Entleerter Stausee Undichte Talsperre Hopfgarten soll ab Juli saniert werden

Der undichte Staudamm der Talsperre Hopfgarten im Weimarer Land wird saniert. Der Betreiber Thüringer Fernwasserversorgung hat die Arbeiten Mitte April ausgeschrieben. Der Stausee war Ende 2018 aus Sicherheitsgründen geleert worden, nachdem ein erhöhter Sickerwasserabfluss gemessen worden war.

Stausee soll sich erst im nächsten Jahr wieder füllen

Entleerter Stausee Hopfgarten im Weimarer Land
Der Stausee war schon Ende 2018 geleert worden. Im Sommer soll die Sanierung beginnen. Bildrechte: MDR/Sebastian Großert

Der Betreiber stellte danach fest, dass die Kunststoff-Dichtung des 370 Meter langen Staudamms nach 40 Jahren Nutzung nicht mehr intakt ist. Die Sanierung soll im Juli beginnen und Ende November abgeschlossen sein. Die Kosten werden auf einen sechsstelligen Betrag geschätzt. Der Stausee soll aber erst in einem Jahr wieder befüllt werden. Sonst würde zu viel Biomasse ins Wasser geraten und den Sauerstoff aufzehren, so begründet die Fernwasserversorgung ihren Zeitplan.

Die Talsperre Hopfgarten staut den Unstrut-Nebenfluss Gramme. Sie war 1979 für den Hochwasserschutz und die Brauchwasser-Versorgung in Betrieb genommen worden. Außerdem war das Gewässer bei Anglern sehr beliebt.

Trocken gefallener Bootsteg im entleerten Stausee Hopfgarten
Das Gewässer war auch bei Anglern beliebt. Davon zeugt auch der Bootssteg im entleeren Stausee Hopfgarten, der mittlerweile trocken gefallen ist. Bildrechte: MDR/Sebastian Großert

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 22. April 2020 | 06:30 Uhr

2 Kommentare

Stefan Der vor 32 Wochen

Könnten Sie dafür bitte Beispiele nennen. Bei uns in der Gegend sind die ehemaligen Stauseen, außer der in Hopfgarten im Moment, noch vorhanden. Es gibt allerdings einige natürliche Tümpel und Weiher, welche in den letzten Jahren ausgetrocknet sind. Evtl. verwechseln Sie da was.

kleinerfrontkaempfer vor 32 Wochen

Viele Stauseen und ehemalige LPG-Speicher wurden nach dem Beitritt zur BRD "geschliffen" und unbrauchbar gemacht. Nun setzt wohl ein Umdenken ein. Geld dürfte ja vorhanden sein.

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