Apolda Landesgartenschau "geschmeidig" abgelaufen

Mehr Besucher als bei anderen Schauen, ausgelastete Hotels und eine Finanzspritze für die Glockenstadt: Die Organisatoren der Landesgartenschau in Apolda sind sehr zufrieden.

von Conny Mauroner

Gut einen Monat nach Ende der Landesgartenschau in Apolda haben die Veranstalter noch einmal Bilanz gezogen. Sie haben die Zahlen auf den Tisch gelegt. Mit 366.135 Besuchern kamen im Schnitt 2.457 Gäste am Tag. Das sei ein großer Erfolg, verglichen mit anderen Landesgartenschauen davor, sagte Detleff Wierzbitzki, einer der beiden Geschäftsführer der Landesgartenschau GmbH. Die Gartenschau sei "geschmeidig“ abgelaufen. Die Gärtner hätten ein positives Feedback gegeben. Viele von ihnen haben auch gute Geschäfte gemacht. So war es nicht selten, dass gleich vor Ort Verträge unterschrieben und Kontakte geknüpft wurden. Vor allem die Schaugärten waren ein Magnet. Auch dort wurden Aufträge vergeben.

Profitiert haben auch die Hotels und Gaststätten in Apolda. So spricht LGS-Geschäftsführer Sören Rost von einer hervorragenden Auslastung im Hotel am Schloss. Die Übernachtungszahlen sind naturgemäß gestiegen. Über 500.000 Gäste sind insgesamt in diesem Jahr nach Apolda gekommen. Bürgermeister Rüdiger Eisenbrand (FWG) ist stolz auf diese Zahl, freut sich jetzt aber auch auf eine Verschnaufpause. Lang wird die aber nicht sein. Die nächsten Jubiläen stehen an. Eisenbrand zählt unter anderem die 900-Jahr Feier 2019 und das Buga-Jahr 2021 auf. Apolda hat sich als Außenstandort für die Bundesgartenschau beworben und hofft mit seinen Parks dabei punkten zu können.

Noch 2017 sollen die Zäune fallen

Die Herressener Promenade, das Hauptgelände der Landesgartenschau, wird noch immer zurückgebaut. Der Park ist eine Baustelle und das Betreten nach wie vor verboten. Eisenbrand hofft, dass noch 2017 die Zäune fallen und zumindest der vordere Teil der Promenade wieder von den Apoldaern in Besitz genommen werden kann. Noch rollen dort Bagger und Radlader. Die "Dame mit Hund“, ein Kunstwerk aus Metall, wurde bereits versetzt, einige Pavillone sind abgebaut und Beete abgetragen.

Blütezeit ade Apoldaer Gärten werden zurückgebaut

Die Landesgartenschau in Apolda ist Geschichte. Der große Rückbau hat begonnen. Die Herressener Promenade, das Hauptgelände der Schau, ist derzeit für Besucher gesperrt.

Schloss verriegelt ein Tor
Das Gelände der Landesgartenschau ist für Besucher bis voraussichtlich Dezember gesperrt. Bildrechte: MDR/Conny Mauroner
Schloss verriegelt ein Tor
Das Gelände der Landesgartenschau ist für Besucher bis voraussichtlich Dezember gesperrt. Bildrechte: MDR/Conny Mauroner
Baustelle in einem Park
Bagger rollen an, wo einst viele Besucher weilten. Bildrechte: MDR/Conny Mauroner
Absperrtor zieht sich durch eine Parkanlage
Noch 2017 sollen die Zäune fallen und zumindest der vordere Teil der Promenade wieder von den Apoldaern in Besitz genommen werden. Bildrechte: MDR/Conny Mauroner
Baustelle in einem Park
Bis dahin wird das Hauptgelände der Schau immer weiter zurückgebaut. Bildrechte: MDR/Conny Mauroner
Figur einer Dame mit Hund auf einem Sandhaufen
Die "Dame mit Hund“, ein Kunstwerk aus Metall, wurde bereits versetzt. Bildrechte: MDR/Conny Mauroner
Leerer Spielplatz
Auch der Spielplatz wird derzeit nicht genutzt. Bildrechte: MDR/Conny Mauroner
Friedensteich mit Sand im Vordergrund und Bäumen im Hintergrund
Und auf dem Friedensteich fahren keine Boote mehr... Bildrechte: MDR/Conny Mauroner
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Allerdings sollen nicht alle Beete weichen. Der Bürgermeister wünscht sich Patenschaften. So könnten einige Schmuckstücke erhalten bleiben. Vielleicht will sich ja ein Unternehmen oder Verein um Teile kümmern. Die Überlegungen dazu sind noch nicht abgeschlossen. Die Boote sind vom Gondelteich geholt, doch auch sie sollen nicht ewig im Bauhof lagern. Die Stadt sucht nach einem Konzept und Betreiber. Es wäre zu schön, im Frühjahr wieder auf dem Teich paddeln zu können, findet auch der Bürgermeister. Für seine Stadt war die Landesgartenschau auch finanziell ein Erfolg.

Finanzspritze für die Glockenstadt

Rund 3,2 Millionen Euro hat die Kommune eingebracht und sich an der Schau beteiligt. 25 Prozent des Geldes bekommt Apolda nun zurück. Insgesamt sind 800.000 Euro städtische Gelder übrig. Eine Finanzspritze, die Apolda gut gebrauchen kann. Seine Stadt wird lange vom Jahr 2017 zehren, ist sich der Bürgermeister sicher. Und Spuren der Landesgartenschau sind sowieso noch überall zu sehen: In der Stadt hängen rote Blumen, stehen überdimensionale Äpfel und bald auch wieder blaue Schafe - alles Kunstwerke entstanden im Zusammenhang mit der Landesgartenschau.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Fazit | 02. November 2017 | 18:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 02. November 2017, 15:10 Uhr

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