Serie | Ungewöhnliche Übernachtungen in Thüringen Wohnen wie die Hobbits: Übernachten im Auenland

Schon gewusst? Das Auenland aus Tolkiens "Herr der Ringe"-Romanen liegt mitten im Thüringer Wald. In Waffenrod können Urlauber in gemütlichen Erdhäusern übernachten, wie sie Bilbo, Frodo und ihre Hobbit-Freunde lieben würden.

Erdhäuser im Feriendorf Auenland bei Eisfeld.
Das Auenland liegt im Landkreis Hildburghausen - und lädt mit Erdhöhlen zum Übernachten in der Stille des Thüringer Waldes ein. Zum Glück sind sie für Menschen gemacht und nicht in Hobbitgröße gebaut. Bildrechte: MDR/Bettina Ehrlich

Peter Memm ist Bauingenieur - und auch ohne den Hype um den "Herrn der Ringe" hatte er die Idee von Erdhäusern. Er und seine Tochter Melanie waren zu ihrem Feriendorf bei Waffenrod samt Gaststätte gekommen wie die Jungfrau zum Kinde. Melanie Memm schüttelt darüber noch heute den Kopf. "Die Idee das Ganze Auenland zu nennen kam eigentlich erst viel später in der Vermarktung", sagt sie. Wie auch immer, die Erdhäuser im Thüringer Wald sind laut Memm bei den Gästen extrem beliebt. So sehr, dass große Gruppen in der Ferienzeit am besten schon ein Jahr im Voraus buchen sollten.

Hobbit-Höhlen mit passenden Holzmöbeln

Als die Bauarbeiten vor inzwischen neuen Jahren starteten, sah alles noch ein bisschen komisch aus. "Als würden da Reihengaragen entstehen", erinnert sich Melanie Memm. Auch wenn die gemütlichen Hobbit-Häuser aussehen, als hätten sich die Bauarbeiter durch den Fels gebuddelt, sind sie doch kompakt gemauert. Die felsenartige Fassade wurde erste danach mit Spritzbeton aufgegossen und der heimische Schiefer imitiert.

Absolutes Highlight aber ist die Inneneinrichtung. Die Stühle, Tische, Betten, ja sogar die Türzargen sind Unikate. Der Holzhandwerker Falk Sieder hat die Möbel aus ganzen Baumstämmen gezimmert. "Der sieht einen Baum und weiß, was er daraus mach", sagt Memm anerkennend über den Handwerker.

Friedliche Atmosphäre zum Schlafen

Die Gäste finden es toll und schlafen nach ihren Worten wie die Murmeltiere. Nur manchen ist die Ruhe dann doch etwas zu viel. "Ein Mann kam mal völlig schlechtgelaunt zum Frühstück und hat sich über die Stille beschwert, weil er deshalb schlecht geschlafen habe", sagt Melanie Memm schmunzelnd. Aber schon in der nächsten Nacht habe sich das gegeben.

Blick über den Thüringer Wald im Feriendorf Auenland.
Auch der Ausblick lohnt sich. Bildrechte: MDR/Bettina Ehrlich

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Johannes und der Morgenhahn | 25. Juli 2019 | 08:14 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 25. Juli 2019, 05:00 Uhr

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1 Kommentar

26.07.2019 12:27 Maria A. 1

So möchte man auch übernachten... Schön, dass man ab und an auch solche tolle Informationen bekommt. Man hat in diesen Zeiten ansonsten wenig Erbauliches zu hören und zu lesen.

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