Zehn Fragen an... Uli Braumann

Unsere Korrespondenten Franziska Heymann, Veronika Lewandrowski, Marian Riedel und Uli Braumann berichten aus dem Studio Gera aus dem Altenburger Land, dem Landkreis Greiz und der Stadt Gera. MDR THÜRINGEN-Reporter Uli Braumann - der als Elternzeit-Vertretung im Studio in Saalfeld einspringt - hat einige Fragen aus unserem Fragebogen beantwortet.

MDR THÜRINGEN-Reporter Ulrich Braumann
Uli Braumann: "Ich arbeite gern für den MDR, weil ... ich für meine Neugier auch noch bezahlt werde - und in den über 25 Jahren so viele nette, sympathische Menschen (Kinder, Mütter, Omas, Opas, Arbeiter, Wissenschaftler, regionale Künstler und Promis) kennenlernen durfte, die ich sonst nie im Leben kennengelernt hätte." Bildrechte: MDR/Daniela Dufft

Haben sie ein Lebensmotto?

Sogar drei an der Zahl:

  • Das Schlimmste befürchten und das Beste hoffen!
  • Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!
  • Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit!

Was in Ihrer Region würden Sie Freunden zeigen, die zum ersten Mal in Thüringen sind?

Definitiv das 1902 in Gera erbaute Jugendstiltheater. Es ist einmalig in Europa, weil es Bühne und den wunderschönen Konzertsaal unter einem Dach vereint. Das Tolle: Der damalige (etwas "klamme") Reußen-Fürst konnte den Bau finanziell nicht alleine stemmen. Da haben ihn damals sehr betuchte Bürger unterstützt und unter die Arme gegriffen. - Na und am 1. Mai 2007 ist das Denkmal mit einem regelrechten Menschenauflauf zur Bundesgartenschau in Gera und Ronneburg nach einer 24 Millionen Euro teuren Sanierung wiedereröffnet worden… Kulturell gesehen gehört der Musentempel für mich zu den schönsten Quadratmetern in der Stadt. - Meinen Freunden würde ich natürlich auch den gleich dahinter gelegenen barocken Küchengarten und den Hofwiesenpark zeigen. Auch für die BUGA top hergerichtet…

Welches ist Ihr Lieblingsdialektwort?

Als gebürtiger und waschechter Berliner fällt die Wahl auf "Da hier und da dorten", wenn einem ein Ostthüringer (eine "Fettgusche" aus Gera eben) Lage und Weg markieren/beschreiben will.

Welches regionale Gericht empfehlen Sie weiter?

Als Hobby-Koch favorisiere ich da ein Rezept der Marke "Eigenbau" mit regionalen Anleihen: Sauerkraut-Pfanne: Masse, bestehend aus Pellkartoffel-Scheiben, Apfelsauerkraut, Zwiebeln, verschiedenen Sorten Leberwurst, mittelscharfem Senf, Thüringer Gewürzen und Kräutern, auf einem Blech verteilen… Für eine schöne Weile bei 200 Grad  in den Ofen schicken. Rausnehmen - mit Schmand bestreichen, Knacker-Scheiben belegen und mit Semmelbrösel bestreuen. Das Ganze im Backofen kross werden lassen. Na - Pfützchen auf der Zunge?!

Als Kind wollten Sie sein wie?

Charlie Brown… und ich bin es zum Glück nicht geworden. Ein bisschen Schalk im Nacken ist aber (auch zum Glück) noch übrig geblieben!

Welche Eigenschaften mögen Sie an sich selbst?

Eigenlob ist nicht so mein Ding! Wenn mich aber andere loben, dann grinse ich schon gerne in mich hinein!

Worüber können Sie nicht lachen?

Da ist die Liste lang: Ganz vorne stehen Duckmäuser, Heuchler und Menschen, die schadenfroh sind, wenn einem anderen Leid widerfährt. Aber, wie sagte Erich Kästner: "Die Menschen sind gut, nur die Leute sind schlecht"!

Was würden Sie nicht verleihen?

Mein Herz, mein Hirn. Und meine Frau :-)))

Was steht ganz vorne auf Ihrer Lebenstraum-Liste?

Leben mit vielen Tagen - und Tage mit viel Leben!

Was steht bei Ihnen sonntags auf dem Frühstückstisch?

Heißer Trunk aus Wasser, Zitrone und Ingwer, viel Kaffee - und "Armer Ritter" auf vielen Tellern verteilt. (Wenngleich ich mein spezielles Rezept an dieser Stelle keineswegs verraten werde).