Christiane Schmidt-Rose (CDU), Landrätin Weimarer Land, beim Kartoffellegen mit Kindern in Heichelheim.
Christiane Schmidt-Rose beim Kartoffellegen mit Kindern in Heichelheim. Bildrechte: dpa

Serie Christiane Schmidt-Rose - die neue Landrätin im Weimarer Land

Mit Christiane Schmidt-Rose wird eine erfahrene Kommunalpolitikerin Landrätin im Weimarer Land. Zum 1. Juli übernimmt sie von Hans-Helmut Münchberg das Amt. Und sie hat einiges vor.

von Conny Mauroner

Christiane Schmidt-Rose (CDU), Landrätin Weimarer Land, beim Kartoffellegen mit Kindern in Heichelheim.
Christiane Schmidt-Rose beim Kartoffellegen mit Kindern in Heichelheim. Bildrechte: dpa

Politische Ziele

Am 1. Juli werden die Stühle gerückt. Der Landrat des Weimarer Landes, Hans-Helmut Münchberg, nimmt Abschied. Er überlässt seiner Nachfolgerin, Christiane Schmidt-Rose, das Feld. Eindeutig hatte die CDU-Politikerin die Wahl am 15. April im ersten Durchgang gewonnen. Ihr Wahlprogramm hat offenbar überzeugt. Schmidt-Rose setzt klare Schwerpunkte:

  • Sie will die Verwaltung reformieren und Behördenwege verkürzen.
  • In Richtung Wirtschaft möchte sie aktiver werden. Ihr Wunsch ist es, mehr Industriebetriebe in die Region zu holen und Gewerbegebiete auszulasten.
  • Schmidt-Rose möchte den ländlichen Raum attraktiver machen. Dazu gehöre ein gutes Angebot an Kindergärten, an Einkaufsmöglichkeiten und ein Arzt, sagt die Politikerin.
  • Die Schulstandorte im Kreis möchte sie alle erhalten.
  • Das Weimarer Land sollte mit dem Pfund "Tourismus" wuchern. Dazu gehöre es, Radwege aus- und neu zu bauen.
  • Das Thüringer Freilichtmuseum muss erhalten und ebenfalls ausgebaut werden, sagt sie.
  • Ein klares Statement schickt Schmidt-Rose in Richtung Windkraftlobby: Mehr Standorte für Windkraftanlagen sind nicht nötig, wenn die vorhandenen Anlagen der technischen Entwicklung angepasst werden.

Karriere in der Politik

Christiane Schmidt-Rose ist Eine mit Erfahrung. 19 Jahre Kommunalpolitik hat sie schon hinter sich. Eine Freundin überzeugte sie 1999 zur Kreistagswahl anzutreten. Schließlich sei sie schon in Kindergarten und Schule im Elternrat aktiv gewesen. Und ja - sie wolle etwas bewirken und das ginge nun mal gut in der Politik. Schmidt-Rose musste man nicht lang überzeugen. Die Politik war ihr sowieso nicht fremd. Ihr Ehemann Christoph war zu dieser Zeit schon Bürgermeister von Niederzimmern. Und auch der Vater lebte Politik vor. 40 Jahre lang war er Mitglied der CDU. 

Im ersten Anlauf wurde Christiane Schmidt-Rose in den Kreistag gewählt. Kurz darauf bekam sie einen Sitz im Finanzausschuss und hatte auch bald dessen Vorsitz inne. 2006 gab es dann einen ersten Vorstoß in Richtung Landratsposten - doch der ging schief. Schmidt-Rose musste sich dem parteilosen Hans-Helmut Münchberg geschlagen geben. Die Wahl zur ersten Beigeordneten 2013 konnte die Politikerin dann für sich entscheiden. Als Vize-Chefin war sie rechte Hand des Landrats und Chefin der Schulverwaltung.

Kindheit in idyllischer Kleinstadt

Aufgewachsen ist Christiane Schmidt-Rose in Olpe, in Nordrhein-Westfalen. Gern vergleicht sie die Kleinstadt mit Apolda. Man kennt sich, man grüßt sich, man plaudert. Zum Studium ging Schmidt-Rose nach Hannover, wo sie sich zur Gartenbauingenieurin ausbilden ließ. Es folgten Jobs in Frankfurt, Hamburg und Bonn. 1994 dann der Umzug nach Thüringen. Ehemann Christoph bekam die Chance, Leihbeamter zu werden. Er wechselte ins Finanzministerium nach Erfurt. Neues Zuhause der inzwischen vierköpfigen Familie wurde Niederzimmern im Weimarer Land.

Schmidt-Rose arbeitete lange Jahre als selbständige Sachverständige für den Gartenbau. Später wechselte sie an die Lehr- und Versuchsanstalt nach Erfurt und wurde Abteilungsleiterin. Eine pädagogische Schnellbesohlung, wie sie selbst sagt, hat sie durchlaufen, bis die Karriere in der Politik "dazwischen" kam. Ein neues Kapital im Leben, sagt sie. Die Menschen und Umstände verändern sich. Die Kinder, nun bereits groß, brauchen keine Betreuung mehr zu Hause. Die Arbeitstage der Eltern - sie wurden länger. Seine Hemden musste Ehemann Christoph schon lange allein bügeln. Nun kommt auch die Bügelwäsche seiner Frau hinzu. Denn die hat bald noch weniger Zeit.

Der Landratsposten - ein Knochenjob, auf den sich die 58-Jährige gern einlässt. Sie mag es, Verantwortung zu übernehmen. Viel wird sich auf den ersten Blick erst einmal nicht verändern. Schmidt-Rose behält anfangs sogar ihr altes Büro. Das Neue - es muss erst renoviert werden. Die alten und schweren Möbel des Vorgängers müssen weg. Sie hat es nicht eilig, sagt sie und arbeitet an der Übergabe für den neuen Beigeordneten im Amt. Ein dicker Ordner für den Notfall - den hatte sie damals auch und konnte ihn wirklich gut gebrauchen.

Quelle: MDR THÜRINGEN

AKTUELLES AUS THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Johannes und der Morgenhahn | 29. Juni 2018 | 06:10 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 28. Juni 2018, 14:04 Uhr

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8 Kommentare

29.06.2018 20:28 Nawienn 8

An 7 und alle anderen
es gibt nur einen Thüringer und keinen Thüringer
Kleinstaatler.
Es gibt nichts Auswärtiges,sondern ein Zusammenhalt
zählt, wen wir was erreichen wollen.
Und für alle zur Kenntniss,die Meldung hier bei MDR
sollte man sich ansehen, der neue Landrat
für Gotha, Herr Onno Eckert, ein Schelm der böses
dabei denkt.
Schönen Abend noch

29.06.2018 18:43 Grenzgänger 7

@ 5 Nawienn: Ihre neuerliche Äußerung zeigt, daß Sie in typisch thüringischer Kleinstaaterei verhaften sind. Nur nichts Fremdes / Auswärtiges zulassen. Wie in meinen Nachbardörfern B und C. Die sagen auch was will der Fremde aus A (3 km Entfernung) hier, gibts es nicht genug einheimische hier, die das auch machen könnten?

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