Unfallstelle mit ausgebranntem Lastwagen auf der Autobahn
Die Feuerwehr löschte den Brand auf der A4, doch die Bergung zog sich über Stunden hin. Bildrechte: MDR/Sascha Mönch

Verkehr Stau auf A4: Batterie-Lkw in Flammen - Lastwagen fährt ungebremst auf

Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei auf der A4 im Weimarer Land: Ein mit Batterien beladener Lastwagen ist am Mittwochmorgen bei Nohra in Brand geraten. Später fuhr ein weiterer Lkw ungebremst in das Ende des Staus. Die Autobahn blieb über Stunden wegen der Bergungsarbeiten in Richtung Frankfurt/Main gesperrt.

Unfallstelle mit ausgebranntem Lastwagen auf der Autobahn
Die Feuerwehr löschte den Brand auf der A4, doch die Bergung zog sich über Stunden hin. Bildrechte: MDR/Sascha Mönch

Der Brand eines mit Batterien für Elektroautos beladenen Lkw-Anhängers hat am Mittwoch auf der Autobahn 4 bei Weimar für einen Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei gesorgt. Wegen der Lösch- und Bergungsarbeiten war die A4 in Richtung Frankfurt stundenlang gesperrt, es kam zu einem kilometerlangen Stau. Die auf dem Anhänger geladenen Lithium-Ionen-Akkus selbst gerieten nicht in Brand. Allerdings habe Explosionsgefahr bestanden, weil sie erhitzt waren, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Sie mussten in Spezialcontainer umgeladen und dort gekühlt werden. Die Polizei sprach von 700.000 Euro Sachschaden.

Lkw brennt aus - langer Stau auf A4

Auf der A4 kam es gegen Mittag zu einem weiteren Unfall, als ein Lastwagen ungebremst in das Stauende fuhr und auf einen anderen Wagen prallte. Der Fahrer des aufgefahrenen Lasters wurde eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Ein Rettungshubschrauber brachte den Schwerverletzten in ein Krankenhaus.

Komplizierte Bergung auf A4: Feuerwehr kühlt Batterien

Nach ersten Erkenntnissen sei das Feuer am Morgen vermutlich durch einen Defekt an einem Reifen des Aufliegers ausgebrochen, hieß es von der Polizei. Der Fahrer konnte den Lastwagen am Mittwochmorgen noch rechtzeitig auf den Standstreifen fahren, dort die Zugmaschine abhängen und ein Stück wegfahren. Der 43-jährige Fahrer wurde nicht verletzt.

Die Bergung der Batterien gestaltete sich kompliziert. Die in Container umgeladenen Akkus wurden auf einem Firmengrundstück an der Anschlussstelle Nohra zunächst zwischengelagert. "Sie müssen 48 Stunden lang gekühlt werden, bevor sie abtransportiert werden können", sagte Steffen Schirmer, Leiter des Katastrophenschutzamtes im Landratsamt Weimarer Land. Mehrere Feuerwehren aus Weimar, dem Weimarer Land und Erfurt waren bei Lösch- und Bergungsarbeiten im Einsatz.

Feuer ausgebrochen Lastwagen verunglückt auf A4 bei Weimar

Wegen eines Brandes auf der A4 bei Weimar mussten Fahrer am Mittwoch deutlich mehr Zeit einplanen. Die Fahrbahn in Richtung Frankfurt blieb stundenlang gesperrt.

Unfallstelle mit ausgebranntem Lastwagen auf der Autobahn
Ein mit Lithium-Ionen-Batterien geladener Lkw ging am Mittwochmorgen auf der A4 in Flammen auf. Bildrechte: MDR/Sascha Mönch
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Ein mit Lithium-Ionen-Batterien geladener Lkw ging am Mittwochmorgen auf der A4 in Flammen auf. Bildrechte: MDR/Sascha Mönch
Unfallstelle mit ausgebranntem Lastwagen auf der Autobahn
Zahlreiche Feuerwehren rückten an. Bildrechte: MDR/Sascha Mönch
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Die Fahrbahn in Richtung Frankfurt Main wurde komplett gesperrt. Bildrechte: MDR/Sascha Mönch
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Die Feuerwehr brachte den Brand schnell unter Kontrolle. Bildrechte: MDR/Sascha Mönch
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Allerdings dauerte die Bergung noch Stunden. Bildrechte: MDR/Sascha Mönch
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Mehr als 20 Tonnen hitzegeschädigte Batterien mussten mit aller Vorsicht umgeladen werden. Bildrechte: MDR/Sascha Mönch
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Umleitungsstrecken bei Weimar überlastet - Säure im Boden?

Die auf der A4 im Stau stehenden Autofahrer mussten viel Geduld aufbringen. Der Verkehr wurde an der Anschlussstelle Weimar umgeleitet, auch die Umleitungsstrecke war zeitweise überlastet. Erst am Nachmittag wurden die Fahrstreifen am Unfallort wieder freigegeben. Unklar war zunächst, ob Säure aus den Batterien in den Boden gelangt ist. Dies werde weiter kontrolliert, sagte Schirmer.

Elektroautos mit Lithium-Batterien gelten Fachleuten zufolge als nicht leicht zu löschen. Der Vorsitzende des Thüringer Feuerwehrverbands, Lars Oschmann, hatte kürzlich deswegen mehr Informationen verlangt und für eine bessere Zusammenarbeit mit der Industrie plädiert.

Quelle: MDR THÜRINGEN/dpa,maf

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 14. August 2019 | 15:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 14. August 2019, 16:32 Uhr

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