wie geplant stattfinden. Die Situation könne sich allerdings täglich ändern.

13:33 Uhr | Ministerin Werner: Bei Symptomen erst Termin vereinbaren

Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) weist in der Regierungspressekonferenz darauf hin, dass sich Personen mit Symptomen einer Coronainfektion bei ihrem Hausarzt melden sollen - besonders, wenn sie Kontakt zu infizierten Personen hatten oder sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben. In solchen Fällen seien Tests angebracht. Wichtig sei, dass vorher ein Termin abgesprochen werde - und möglicherweise Betroffene nicht direkt in eine Arztpraxis gehen.

#MDRklärt Sechs wichtige Tipps, die Sie vor dem Coronavirus schützen

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, hat das Robert-Koch-Institut Tipps veröffentlicht, wie sich Bürger selbst schützen können. Atemschutzmasken werden nur für Medizinisches Personal empfohlen.

3 wichtige Tipps, die dich vor dem Coronavirus zu schützen  Menschen mit Mundschutz in Mailand
Bildrechte: imago images/Pacific Press Agency
3 wichtige Tipps, die dich vor dem Coronavirus zu schützen  Menschen mit Mundschutz in Mailand
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1. Häufiges Händewaschen mit Seife, mindestens 20 Sekunden lang
Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk
2. Zu hustenden/niesenden Personen 1 bis 2 Meter Abstand halten
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3. In die Ellenbeuge niesen und Husten
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4. Papiertaschentücher sofort entsorgen.
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5. Handy und Brille regelmäßig reinigen.
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6. Auf Händeschütteln verzichten.
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Texttafel: "Mehr Erklärgrafiken und -videos auf Instagram @mdrklaert"
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Dieses Thema im Programm:
MDR SACHSEN-ANHALT –
Das Radio wie wir | 27. Februar 2020 | 05:00 Uhr
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13:24 Uhr | Bodo Ramelow: Unternehmen wird geholfen

Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) ruft dazu auf, die Ausbreitung des Coronavirus so weit wie möglich einzuschränken. "Wachsam und sorgsam sein" - dies sei sein Appell an die Bevölkerung. Angesichts der aktuellen Einschnitte sagte Ramelow in Erfurt: "Wir wollen, dass keinem Unternehmen die Luft ausgeht, aber wir müssen versuchen, die Infektionsketten zu unterbrechen."

13:12 Uhr | Keine neuen Corona-Infektionen in Erfurt

In Erfurt gibt es aktuell keine neuen Corona-Infektionen. Die am Dienstagmorgen eingegangenen Corona-Testergebnisse seien alle negativ, teilte das Gesundheitsamt mit. Damit gibt es in Erfurt nach Stadtangaben 16 Corona-Infizierte. Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD) warnte jedoch davor, das als Entwarnung zu sehen. Wichtig sei, dass alle diszipliniert sind und zu Hause bleiben oder auf Arbeit und beim Einkaufen weitestgehend Abstand zueinander halten, damit die Infektionsketten gestoppt werden. Besonders wichtig sei, dass Österreich-Heimkehrer nicht die Quarantäne-Vorgaben missachten.

12:00 Uhr | Livestream: Ramelow und Minister informieren zur Corona-Situation

Bei der Regierungspressekonferenz in Thüringen geht es diesen Dienstag nur um ein Thema: die Corona-Pandemie. MDR THÜRINGEN überträgt ab etwa 13 Uhr im Livestream. Ministerpräsident Bodo Ramelow, Gesundheitsministerin Heike Werner und Bildungsminister Helmut Holter wollen über die Situation in Thüringen und über mögliche Folgen informieren und Fragen beantworten. Um eine Ansteckungsgefahr möglichst kleinzuhalten, soll der Veranstaltungssaal- anders als üblich - nur den Medien vorbehalten sein. Zeitungen, Hörfunk und Fernsehen sollen möglich nur einen Mitarbeiter schicken.

11:26 Uhr | Ikea schließt Einrichtungshaus in Erfurt

Ikea-Möbel aufbauen
Ikea-Möbel gibt's bis auf Weiteres nur online zu kaufen. Bildrechte: Colourbox.de

Ikea hat bundesweit alle Einrichtungshäuser geschlossen. Wie das Unternehmen mitteilte, soll die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus so gering wie möglich gehalten werden. Zum Schutz von Mitarbeitern und Kunden sollen die Möbelhäuser deshalb bis auf Weiteres geschlossen bleiben.

11:22 Uhr | Suhler Tafel bleibt geöffnet - mit Einschränkungen

Die Suhler Tafel bleibt trotz der Coronakrise in dieser Woche geöffnet. Wie eine Sprecherin MDR THÜRINGEN mitteilte, müssen Bedürftige aber mit Einschränkungen rechnen. Demnach dürfen Abholer die Ausgabestelle im Familienzentrum "Die Insel“ nicht betreten. Mitarbeiter nehmen Taschen entgegen und befüllen sie. Ziel sei es, persönliche Kontakte so gut es geht zu vermeiden. Nach Angaben der Tafel seien Lebensmittel bislang noch vorhanden; allerdings werden einzelne Waren wie Brot zunehmend knapp. In Zella-Mehlis hingegen fällt die Ausgabe bis auf Weiteres zum Schutz der Mitarbeiter allerdings ausfallen.

11:18 Uhr | Gotha begrenzt Zahl der Trauernden bei Beisetzungen

Blumen vor einem Grabstein.
Beerdigungen mit zahlreichen Trauergästen sind in Gotha vorerst nicht gestattet. Bildrechte: Colourbox.de

Als erste Stadt in Thüringen stoppt Gotha wegen der Coronakrise Trauerfeiern auf Friedhöfen. Beigesetzt werde nur noch am Grab im engsten Familienkreis mit maximal zehn Personen, teilte ein Stadtsprecher mit. Personen mit Husten und Schnupfen würden ausgeschlossen. Außerdem ordnete die Stadtverwaltung an, dass alle, die an einer Beisetzung teilnehmen, schriftlich mitteilen, dass sie sich in den letzten 14 Tagen nicht in einem Risikogebiet aufgehalten und keinen Kontakt zu rückkehrenden oder infizierten Personen gehabt haben. Außerdem soll es bis auf Weiteres keine Aufbahrungen mehr geben.

11:04 Uhr | Weiterer Coronafall im Weimarer Land

Im Weimarer Land gibt es einen zweiten bestätigten Coronafall. Wie das Landratsamt mitteilte, gehört die erkrankte Person zur Coronavirus-Risikogruppe und wird stationär in der Uniklinik Jena behandelt. Das Gesundheitsamt ermittle momentan die Kontaktpersonen. Am Wochenende meldete das Weimarer Land eine erste am Coronavirus erkrankte Person. Die Frau aus Hohenfelden hatte sich zuvor in Österreich aufgehalten.

10:44 Uhr | Köche und Kellner: Gewerkschaft fordert mehr Kurzarbeitergeld

Die Thüringer Gaststättengewerkschaft NGG fordert in der Coronakrise ein höheres Kurzarbeitergeld für Beschäftigte im Gastgewerbe. Wegen geschlossener Restaurants und leeren Hotels könnten die meisten Kellner, Köche und Hotelfachangestellte nicht arbeiten. Das Kurzarbeitergeld von derzeit 60 Prozent des ohnehin oft geringen Einkommens würde kaum zum Leben reichen, sagte Jens Löbel von der NGG-Region Thüringen. Die Gewerkschaft ruft den Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) dazu auf, per Tarifvertrag eine deutliche Aufstockung des Kurzarbeitergeldes für die Branche auf den Weg zu bringen. Etwa 33.000 Menschen sind in Thüringen im Gastgewerbe beschäftigt.

Menschen sitzen in einer Kneipe
Gehört vorerst der Vergangenheit an: eine volle Kneipe. Bildrechte: Carsten Schenker

10:25 Uhr | Saalfeld plant Nothilfe-Fonds

Die Stadtverwaltung in Saalfeld hat ein Nothilfe-Telefon für die Koordinierung von Hilfsangeboten eingerichtet. Wie ein Stadtsprecher mitteilte, können Einwohner von 9 bis 16 Uhr anrufen und mitteilen ob sie Hilfe beim Einkaufen oder bei anderen Erledigungen brauchen - oder ob sie für andere Menschen einkaufen gehen können. Außerdem möchte Bürgermeister Steffen Kania (CDU) einen Nothilfe-Fonds in Höhe von rund 100.000 Euro einrichten. Damit soll Menschen, die durch die Coronakrise hilfsbedürftig werden, unbürokratisch geholfen werden. Der Stadtrat will am 25. März darüber abstimmen.

10:03 Uhr | Telefonnetz der Arbeitsagenturen überlastet

Aufgrund zahlreicher Anrufe ist das Telefonnetz der Arbeitsagenturen und Jobcenter in Thüringen überlastet. Weil wegen der Coronakrise niemand mehr persönlich in die Agenturen kommen soll, habe sich die Zahl der Anrufe in den vergangenen Tagen verzehnfacht, teilte eine Sprecherin mit. Anrufe sollen nur in Notfällen getätigt werden. Alle anderen sollten sich gedulden, es entstünde niemandem ein Nachteil. Um das Telefonnetz zu entlasten, wollen die Arbeitsagenturen und Jobcenter nun auch lokale Rufnummern schalten.

09:42 Uhr | Immer mehr ehrenamtliche Helfer in Nordthüringen

In Nordthüringen organisieren sich immer mehr ehrenamtliche Corona-Hilfsgruppen. In den vergangenen drei Tagen haben sich allein in Sondershausen fast 1.300 Menschen gemeldet, die Hilfe beim Einkaufen, Gassi gehen oder bei der Kinderbetreuung anbieten. Auch in Bad Langensalza, in Nordhausen und im Eichsfeld wurden solche Nachbarschaftsinitiativen ins Leben gerufen.

09:16 Uhr | Dürer-Ausstellung wegen Coronakrise beendet

Außenansicht des Kunsthaus-Gebäudes in Apolda
Erstmal zu: Das Kunsthaus Apolda Bildrechte: MDR/Conny Mauroner

Das Kunsthaus Apolda hat seine Albrecht-Dürer-Ausstellung vorzeitig beendet. Das Haus bleibe vor dem Hintergrund der Coronakrise bis zum 24. April geschlossen, teilte das Landratsamt mit. Die Dürer-Ausstellung war den Veranstaltern zufolge auf dem Weg, die erfolgreichste Schau des Kunsthaus-Vereins zu werden. Innerhalb eines Monats wurden mehr als 10.000 Besucher gezählt.

08:50 Uhr | Rudolstadt-Festival: Kartenvorverkauf gestoppt

Die Veranstalter des Rudolstadt-Festivals haben den Kartenvorverkauf aufgrund der Coronakrise vorerst gestoppt. Wie ein Stadtsprecher mitteilte, sei die Lage unvorhersehbar. Die Veranstalter hoffen aber, dass das Festival stattfinden kann. Derzeit sei es noch zu früh für eine Absage. Zu Deutschlands größtem Festival für Folk, Roots und Weltmusik werden Anfang Juli pro Tag etwa 25.000 Besucher erwartet. Für dieses Jahr sind bereits 12.000 Dauerkarten seien bereits verkauft worden.

08:38 Uhr | Evag stellt auf Ferienfahrplan um

Die Straßenbahnen und Busse in Erfurt verkehren aufgrund der Schließung von Kindergärten und Schulen ab Dienstag nach Ferienfahrplan. Wie die Evag mitteilte, fallen "alle als Schulfahrten gekennzeichnete Fahrten" weg. Zudem bleibe das Evag-Mobilitätszentrum ab Dienstag auf unbestimmte Zeit geschlossen. Telefonisch sind die Mitarbeiter erreichbar unter Tel. (0361) 564 4644.

08:25 Uhr | Drei neue bestätigte Coronafälle in Jena

In Jena gibt es drei neue bestätigte Corona-Fälle. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, handelt es sich um zwei Infizierte, die aus Risikogebieten zurückgekehrt sind. Bei einer der Infizierten handelt es sich um eine Mitarbeiterin der Wacker Biotech GmbH in Jena. Die Mitarbeiter am Standort in Jena wurden ins Homeoffice geschickt worden. Das Unternehmen hat in Jena rund hundert Mitarbeiter und entwickelt Biopharmazeutika. Insgesamt gibt es damit in Jena zwölf bestätigte Corona-Infektionen - Stand Montagabend. In ganz Thüringen wurden bisher etwa 70 Fälle bestätigt.

07:25 Uhr | Schulen und Kindergärten geschlossen - Aber keine Ferien

Thüringer Schulen und Kindergärten sind seit Dienstag zu. Bildungsminister Helmut Holter (Die Linke) wies gleichzeitig darauf hin, dass es sich nicht um Ferien handelt. Die Schüler sollen von zu Hause lernen. Betroffen sind rund 250.000 Schüler und Berufsschüler. Die Schulen sind zunächst bis zum Ende der Osterferien am 17. April geschlossen. Für Eltern, die unter anderem als Ärzte, Pfleger, Polizisten oder Feuerwehrleute arbeiten, gibt es eine Notbetreuung für deren Kinder.

07:10 Uhr | Bus- und Bahnverkehr ab Dienstag eingeschränkt

In Thüringen fahren Busse und Bahnen ab Dienstag nur noch eingeschränkt. Grund seien die sinkenden Fahrgastzahlen aufgrund des Coronavirus, teilte eine Bahn-Sprecherin MDR THÜRINGEN mit. Zudem erwarte man bei der Bahn, dass sich wegen der geschlossenen Schulen eine Reihe von Mitarbeitern nicht zum Dienst melden werden. Deshalb soll ab Dienstag der Sonntagsfahrplan gelten. Fernzüge sind nicht betroffen. Sie fahren planmäßig.

07:00 Uhr | Ticker zum Coronavirus in Thüringen am Dienstag

Guten Morgen! Auch heute versorgen wir Sie wieder mit aktuellen Informationen, Nachrichten, Hintergründen und Beiträgen zum Thema Coronavirus. Das öffentliche Leben in Thüringen wird weiter verlangsamt, um eine schnelle Ausbreitung des Virus zu verhindern. So sind ab Dienstag alle Schulen und Kindergärten geschlossen, auch wird der Bus- und Bahnverkehr weiter eingeschränkt. Mit unserem Ticker halten wir Sie auf dem Laufenden.

Wichtige Telefonnummern sowie aktuelle Nachrichten und Hintergründe zu Corona in Thüringen finden Sie auf unserer Übersichtsseite. Weitere Informationen - auch zur überregionalen Situation - bietet MDR Aktuell im Schwerpunkt "Das neue Coronavirus".

Was bisher geschah | Liveticker vom Montag zum Nachlesen

  • Laut Angaben der Thüringer Staatskanzlei ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen in Thüringen auf 55 Personen gestiegen.
  • Aufgrund eines Erlasses der Landesregierung sind ab Mittwoch alle öffentlichen Einrichtungen zu schließen. Gaststätten dürfen unter verschärften Auflagen weiterhin öffnen.
  • Das Opelwerk in Eisenach schließt ab Dienstag für zehn Tage

Alle Entwicklungen können Sie im Detail hier im MDR-THÜRINGEN-Liveticker vom Montag, dem 16. März, nachlesen.

Quelle: MDR THÜRINGEN/jml,mm

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Die Nachrichten | 17. März 2020 | 14:00 Uhr

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