Pflanzen in einem Blühstreifen
Die Rainfarn-Phazelie ist eine einjährige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 120 Zentimeter erreicht. Sie dient sowohl als Zier- wie als Nutzpflanze. Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann

Nachgefragt Was macht eigentlich der Blühstreifen in Mellingen?

Im Frühjahr hat die Agrargenossenschaft Mellingen auf fast vier Kilometern jeweils zwölf Meter breite Blühstreifen angelegt. Mit Hilfe von über 170 "Blühpaten". Was ist aus der Aktion geworden? Wir haben mal nachgefragt.

Pflanzen in einem Blühstreifen
Die Rainfarn-Phazelie ist eine einjährige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 120 Zentimeter erreicht. Sie dient sowohl als Zier- wie als Nutzpflanze. Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann

Der kühle Mai hatte Lutz Streiber schon etwas Sorgen gemacht. Er ist der Chef der Agrargenossenschaft Mellingen und hatte die Blühstreifen-Aktion damals initiiert. Und auch alle Anfragen und Patenschaften alleine bearbeitet und verwaltet. Doch als die Eisheiligen vorbei waren, konnte er aufatmen: Der Blühstreifen hatte keinen Schaden genommen und seitdem sprießt es an den Rändern der Felder in Mellingen.

Fast 170 Schilder aufgestellt

Menschen an einem Blühstreifen
Glücklich, dass es geschafft ist: Lutz Streiber (2.v.l.) mit seinen Helferinnen. Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann

Allen Paten - und das sind immerhin fast 170 - war zugesichert worden, dass "ihr" Stück Insektenweide mit einem Schild gekennzeichnet wird. Klingt nach viel Arbeit - war es auch. Gemeinsam mit Tochter Stephanie und Franziska Voigt, der Tochter der Buchhalterin, wurden Schilder gestaltet und am Feld platziert.

Und auch wenn es ziemlich anstrengend war, Streiber ist froh, dass die Schilder stehen. Die Blühpaten hatten schon nachgefragt, wann es soweit ist. Und außerdem ist am Wochenende das Hoffest in Mellingen. Streiber rechnet mit einigen Besuchern und Blühpaten, die ihre Schilder und den Fortschritt auf "ihrem" Stück Blühstreifen anschauen wollen.

Das Insektenbuffet wächst und gedeiht in Mellingen

Nicht nur die Insekten haben gemerkt, dass die Blühstreifen in Mellingen jetzt so richtig loslegen. Auch die Paten fragen nach, wie es vorangeht. Deshalb wurden jetzt die Schilder mit den Namen der Blühpaten gesteckt.

Der Kindergarten Mellingen als Bienen verkleidet am Blühstreifen.
Die "Bienchen" vom Kindergarten Mellingen schauen regelmäßig am Blühstreifen vorbei. Bildrechte: MDR/Lutz Streiber
Der Kindergarten Mellingen als Bienen verkleidet am Blühstreifen.
Die "Bienchen" vom Kindergarten Mellingen schauen regelmäßig am Blühstreifen vorbei. Bildrechte: MDR/Lutz Streiber
Menschen an einem Blühstreifen
Stephanie Streiber und Franziska Voigt stellen die Schilder der Paten am Blühstreifen auf. Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann
Schild auf einem Blühstreifen
Bei den vielen Blühpaten war das eine Menge Arbeit. Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann
Schild auf einem Blühstreifen
Jetzt kann jeder "seinen" Blühstreifen bewundern. Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann
Menschen an einem Blühstreifen
Lutz Streiber (2.v.l.), Chef der Agrargenossenschaft Mellingen, freut sich über die Hilfe. Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann
Pflanzen in einem Blühstreifen
Die Rainfarn-Phazelie ist eine einjährige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 120 Zentimeter erreicht. Sie dient sowohl als Zier- wie als Nutzpflanze. Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann
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Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Radiogarten | 04. Mai 2019 | 10:15 Uhr

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Radiogarten | 04. Mai 2019 | 10:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 13. Juni 2019, 14:00 Uhr

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3 Kommentare

14.06.2019 14:07 Möwe 3

@Christine meckern, meckern, meckern.... ich weiss nicht wo sie her kommen, im Gegensatz zu heute waren bei uns die Straßengräben früher immer kurz gemäht , da fast jeder Futter für die eigenen Tiere brauchte. Früher war alles besser? Haben Sie noch Fußlappen oder Holzpantoffeln an?
Ist doch in Ordnung. Ziel erkannt und Nachahmer gesucht.

14.06.2019 09:02 Christine 2

Was soll man dazu sagen. Diese Aktionen der landwirtschaftlichen Betriebe "Blühstreifen" anzulegen, dienen in meinen Augen nur der Imagepflege der hochtechnisierten Landwirtschaft unserer Region. Seht her, wie schön bunt es an unseren Äckern blüht. Früher nannte man es ganz einfach Feldrand mit Mohnblumen, Margeriten, Kornblumen, Kamille, wildem Rittersporn und Stiefmütterchen usw. Man ließ es einfach wachsen und mähte die blühende Pracht nicht einfach weg. Heute werden Feldränder immer schmaler und gemäht. Mehrmals. Nun ja, mit Paten und Fördergeldern legt man heute dann halt diese "Blühstreifen" aus standortfremden Blumen an. Und was ist nächstes Jahr? Wieder das gleiche oder verläuft es sich im Sand. Schade, ein Umdenken der Landwirtschaft hier in Thüringen tut Not und zwar ganz schnell.

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