Organisierte Kriminalität Innenminister will im Kampf gegen Mafia aufrüsten

Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) will den Kampf gegen die Organisierte Kriminalität (OK) verstärken. Maier sagte MDR THÜRINGEN, er werde da einen neuen Schwerpunkt setzen und mehr Personal zur Verfügung stellen. Vor allem gehe es darum, den OK-Bereich des Landeskriminalamtes personell entsprechend zu unterstützen. Nach Informationen von MDR THÜRINGEN sind im LKA-Dezernat "Organisierte Kriminalität" von 20 Planstellen nur neun tatsächlich besetzt.

Maier sagte, dass er sich mehr Strukturverfahren im OK-Bereich wünsche - also weniger anlassbezogene Ermittlungen, so der SPD-Politiker. Vielmehr müsse die Botschaft in die Szenen sein: "Big Brother is watching You!" Aber das koste viel Geld und Personal. Trotzdem wolle er die Botschaft setzen, dass durch die Polizei jetzt genauer hingeschaut werde. "Wir können die nicht von heute auf morgen auslöschen", so Maier mit Blick auf einzelne OK-Gruppen. Aber er möchte, dass die Betroffenen merkten, unter dem neuen Thüringer Innenminister werde es ungemütlich. Maier sieht in Thüringen zwei Schwerpunkte im OK-Bereich. Da gebe es zu einem Mafiagruppen aus dem italienischen Raum, die im Freistaat Strukturen hätten. Zum anderen spielten armenische Familien innerhalb der russisch-eurasischen Mafia eine wichtige Rolle.

Nach dem mutmaßlichen Mafiaüberfall auf ein Innenstadtrestaurant im Oktober ist auch Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD) alarmiert. Bausewein sagte MDR THÜRINGEN, ihm sei durchaus bekannt, dass es "mafiöse Strukturen" in Erfurt gebe. Das sei ein Thema in der Stadt. Bausewein kündigte an, dass beim Stadt-Ordnungsdienst deshalb auch zehn neue Stellen geschaffen würden. "Erfurt ist keine recht- und gesetzlose Stadt", so Bausewein.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 28. November 2017 | 16:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 28. November 2017, 15:24 Uhr

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11 Kommentare

29.11.2017 18:46 jackblack 11

Zustandsbeschreibung : Solche Zustände gab es vor 1989 NICHT. Die DDR, Sowjetunion und Jugoslawien wurden mit der eisernen Faust regiert, es gab wenig Freiheit, aber organisierte Kriminalität wie heute wurde mit drakonischen Mittel verhindert. Intensive Grenzkontrollen verhinderten, dass Eigentum der Bürger ins Ausland geschafft werden konnte. Jeder kann selbst entscheiden, ob ihm Strafverfolgung oder Freiheit wichtiger war, heute hat man keine Wahl- das ist der Zug der Zeit.

29.11.2017 18:18 Bingo 10

In Italien ist der Kampf verloren und in Erfurt erst Recht.

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