Liveticker vom 20.03.2020 Coronavirus in Thüringen: Jena verbietet Aufenthalt an öffentlichen Orten

Das öffentliche Leben wird weiter heruntergefahren, um die Corona-Verbreitung zu brechen. Ordnungsämter und Polizei kontrollieren, ob die Auflagen in Thüringen eingehalten werden. Bei Verstößen drohen Geldstrafen. Die erste Strafanzeige wurde verhängt. In Jena wurde am Freitag eine "Ausgangssperre light" verhängt. Und ein am Freitag verstorbener Mann war mit dem Coronavirus infiziert. Allerdings ist das Virus als Todesursache bislang nicht bestätigt.

So ging es weiter | Ticker vom Sonnabend, 21. März 2020

Die weitere Entwicklung finden Sie hier im Ticker für Sonnabend, 21. März 2020.

22:45 Uhr | Ticker-Ende

Wir schießen diesen Ticker und wünschen Ihnen eine gute Nacht. Passen Sie auf sich und Ihre Mitmenschen auf!

21:45 Uhr | Verstorbener in Jena war mit Coronavirus infiziert

Ein am Freitag in Jena gestorbener 83-jähriger Mann war mit dem Coronavirus infiziert. Das bestätigte ein Sprecher der Stadtverwaltung von Jena am Abend. Der Mann und seine Ehefrau seien positiv auf das Virus getestet worden. Allerdings habe das Testergebnis erst nach dem Tode des Mannes vorgelegen. Es sei bislang auch noch unklar, ob das Virus die Todesursache war. Der Mann habe Vorerkrankungen gehabt.

20:30 Uhr | Stadt Jena erlässt "Ausgangssperre light"

Die Stadt Jena hat ihre Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus weiter verschärft. Am Freitagabend teilte die Stadtverwaltung mit, dass nun ein allgemeines Betretungsverbot für öffentliche Orte bestehe. Dazu zählen laut Mitteilung Straßen, Gehwege, Plätze, öffentliche Grünflächen, Parkanlagen, Parkplätze und der Stadtwald. Ziel dieses Verbots sei "die strikte Vermeidung des Zusammentreffens von Menschen in Gruppen".

Jedoch soll es laut Stadtverwaltung Ausnahmen geben. Wer einkaufen oder zum Arzt will, andere Personen pflegt oder mit dem Hund Gassi gehen will, soll dies tun dürfen. Auch Familien-Spaziergänge sollen möglich sein. Wie das im Einzelnen gehandhabt werden soll, wird in der Mitteilung der Stadtverwaltung nicht erläutert. In Jena sind derzeit 45 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

20:16 Uhr | Bericht über Kontrollen in Gotha

18:45 Uhr | Drei Infizierte im Landkreis Sonneberg

Tagelang war der Landkreis im Süden des Freistaates corovonavirusfrei - nun gibt es auch im Kreis Sonneberg drei bestätigte Infektionsfälle. Laut Landratsamt wurde das Virus bei einer Frau und zwei Männern nachgewiesen. Allen drei Betroffenen gehe es gut, sie zeigten nur leichte Symptome und befänden sich in häuslicher Quarantäne, hieß es am Freitagabend. Die betroffene Frau war in der Lombardei im Urlaub gewesen, einer der infizierten Männer in Südtirol. Der andere Mann hatte sich kurrzeitig in Nordrhein-Westfalen aufgehalten.

18:00 Uhr | Enorme Nachfrage bei Aufbaubank

Thüringer Aufbaubank
Zentrale der Thüringer Aufbaubank in Erfurt Bildrechte: MDR/Dirk Reinhardt

Die Thüringer Aufbaubank erweitert ihr Beratungsangebot für Unternehmen im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Derzeit erreichten täglich bis zu 1.000 Anrufe das Kundencenter, teilt die Bank mit. Deshalb würden die Sprechzeiten des Kundencenters erweitert. Dieses ist unter der kostenlosen Corona-Hotline 0800 - 534 56 76 von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr und samstags von 8 bis 13 Uhr erreichbar.

Die Ausbreitung des Coronavirus macht immer mehr Unternehmen und Selbständigen in Thüringen wirtschaftlich zu schaffen. Lieferketten sind unterbrochen oder Kunden bleiben wegen erzwungener Schließung von Geschäften weg - und damit auch Umsätze. Das Thüringer Wirtschaftsministerium erwartet einen Gesamtschaden für die Thüringer Wirtschaft von bis zu 1,5 Milliarden Euro. Es will unter anderem durch eine Ausweitung des Kreditprogramms der Aufbaubank den betroffenen Unternehmen helfen.

17:38 Uhr | Über 2.700 Kinder in Notbetreuung

In Thüringen sind seit Dienstag mehr als 2.700 Kinder notbetreut worden. Die meisten davon in Kindergärten, wie das Bildungsministerium mitteilte. Von den 95.000 Kindergarten-Kindern seien knapp 2.200 notbetreut worden. Die Zahlen aus den Landkreisen Nordhausen und Greiz seien da noch nicht dabei.

Die Schulen kümmerten sich um knapp 550 Kinder. In Thüringen gibt es insgesamt etwa 240.000 Schüler. Die Notbetreuung gilt für Kinder, deren Eltern in systemrelevanten Berufen wie in der Medizin oder bei der Polizei arbeiten. Seit Dienstag sind in ganz Thüringen Schulen und Kindergärten geschlossen, um die Ausbreitung des Corona-Virus zu bremsen.

17:31 Uhr | Gera schließt Hofwiesenpark

Die Stadt Gera schließt ihren Hofwiesenpark und den Küchengarten. Damit sollen laut Stadtverwaltung die Sicherheitsvorgaben bezüglich einer Virusausbreitung verschärft und die Einwohner vor näheren Kontakten geschützt werden.

Hintergrund ist, dass sich in den Parkanlagen immer wieder Familien und Gruppen getroffen haben. Der vorgegebene Sicherheitsabstand von mindestens 1,50 Metern zwischen Personen sei häufig nicht eingehalten worden, hieß es. Oberbürgermeister Julian Vonarb appellierte an die Geraer, die Sicherheitsvorgaben ernst zu nehmen und auf sich und die Mitmenschen zu achten.

17:04 Uhr | Zahl der Corona-Kranken im Weimarer Land verdoppelt

Im Weimarer Land hat sich die die Zahl der bestätigten Corona-Fälle innerhalb eines Tages verdoppelt. Das Landratsamt meldet Freitagnachmittag zwölf Infizierte. Am Vortag waren es sechs. Wie es weiter hieß, befinden sich aktuell 71 Kontaktpersonen in Quarantäne, zudem sind 228 Menschen in häuslicher Isolation. Sie kehrten von Reisen aus Risikogebieten zurück.

17:01 Uhr | Saalfeld richtet Sorgentelefon ein

Der Landkreis Saalfeld-Rudolstadt richtet ein Sorgentelefon zu Corona-Fragen ein. Ab Montag wird zwischen 8 und 16 Uhr Rat und Zuspruch durch Notfallseelsorger des Landkreises angeboten. Das "Sorgentelefon Corona-Krise Saalfeld-Rudolstadt" solle helfen, die Nöte und Ängste der Menschen aufzufangen, teilte das Landratsamt mit. Die Gespräche mit Pfarrern der Diakonie und des Kirchenkreises würden vertraulich behandelt. Die Rufnummer des Sorgentelefons Saalfeld: (03671) 823 777.

16:55 Uhr | Verhaltenstipps sind auch zu Hause sinnvoll

Das Robert-Koch-Institut legt Personen, die sich in häuslicher Quarantäne befinden, folgende Verhaltensregeln nahe:

Zettel an Tür mit Verhaltensinformationen
Bildrechte: MDR/Schenk

16:44 Uhr | 3.000 Betriebe haben Kurzarbeit angezeigt

Fast 3.000 Thüringer Betriebe haben in der vergangenen Woche bei den Arbeitsagenturen Kurzarbeit angezeigt. Wie die Landesarbeitsagentur mitteilte, sind das fast fünf Mal so viele wie im gesamten vergangenen Jahr. Betroffenen Branchen seien überwiegend Transport und Logistik, Hotels und Gaststätten, Messebau und Tourismus. Wie viele Mitarbeiter betroffen sind, ist noch unklar. Die Anzeigen sind der erste Schritt um bei den Arbeitsagenturen Kurzarbeitergeld beantragen zu können.

16:27 Uhr | Appell an die Vernunft: Keine Treffen im Supermarkt

Stadtverwaltung und Ordnungsamt Eisenach haben erneut auf die Verhaltensregeln im Umgang mit dem Corona-Virus hingewiesen. Viele Bürger nutzten die geöffneten Supermärkte als Treffpunkte mit Freunden und zelebrierten das Einkaufen als "Event", heißt es in einer Mitteilung der Stadtverwaltung. Oberbürgermeisterin Katja Wolf appellierte, dies unverzüglich zu unterlassen. Wer einkaufen müsse, sollte dies allein tun. Ansammlungen in Supermärkten seien nicht gestattet.

16:20 Uhr |

16:11 Uhr | "Café des Herzens" gibt Spenden nur an einzelne Bedürftige aus

Das "Café des Herzens" in Erfurt gibt seine Spenden nur noch separat an jeden einzelnen Bedürftigen aus. Jeder bekomme eine Nummer und trete mit Abstand an die Ausgabestelle, sagte Restaurantleiterin Jana Keil MDR THÜRINGEN. Das Café selbst ist geschlossen, wie auch das Kaufhaus des Herzens. Kleidung und Ähnliches werde auf Anfrage ausgegeben. Das Spendenaufkommen habe seit Ausbruch der Corona-Krise nicht abgenommen. Täglich würden etwa 20 bis 25 Bedürftige die evangelische Stadtmission aufsuchen, um sich Lebensmittel abzuholen. In normalen Zeiten können sie im "Café des Herzens" sitzen und bekommen dort unter anderem Frühstück.

16:08 Uhr | 15 Menschen im Kreis Schmalkalden-Meiningen infiziert

Im Kreis Schmalkalden-Meiningen sind jetzt 15 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. Seit Donnerstagmittag kamen laut Landratsam vier neue Fälle aus dem Raum Meiningen und der Region Werratal hinzu. Auch wenn die Fallzahlen in Südthüringen überschaubar klängen, könnten sie binnen weniger Tage explodieren, warnte die Leiterin des Krisenstabs Susanne Reum. Sie appellierte an alle Einwohner, sich an die Regeln zum Schutz vor dem Corona-Virus zu halten und weitgehend zu Hause zu bleiben. Sonst seien Ausgangsperren unvermeidlich. Der Landkreis hat zahlreiche seiner Veranstaltungen bis 25. April abgesagt, auch die Kreistagssitzung am 27. März fällt aus. Der Publikumsverkehr im Landratsamt Meiningen ist stark eingeschränkt, die Außenstelle in Schmalkalden komplett geschlossen.

15:51 Uhr | Jena wartet auf Testergebnis

In Jena ist in der Nacht zum Freitag ein 87-jähriger Mann gestorben. Wie die Stadt mitteilte, hatte seine Frau vor zwei Tage erfahren, dass sie an einer Corona-Infektion erkrankt ist. Der Test auf das Virus war in einer Arztpraxis gemacht worden. Der durch mehrere Vorerkrankungen belastete Ehemann wurde in der Wohnung getestet, sein Ergebnis aber steht nach Angaben der Stadt noch aus (Stand Freitag, 14 Uhr) und wird Freitag nicht mehr erwartet. Trotz des ärztlichen Rates, sich in stationäre Behandlung in das Uniklinikum zu begeben, entschied sich das Ehepaar für den Verbleib in häuslicher Quarantäne. Sollte der Test des Mannes positiv ausfallen, könnte dies der erste Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19 in Thüringen sein.

15:25 Uhr | Familiengottesdienst via Internet

Ein Hinweisschild in eienr Kirche
Für Gottesdienste bleiben Kirchen derzeit geschlossen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Der geplante öffentliche Familiengottesdienst aus der Erfurter Thomaskirche ist am Sonntag nur übers Internet zu sehen. Hintergrund sind die aktuellen Beschränkungen durch die Corona-Krise, wie es vom Kirchenkreis Erfurt hieß. Demnach wurde der Gottesdienst mit Pfarrer Christoph Knoll vorher aufgezeichnet. Vor leeren Bänken werde es ein ungewöhnlicher, aber dennoch fröhlicher Gottesdienst, so Knoll. Das Thema des Gottesdienstes lautet: Wir gehören zusammen. Es war schon Wochen vor der Krise festgelegt worden, wie es hieß und sei jetzt aktueller denn je. Der halbstündige Gottesdienst soll am Sonntag ab 9:30 Uhr auf der Internet- sowie facebook-Seite des Erfurter Kirchenkreises zu verfolgen sein.

15:22 Uhr | Weimarer Tafel hält Betrieb eingeschränkt aufrecht

Die Weimarer Tafel hält ihren Betrieb aufrecht. Allerdings werde jeder Bedürftige nur noch einmal pro Woche bedient, teilte eine Mitarbeiterin mit. Das solle helfen, Schlangen vor der Ausgabestelle zu vermeiden. Lebensmittelknappheit herrscht in Weimar noch nicht, wohl aber in anderen Filialen. Wie Nico Schäfer, Vorsitzender der Tafel Thüringen mitteilte, sind die Lebensmittelspenden seit Beginn der Corona-Krise deutlich zurückgegangen.

15:19 Uhr | Arztpraxis wegen Corona-Fall geschlossen

Wegen des ersten Corona-Falls in Bad Blankenburg (Landkreis Saalfeld-Rudolstadt) bleibt eine Arztpraxis bis Ende des Monats geschlossen. Grund ist ein Patient, der sich bis letzte Woche in einem Risikogebiet aufgehalten hat und das beim Besuch der Arztpraxis verschwiegen hatte. Das teilt Bürgermeister Mike George (Freie Wähler) mit. Der Mann wurde positiv getestet.

15:16 Uhr | Bundeswehr-Soldaten unterstützen Krisenstäbe in Thüringen

Thüringenweit unterstützen mittlerweile zehn Bundeswehr-Soldaten die Arbeit der Corona-Krisenstäbe. Wie Oberstleutnant Michael Weckbach vom Landeskommando Thüringen MDR THÜRINGEN sagte, helfen seit Donnerstag je zwei Reservisten im Wartburgkreis, im Unstrut-Hainich-Kreis und in Weimar. Weitere vier sind im Innenministerium und im Landesverwaltungsamt tätig. Dort beobachten sie die Lage und arbeiten in den Krisenstäben mit.

15:14 Uhr | Abellio reduziert Angebot in Thüringen

Wegen der Corona-Krise wird der Zugverkehr von Abellio ab Montag ausgedünnt. Auf ein entsprechendes Ersatzkonzept habe man sich mit den Auftraggebern geeinigt, heißt es vom Unternehmen. Demnach werden hauptsächlich Regionalexpress-Fahrten reduziert, der Betrieb der Regionalbahnen soll stabil gehalten werden. Auch sollen Züge, die derzeit das Angebot verdichtet haben, nicht mehr zum Einsatz kommen. Ausfallen werden ab Montag unter anderem die Regionalexpress-Züge Jena-Saalfeld und Naumburg-Erfurt sowie die Regionalbahnen Leipzig-Erfurt-Eisenach und Saalfeld-Jena-Halle. Auch die jeweiligen Verstärkerfahrten in den Morgen- und Nachmittagsstunden entfallen auf allen Strecken.

Änderungen gibt es auch bei der Erfurter Bahn. So werden bis voraussichtlich 17. April einige Züge in sogenannten "Tagesrandlagen" durch Schienenersatzverkehr ersetzt. Unter anderen betroffen die Linien Saalfeld-Blankenstein und Arnstadt-Saalfeld. Der Zug von Weimar nach Kranichfeld fällt komplett aus.

15:04 Uhr | 45 bestätigte Corona-Fälle in Jena

In Jena ist die Zahl der bestätigten Corona-Fälle auf 45 gestiegen. So wurden aus einer Gruppe von Skifahrern, die Anfang der Woche aus Österreich zurückgekehrt sind, sechs Personen positiv auf das Virus getestet. Aufgrund der Allgemeinverfügung der Stadt hatten sich die Rückkehrer sofort in häusliche Quarantäne begeben. Der Krisenstab der Stadt rechnet mit einer weiter stark steigenden Zahl von Infizierten und hat deshalb auch die Regeln für Ein- und Auspendler verschärft. Wer in Jena arbeitet, sich aber in den vergangenen zwei Wochen in einem Risikogebiet aufgehalten hat, darf seine Arbeitsstelle nicht aufsuchen. Ausgenommen hiervon sind Mitarbeiter des Gesundheits- und Pflegebereichs, der Polizei oder Feuerwehr. Als Risikogebiete hat Jena das gesamte Ausland sowie die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen definiert.

14:38 Uhr | Rennsteiglauf fällt dieses Jahr aus

Der GutsMuths-Rennsteiglauf am 16. Mai wird abgesagt. Das haben die Rennsteiglauf Sportmanagement und Touristik GmbH und der GutsMuths-Rennsteiglaufverein am Freitagnachmittag entschieden. Der Lauf fällt einer Mitteilung zufolge dieses Jahr komplett aus und wird nicht in den Herbst verschoben. Grund sei, dass sich die Corona-Pandemie in rasantem Tempo ausbreite und nicht abzusehen sei, wann sich die Situation entspanne, sagte Vereinspräsident Jürgen Lange. Die Infektionsgefahr für alle Beteiligten werde vermutlich auch noch im Mai hoch sein. Weit über 14.000 Läufer hatten sich bisher für die verschiedenen Strecken angemeldet.

14:10 Uhr | Vier weitere Personen im Saale-Holzlandkreis infiziert

Im Saale-Holzland-Kreis sind inzwischen 14 bestätigte Corona-Fälle gemeldet. Damit sind vier neue Fälle hinzugekommen. Dabei handele es sich um eine Frau und drei Männer, teilte das Landratsamt mit. Das Gesundheitsamt hat die Kontaktpersonen der Betroffenen ermittelt und sie in häusliche Quarantäne versetzt. Für 35 weitere Menschen im Landkreis endet die Quarantänezeit am Freitag. Sie können sich ab Samstag wieder frei bewegen. Für weitere 38 gilt das ab Sonntag. Das Landratsamt verweist noch einmal darauf, dass die Quarantänevorschriften strikt einzuhalten sind. Laut der neuen Allgemeinverfügung der Landesregierung findet die am Sonntag geplante Wahl des ehrenamtlichen Bürgermeisters von Ottendorf nicht statt.

13:57 Uhr | Weitere Coronafälle in Nordthüringen

Im Unstrut-Hainich-Kreis gibt es drei neue bestätigte Corona-Fälle. Damit steigt die Zahl auf fünf Coronakranke. Bei den drei neu Erkrankungen handelt es sich um Rückkehrer aus Skigebieten. Auch die beiden ersten Fälle hatten sich in Südtirol und Ägypten aufgehalten. Alle Fünf seien in häuslicher Quarantäne. Laut Landrat Harald Zanker (SP) werden zu den bestehenden beiden Hotlines, die überlastet sind, noch zwei zusätzliche geschaltet.

Im Kreis Nordhausen gibt es den dritten Corona-Fall. Wie das Landratsamt mitteilte, wurde das Virus bei einem Rückkehrer aus dem Ausland nachgewiesen. Es sei häusliche Quarantäne angeordnet worden und die Kontakte würden überprüft. Nähere Angaben machte das Landratsamt nicht.

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13:52 Uhr | Verbraucherzentrale bietet telefonische Beratung an

Die Verbraucherzentrale Thüringen berät Hilfesuchende vorerst nur telefonisch. Die Beratungsstellen werden bis voraussichtlich 19. April geschlossen. Ab Montag ist die Zentrale unter Tel. (0361) 555 140 oder unter den örtlichen Telefonnummern erreichbar. Verbraucher können einen Termin ausmachen und ihre Telefonnummer hinterlassen. Ein Berater ruft dann zum vereinbarten Termin zurück. Beratungsentgelte werden im Moment nicht erhoben. Stattdessen wird im Anschluss an das Beratungsgespräch um eine Spende gebeten.

13:41 Uhr | Polizei, Feuerwehr und Ordnungsamt im Einsatz

Mehrere Städte und Landkreise wollen Ladenschließungen, Spielplatzverbote und das Verbot von Menschenansammlungen in Thüringen mit strengen Kontrollen durchsetzen. Verstöße werden nach Paragraph 73 des Infektionsschutzgesetzes mit Geldstrafen bis zu 25.000 EUR oder Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren geahndet.

13:01 Uhr | Goldener Spatz vorerst abgesagt

Das für Ende Mai geplante Kindermedienfestival "Goldener Spatz" ist abgesagt worden. Das Festival soll nun in den Herbst verlegt werden. Festivalchef Nicola Jones sagte, einen Jahrgang ohne Goldenen Spatz könne sie sich nicht vorstellen - das Kindermedienfestival gibt es seit 1979. Es müsse dann allerdings eine neue Kinderjury gefunden werden. Auch die Festivalstätten in Gera und Erfurt müssten neu angemietet werden.

Goldener Spatz im Kino
Seit 1979 gibt es das Kindermedienfestival. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

12:43 Uhr | Bürgermeisterwahl im Landkreis Gotha abgesagt

Die Wahlen zum Gemeinderat und des Bürgermeisters in der Landgemeinde Georgenthal werden verschoben. Das teilte der Landrat des Landkreises Gotha Onno Eckert (SPD) in einer Allgemeinverfügung mit. Gewählt werden sollte am Sonntag, den 22. März. Wann der Wahltermin nachgeholt werden kann, sei noch unklar, so eine Sprecherin. Die abgegebenen Briefwahlstimmen sind nicht gültig und werden vernichtet.

12:08 Uhr | Landrat erwägt Ausgangssperre für Saale-Orla-Kreis

In Ostthüringen gibt es erste Überlegungen, eine Ausgangssperre zu verhängen. So erwägt Landrat Thomas Fügmann, im Saale-Orla-Kreis ein Ausgangsverbot zu erlassen. Manche Menschen neigten dazu, unvernünftig zu sein, sagte Fügmann. Das Landratsamt hatte bereits Strafanzeige wegen des Verstoßes gegen die verordnete Quarantäne gestellt. Laut Landratsamt handelt es sich bei den Verstößen um Straftaten. Aktuell gibt es im Saale-Orla-Kreis fünf Infizierte. Rund 100 Bewohner befinden sich in Quarantäne. Die Krankenhäuser in Pößneck und Schleiz sind für den Ernstfall gerüstet.

12:04 Uhr | Umgang mit Taufen, Trauungen und Beerdigungen

Das katholische Bistum Erfurt hat Hinweise veröffentlicht, wie in der Coronakrise mit Taufen, Trauungen, Beerdigungen und Seelsorge-Angeboten umzugehen ist. Gottesdienste werden derzeit nicht gefeiert. Auch für andere Religionsgemeinschaften sind Zusammenkünfte aufgrund der Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus untersagt.

11:56 Uhr | 130 THW-Helfer im Corona-Einsatz

Die THW-Ortsverbände in Thüringen sind während der Corona-Zeit unterstützend im Einsatz. Seit Anfang März haben sich etwa 130 Helfer in Thüringen und Sachsen bei verschiedenen Einsätzen eingebracht. Darunter fallen unter anderen die Einrichtung der mobilen Corona-Teststation in Gera, die Beratung der Krisenstäbe in Eisenach und Gera sowie Transport und technische Hilfen in Suhl. Bei Einsätzen aufgrund des Corona-Virus handelt es sich um Einsätze mit sogenannten B-Gefahren, zu denen etwa Seuchen, Epidemien und Pandemien gehören. Das THW ist die ehrenamtliche Einsatzorganisation des Bundes. Etwa 80.000 Helfer sind dort organisiert und zum Schutz der Bevölkerung tätig.

11:45 Uhr | "Drive in" für Corona-Test ab Samstag in Gera in Betrieb

Das neue Corona-Testzentrum in Gera nimmt am Samstag seinen Betrieb auf. Patienten mit Corona-Symptomen werden von ihrem Hausarzt dem Gesundheitsamt gemeldet, wie Alexander Lieb vom Kassenärztlichen Notdienst MDR THÜRINGEN sagte. Zum Termin fahren die Patienten mit dem Auto direkt in die Zelte am Geraer Hofwiesenpark. Dort wird von medizinischem Fachpersonal ein Abstrich aus dem Rachenraum genommen. Die Patienten müssen also nicht aus ihrem Auto aussteigen. Sie warten mindestens 24 bis 36 Stunden auf das Testergebnis und müssen sich in dieser Zeit in Quarantäne aufhalten. Das Gelände am Geraer Hofwiesenpark ist großräumig abgeriegelt. Nur registrierte Patienten mit einem Termin werden durchgelassen.

11:39 Uhr | Drei neue Corona-Fälle im Landkreis Eichsfeld

Im Landkreis Eichsfeld sind drei weitere Menschen am Coronavirus erkrankt. Das teilte das Landratsamt mit. Damit steigt die Zahl der bestätigten Infektionen auf sieben. Ein Patient muss im Krankenhaus behandelt werden. Ein weiterer ist bereits genesen. Das Landratsamt warnt in diesem Zusammenhang vor Betrügern, die angeblich vorsorgliche Tests anbieten. Solche unangekündigten vorsorglichen Abstriche würden nicht vom Gesundheitsamt genommen. Wer solche Angebote an der Haustür bekomme, solle sich an die Polizei wenden.

11:32 Uhr | Acht Leute zusammen am See - Polizei appelliert an Vernunft

Weil acht Menschen am Stausee bei Westhausen (Kreis Hildburghausen) zusammen feierten, musste die Polizei ausrücken. Zeugen hatten die Beamten alarmiert. Die Polizisten appellierte eigenen Angaben zufolge an die Vernunft der Feiernden. Diese hätten daraufhin das Areal am Stausee einsichtig verlassen, teilte die Polizei mit.

11:19 Uhr | Eisenberger Hashtag für sozialen Zusammenhalt

Eisenberg im Saale-Holzland-Kreis hat einen eigenen Hashtag für sozialen Zusammenhalt in der Corona-Krise erstellt. Unter dem Hashtag #EisenbergGemeinsam sollen Eisenberger zum Beispiel Nachbarschaftshilfe anbieten oder Beschäftigungsmöglichkeiten für Familien vorschlagen. Ein Fitnessstudio biete Online-Kurse an, sagte Max Notrott von der Stadtverwaltung Eisenberg MDR THÜRINGEN.

11:15 Uhr | Robert-Koch-Institut mahnt eindringlich zum Abstandhalten

Das Robert Koch-Institut hat die Bundesbürger eindringlich zum Abstandhalten und zu deutlich mehr Rücksichtnahme gegenüber Mitmenschen aufgefordert. "Die Jüngeren verhalten sich am unvernünftigsten", sagte Präsident Lothar Wieler am Freitag. "Wir können diese Pandemie nur verlangsamen, wenn wir uns alle an die Spielregeln halten." Viele Menschen seien immer noch nicht bereit, ihre sozialen Kontakte zu reduzieren. Nach Umfragen meine noch immer jeder Vierte, das alles sei Panikmache, sagte Wieler. Deutschland stehe bei den Infektionszahlen vor einer ähnlich exponentiellen Entwicklung wie andere europäische Länder.

11:04 Uhr | Keine Strafverhandlungen mehr am Landgericht

Im Landgericht Erfurt wird der Pandemieplan umgesetzt. Danach werden auch Strafverhandlungen bis Ende April gestrichen. Ausnahme sind zwei Termine in einem Prozess um versuchten Mord und Drogenhandel - bei dem Fristen eingehalten werden müssen. In dem Prozess wird bereits seit Herbst 2019 verhandelt, ein Dutzend Zeugen wurden gehört. Würde dieser Prozess jetzt mehr als drei Wochen unterbrochen, müsste er von Neuem beginnen. Dem Angeklagten wird neben dem Handel mit Marihuana, Haschisch und Amphetaminen versuchter Mord vorgeworfen. Er soll im April 2019 auf der Flucht vor der Polizei auf Beamte zugefahren sein, die sich nur durch schnelles Ausweichen retten konnten. Anschließend floh der Angeklagte zu Fuß weiter und stürzte dabei von einer Brücke der A 71. Auch das Bundesarbeitsgericht Erfurt hat seinen Betrieb heruntergefahren und verzichtet auf mündliche Verhandlungen.

10:45 Uhr | Existenzängste bei Thüringer Unternehmern

Trotz Covid-19 müssen Unternehmen weiter Mieten, Gehälter und Steuern zahlen. Das vom Land angekündigte Soforthilfe-Programm stößt bei Unternehmern, Kammern und Verbänden allerdings auf ein geteiltes Echo.

10:22 Uhr | Tafeln kämpfen mit Rückgang von Lebensmittelspenden

Der Landesverband der Thüringer Tafeln will den Tafeln vor Ort durch Lebensmittel-Großspenden unter die Arme greifen. Dafür sollen die Lagerkapazitäten erhöht werden. Die Tafeln vor Ort kämpfen derzeit mit einem Rückgang an Lebensmittelspenden. Das will der Verband nun abfedern. In Thüringen gibt es 32 Tafeln, über die etwa 17.000 Menschen ein Zubrot erhalten. Einige haben zum Schutz ihrer Mitarbeiter und möglicherweise gefährdeter Kunden bereits vorrübergehend geschlossen, unter anderem in Sömmerda, Meiningen und Schmalkalden.

10:07 Uhr | Fünf neue Corona-Fälle in Erfurt

In Erfurt gibt es seit Donnerstag fünf neue Corona-Fälle. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, sind damit insgesamt 27 Fälle nachgewiesen. Die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes seien dabei, das Umfeld der Neuinfizierten abzuklären. Möglicherweise ist die Zahl so stark angestiegen, weil viele Menschen aus dem Urlaub zurückgekommen seien. Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD) rief alle Bürger auf, Verantwortung zu zeigen und Abstand zu halten.
(Anmerkung der Redaktion: Zunächst war von 27 neuen Fällen die Rede, die Stadt hat die Zahlen korrigiert.)

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09:42 Uhr | Bis zu 25.000 Euro Geldstrafe oder Freiheitsstrafen möglich

Mehrere Städte und Landkreise kontrollieren inzwischen, ob das Verbot von Menschenansammlungen und die Schließung von Geschäften eingehalten wird. Wer gegen die Regeln verstößt, muss mit Geldstrafen von bis zu 25.000 Euro oder Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren rechnen. Darauf weisen unter anderem die Stadt Tabarz und der Landkreis Gotha hin. Die Strafen gelten aber überall. Seit Mitternacht gilt die neue Allgemeinverfügung, nach der etwa Einzelhandelsgeschäfte geschlossen werden und Treffen unter freiem Himmel verboten sind.

09:22 Uhr | Neuer Campingplatz in Erfurt-Dittelstedt bleibt vorerst geschlossen

Der neu gebaute Campingpark in Erfurt-Dittelstedt bleibt geschlossen. Die für Freitag geplante Eröffnungsfeier und der für Samstag geplante Tag der offenen Tür würden nachgeholt, sagte Inhaberin Kerstin List MDR THÜRINGEN. Mit ihrem Partner hat die Erfurterin sechs Jahre an dem Projekt gearbeitet und rund 2,4 Millionen Euro investiert. Sie hoffe auf die Banken, dass sie bei der Rückzahlung etwas Aufschub gewähren. Vorerst fehlten ja die Einnahmen, so List. Der Platz sei aber bereits bis in den September hinein gut gebucht und sie sei guten Mutes, dass die Gäste nach der Coronakrise auch kommen.

08:55 Uhr | Gotha kontrolliert Einhaltung der neuen Regeln - hohe Strafen möglich

Nach dem Erlass der Landesregierung kontrolliert der Landkreis Gotha, ob Geschäfte geschlossen sind. Außerdem soll überprüft werden, ob sich die Bewohner an das Verbot von Menschenansammlungen in der Öffentlichkeit halten, zum Beispiel in Parks und auf Spielplätzen. Wer gegen die Regeln verstößt, müsse mit Geldstrafen von bis zu 25.000 Euro oder Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren rechnen. Auch die Nutzung von Spielplätzen ist untersagt. Neu in dem ab Freitag geltenden Erlass ist auch, dass Eltern ihre Kinder nicht mehr an Tagesmütter geben können.

08:48 Uhr | Landwirtschaftsbetriebe spüren die Coronakrise

Mit dem Coronavirus müssen sich auch die rund dreieinhalbtausend Landwirtschaftsbetriebe in Thüringen auseinandersetzen. Schließlich sind sie als Lebensmittelproduzenten quasi "systemrelevant".

08:40 Uhr | Kontrollen auf Spielplätzen und in Skaterparks

In Heiligenstadt werden die gesperrten Spielplätze kontrolliert. Wie Bürgermeister Thomas Spielmann (pl) informierte, wurden bei den bisherigen Kontrollen am Hohen Rain und in der Holbeinstraße keine Besucher auf den Spielplätzen gesehen. Auf der Skaterbahn hätten sich nur wenige Menschen aufgehalten. Dort wurden Gummibärchentütchen mit aufklärenden Hinweisen verteilt. Spielmann kündigte an, den aktuellen Erlass konsequent durchzusetzen. Auch vor Platzverweisen und Geldstrafen werde nicht zurückgeschreckt.

08:21 Uhr | Sondershausen schaltet Wlan auf dem Marktplatz ab

Blick auf das Stadtzentrum von Sondershausen. Am Marktplatz steht das Rathaus, umring von Häuserzeilen. Im Hintergrund steht eine Kirche mit einem hohen Turm.
Kein Wlan mehr auf dem Marktplatz. Bildrechte: MDR/Ulrich Röscher

Auf dem Sondershäuser Marktplatz ist das freie Wlan abgeschaltet worden. Damit will Bürgermeister Steffen Grimm (pl) verhindern, dass sich weiter Menschengruppen auf dem Platz treffen. In den vergangenen Tagen hätten sich auffällig viele Gruppen unterschiedlichen Alters im Stadtgebiet aufgehalten, sagte Grimm. Während im Normalzustand diese Belebung der Innenstadt wünschenswert wäre, so sollte sie doch jetzt vermieden werden. Er wolle an den gesunden Menschenverstand der Sondershäuser appellieren, so der Bürgermeister. Ab Freitag sind in Thüringen unter anderem Ansammlungen von Menschen untersagt.

08:02 Uhr | Gera: Geldstrafen bei Menschenansammlungen möglich

Mit aller Entschlossenheit will die Stadt Gera ab Freitag gegen Menschenansammlungen vorgehen. Diese sind in der neuen Allgemeinverfügung der Stadt verboten, sagte Oberbürgermeister Julian Vonarb (pl) MDR THÜRINGEN. Das Ordnungsamt stehe bereit, so dass in Abstimmung mit dem Krisenstab und der Polizei Gruppen aufgelöst werden könnten. Neben Verwarnungen könnten auch hohe Geldstrafen verhängt werden. Zudem seien alle Spielplätze der Stadt geschlossen. Spaziergänge seien erlaubt, sollten aber nicht in Gruppen unternommen werden. Vonarb ruft dazu auf, soziale Kontakte soweit wie möglich zu reduzieren. In Gera gibt es mit Stand vom 19. März, 16 Uhr, vier Erkrankte und 124 Verdachtsfälle.

07:44 Uhr | Zweiter Coronatest bei Arzt aus Notaufnahme negativ

Der Corona-Verdacht bei einem Arzt aus der Weimarer Notaufnahme hat sich nicht bestätigt. Nach Informationen von MDR THÜRINGEN war der zweite Test negativ. Er und seine Kontaktpersonen konnten die Quarantäne verlassen. Der erste Test bei dem Arzt musste wiederholt werden, weil er nicht eindeutig war. In Weimar sind derzeit zehn Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

07:40 Uhr | Südthüringenbahn schränkt Bahnverkehr weiter ein

Die Südthüringenbahn reagiert auf die Ausbreitung der Coronakrise und schränkt den Fahrplan weiter ein. Wie eine Sprecherin mitteilte, entfallen an den Wochenenden bis auf Weiteres auch die sogenannten Theaterzüge von Erfurt nach Meiningen. Auch die Spätzüge zwischen Erfurt und Ilmenau sind gestrichen. Bereits seit einer Woche fahren weniger Züge auf den Strecken zwischen Eisfeld, Meiningen und Grimmenthal sowie zwischen Zella-Mehlis und Grimmenthal. Die Züge werden nur teilweise von Bussen ersetzt. Die Service-Center in Arnstadt, Bad Salzungen, Ilmenau und Sonneberg bleiben vorerst geschlossen.

07:35 Uhr | Krankenhäuser bereiten mehr Intensivbetten vor

Thüringen bereite sich mit ganzer Kraft auf den Notfall vor. Die Krankenhäuser erweitern nach Angaben von Ministerpräsident Ramelow die Zahl der Intensivbetten und organisieren zusätzliche Beatmungsgeräte. Das Ziel sei, die Zahl der Intensivbetten mehr als zu verdoppeln - von derzeit rund 650 auf etwa 1400.

07:26 Uhr | Bodo Ramelow schließt Ausgangssperren nicht aus

Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) sieht Ausgangssperren derzeit noch skeptisch. Ramelow sagte dem MDR, zunächst werde das öffentliche Leben heruntergefahren. So sind ab heute in ganz Thüringen auch Gaststätten, Bekleidungsgeschäfte und Friseurläden geschlossen. Laut Ramelow werden Kontrollen verstärkt, um Menschenansammlungen zu verhindern, zum Beispiel in Parks. Ramelow betonte zugleich, dass er Ausgangssperren nicht komplett ausschließe. Sie würden dann notwendig, wenn sich in Thüringen Infektionsherde bildeten.

07:10 Uhr | Uni Erfurt stellt den Lehrbetrieb vorerst ein

Die Universität in Erfurt stellt am Freitagnachmittag ihren Lehrbetrieb ein. Dies gilt zunächst bis zum 19. April. In der Zeit finden laut Präsidium keine Lehrveranstaltungen, Tagungen und Workshops statt. Die Prüfungen sind ausgesetzt, Dienstreisen gestrichen. Nur noch Verwaltungsmitarbeiter dürfen in die Gebäude. Die Uni-Bibliothek und die Forschungsbibliothek Gotha bleiben geschlossen, Bücher-Ausleihen sind nicht möglich. An der Uni in Erfurt lernen rund 6.000 Studenten.

Ein Schild weist an der Uni Erfurt auf die Einstellung des Lehrbetriebes hin.
Ein Schild an der Universität Erfurt weist auf die aktuelle Situation hin. Bildrechte: MDR/Isabelle Fleck

07:05 Uhr | Guten Morgen am Freitag, den 20. März 2020

Wir wünschen Ihnen einen schönen guten Morgen! Auch heute versorgen wir Sie mit Nachrichten, Berichten und Hintergründen über die aktuellen Entwicklungen in Thüringen. Das öffentliche Leben wird weiter heruntergefahren, um die Ausbreitung des Coronavirus einzuschränken.

Was bisher geschah | Der Liveticker vom Donnerstag zum Nachlesen

  • Die Nutzung von Spielplätzen in Thüringen ist untersagt.
  • Geschäfte bleiben sonntags geschlossen - zum Schutz der Mitarbeiter
  • Jena erklärt das gesamte Ausland und mehrere Bundesländer zum Risikogebiet
  • Abiturpüfungen werden verschoben
  • Grillfreunde halten Auflagen nicht ein - Polizei rückt aus

Quelle: MDR THÜRINGEN/mm

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 20. März 2020 | 19:00 Uhr

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