Erfolgreiche Fahndung Verdächtiger nach Angriff auf Polizisten gefasst

Die Polizei hat den seit Donnerstag gesuchten 39-jährigen Mann gefasst, der in Apolda einen Polizisten angegriffen hatte. Der Mann war Beamten am Samstagnachmittag in Jena-Closewitz aufgefallen. Der stark dehydrierte Täter war offenbar zu seiner Wohnung unterwegs. Der Beschuldigte soll am Sonntag einem Haftrichter vorgeführt werden.

Der Mann hatte am Donnerstag bei einer Verkehrskontrolle in Apolda einen Polizisten mit seinem Auto gerammt. Dann war er rückwärts über dessen Beine gefahren. Der Polizist wurde dabei schwer verletzt. Der Täter war nach Informationen von MDR THÜRINGEN schon wegen eines früheren Delikts zur Fahndung ausgeschrieben gewesen und wollte sich womöglich der Festnahme entziehen. Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft ermitteln wegen versuchter Tötung. Für die Fahndung waren auch Spürhunde und Hubschrauber eingesetzt worden.

Polizeibeamte in Uniform und zivil in einer Straße in Apolda.
Polizisten untersuchen am Donnerstagabend in Apolda den Tatort. Bildrechte: MDR/Johannes Krey

Gewerkschaft spricht von gestiegener Gewaltbereitschaft

Laut Gewerkschaft der Polizei ist die Gewaltbereitschaft gegenüber Polizei, Feuerwehr und Rettungssanitätern gestiegen. Wie Landeschef Kai Christ sagte, mussten sich Thüringer Polizeibeamte im vergangenen Jahr etwa 240 Mal gegen körperliche Übergriffe zur Wehr setzen. 2018 waren es knapp 180 Fälle. Die Zahl der im Einsatz verletzten Polizistinnen und Polizisten stieg im gleichen Zeitraum von 147 auf 180. Die meisten körperlichen Angriffe auf Beamte gab es 2019 in Suhl, dem Kyffhäuserkreis und in Eisenach.

Quelle: MDR THÜRINGEN/dr

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 27. Juni 2020 | 19:00 Uhr

23 Kommentare

Lothar Thomas vor 12 Wochen

Zuerst möchte ich dem verletzten Polizisten gute Besserung wünschen und möge ihm in seinem weiteren Berufsleben nicht noch einmal solch ein Albtraum widerfahren.
SO ETWAS GEHT GAR NICHT!!!
Da muss mit der vollen Härte des Gesetzes durchgegriffen werden.
Da darf es keine Entschuldigung wegen schlechter Kindheit geben.
Der Angriff wurde bewusst durchgeführt und muss dann auch genau so konsequent abgeurteilt werden, mit der Höchststrafe für das Delikt.
Aber was will man in der heutigen Zeit schon erwarten?
Bei solch abartigen Artikeln wie in der TAZ.
Leider lässt man es ja heutzutage durchgehen, wenn man dann sowas plötzlich als "Satire" bezeichnen kann.
Diese angebliche Journalistin mit ihren hirnrissigen geistigen Ergüssen wird doch dadurch Urheberin solcher Ereignisse.
Schade nur, wenn durch solche "Schreiberlinge" die Anderen gut arbeitenden Journalisten in Misskredit geraten.
Ich denke da an das "Oma-Lied" vor Weihnachten oder die schlagende Frau zur Wahl in Thüringen
Leider

Haller vor 12 Wochen

"Sie bezweifeln zwar , das aus Hetze wie der von mir zitierten Gewalt werden kann" ... dann müsste der gesamte Kampf gegen Hate Spreech entfallen, denn da wird selbst einfache Kritik kriminalisiert .

Haller vor 12 Wochen

Wohl kaum. Lesen Sie zwischen den Zeilen.
Natürlich gibt es auch unter den Eingeborenen hinreichend Kriminelle.
Erinnert sei an Gruppenvergewaltigung durch Deutsche in Spanien.

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