Bedarfsplan der Krankenkassen Mehr Ärzte und Psychotherapeuten für Thüringen

Eine Kinderärztin untersucht ein Mädchen.
Auch für Kinderärzte stehen neue Stellen zur Verfügung. Bildrechte: imago/Westend61

In Thüringen können ab September mehr Ärzte und Psychotherapeuten arbeiten. Wie die Kassenärztliche Vereinigung am Mittwoch mitteilte, geht das aus dem neuen Bedarfsplan hervor, der jetzt in Kraft trat. Damit werde vor allem der ländliche Raum gestärkt und verhindert, dass Ärzte in benachbarte Städte abwandern. Das gelte für die Regionen um Weimar, Eisenach, Suhl und Sonneberg.

Zusätzliche Stellen können besetzt werden

Außerdem könnten in Thüringen zusätzliche Stellen von Augenärzten, Kinderärzten oder Neurochirurgen besetzt werden. Landesweit sind nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung zurzeit 46 Sitze für Hausärzte frei, die meisten davon in den Regionen um Gera, Meiningen und Eisenach.

Außerdem können 21 Stellen für Nervenärzte besetzt werden, 17 für Psychotherapeuten, 12 für Augenärzte und jeweils drei für Kinderärzte und für Hautärzte. Der Bedarfsplan für die ambulante Ärzte-Versorgung in Thüringen ist von der Kassenärztlichen Vereinigung und den Thüringer Krankenkassen ausgearbeitet worden.

Bewerbungen ab sofort möglich

Interessenten für die freien Arzt-Sitze können sich ab sofort bewerben. Ab September wird dann über ihre Zulassung entschieden. In Thüringen gebe es überall ausreichend Ärzte, so die Kassenärztliche Vereinigung. Eine Unterversorgung gibt es laut Gesetz nur dann, wenn in einem Bereich weniger als drei Viertel der Hausarzt-Stellen oder weniger als die Hälfte der Facharztstellen besetzt sind.

Quelle: MDR THÜRINGEN/gh

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 03. Juni 2020 | 17:00 Uhr

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