4,3 Prozent mehr und flexible Arbeitszeit Thüringer Metallindustrie übernimmt Tarifabschluss

Die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen bekommen ab 1. April 4,3 Prozent mehr Geld. Darauf einigten sich Arbeitgeber und IG Metall am Mittwochabend in Erfurt. Damit wurde der am 6. Februar in Baden-Württemberg erzielte Pilot-Abschluss übernommen.

Schutzhelm mit einem Aufkleber der Industriegewerkschaft Metall, IG Metall.
Einigung in der Metall- und Elektrobranche Bildrechte: IMAGO

Arbeitgeber und IG Metall einigten sich auch bei den flexiblen Arbeitszeiten. Demnach haben Arbeitnehmer unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf befristete Teilzeit von sechs bis 24 Monaten und können ihre Wochenarbeitszeit auf bis zu 28 Stunden absenken. Zudem wurden zwei Einmalzahlungen und ein sogenanntes tarifliches Zusatzgeld ab 2020 vereinbart.

Von dem Tarifabschluss profitieren in Thüringen rund 17.200 Beschäftigte. Thomas Kaeser, Vorsitzender des Verbandes der Metall- und Elektroindustrie in Thüringen, sagte, das Tarifergebnis sei komplex und enthalte tarifliche Gestaltungsmöglichkeiten. Die Entgeltvereinbarung gehe aber "an die Grenzen des Möglichen", weil sie manche Firmen vor große Herausforderungen stelle.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 14. Februar 2018 | 20:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 14. Februar 2018, 19:30 Uhr

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1 Kommentar

15.02.2018 10:56 Licht 1

Bei aller Freude über mehr Geld wurde eines nicht erreicht: Die Angleichung der Arbeitszeit. Noch immer müssen die thüringer Arbeiter einen ganzen Monat mehr für das gleich Geld wie ihre hessischen Kollegen arbeiten. Somit wird die Schere der Gehälter immer größer. 29 Jahre nach der Wende sollte das Gegenteil der Fall sein. Es ist also nicht nur ein Gefühl, das der Osten nach wie vor benachteiligt wird und Thüringen ist und bleibt eines der Billiglohnländer in userer Republik. Da wurde leider eine Chance vertan.

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