Apolda Mann lagert Sprengstoff im Backofen

Ein 38-jähriger Mann hat in seiner Wohnung in Apolda selbst hergestellten Sprengstoff gelagert. Die Polizei fand das explosive Material im Backofen. Der Auslöser für den Einsatz war ein Zeugenhinweis.

Einsatzkräfte verbrennen Chemikalien
Die Feuerwehr brannte die Chemikalien kontrolliert ab. Bildrechte: MDR/Fabian Peikow

In Apolda hat ein 38-Jähriger mit selbst hergestelltem Sprengstoff die Polizei auf den Plan gerufen. Die Beamten fanden im Backofen des Mannes hochexplosives Triaceton-Triperoxid.

60 Gramm auf drei Backblechen

Spezialisten von Polizei und Feuerwehr bargen die Chemikalie aus der Wohnung. Es handelte sich um etwa 60 Gramm, die der Täter auf drei Backblechen aufbewahrte. Anschließend wurde der Stoff auf einer benachbarten Freifläche kontrolliert abgebrannt. Zuvor waren das Wohnhaus des Täters und ein angrenzendes Gebäude evakuiert worden.

Verdächtiger polizeibekannt

Der Einsatz dauerte von Mittag bis gegen 22 Uhr. Die Polizei war durch einen Zeugenhinweis auf die Sprengstoffherstellung aufmerksam geworden. Gegen den 38-Jährigen wurde Anzeige erstattet. Er war bereits durch andere Delikte - darunter Körperverletzung - polizeibekannt.

Der Tatverdächtige befindet sich derzeit in der geschlossenen Abteilung eines Klinikums, wo er bereits zum Zeitpunkt der Wohnungsdurchsuchung einsaß.

Quelle: MDR THÜRINGEN/nis

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 22. September 2020 | 08:00 Uhr

4 Kommentare

Thbratwurst vor 4 Wochen

Das ist immer der Fehler sofort daran zu denken, Herstellung von gewissen Komponenten steht in jeden guten Chemiebuch aus der Bibliothek. Wer das etwas beherrscht und nicht blöd ist findet immer Wege Sprengstoffe ect herzustellen, ein Verbot bringt sollange nicht wie man noch alle Elemente des Periodensystems frei auf der Erde findet. Sogar auf s Backpulver ect kann man solche Sachen bauen ....tja der Lohn der Intelligenz.

Lothar Thomas vor 4 Wochen

Aber HALLO, was ist DAS denn wieder aus Apolda?

Selbst gebastelter Sprengstoff und dann auch noch zu Hause und im Backofen?

Na zuwenigstens wurde er trocken gelagert.

Hat der Herr sich bei Anderen Leuten groß getan, dass er "verpetzt" wurde?

Nicht auszudenken, was alles hätte passieren können.

Sachsin vor 4 Wochen

super Platz! solange es legal gekauft werden kann - um Allgemeinheit zu schützen sollte Handel Sprengstoffverboten und kontrolliert werden - technisch machbar die kriminellen Plattformen abschalten

Mehr aus der Region Weimar - Apolda - Naumburg

Mehr aus Thüringen