Neumark Knappe Mehrheit gegen Bürgerbegehren zur Schweinezucht

In Neumark im Weimarer Land ist das Bürgerbegehren gegen die Schweinezuchtanlage van Asten gescheitert. 55 Prozent der Wahlbeteiligten stimmten dafür, dass die Stadt einen Bebauungsplan auf den Weg bringt.

Schweine
In Neumark soll der Schweinebetrieb van Asten vergrößert werden. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Der Schweinebetrieb will seine Zucht erweitern und sich auch flächenmäßig vergrößern. Der Bürgermeister der zuständigen Landgemeinde Thomas Heß zeigte sich erleichtert. Der Bebauungsplan sei die einzige Chance für die Kommune, bei einer Erweiterung mitzureden und dem Betrieb Grenzen aufzuzeigen, sagte der CDU-Politiker. Zudem sieht Heß den Stadtrat gestärkt. Der hatte sich bereits im vergangenen Jahr für einen B-Plan ausgesprochen.

Abstimmung am Sonntag

Eine Bürgerinitiative hatte das Bürgerbegehen in Gang gebracht. Sie befürchtet eine Erweiterung des Betriebes von riesig zu gigantisch, so Sprecherin Beatrice Sauerbrey. Die Wahlbeteiligung lag bei 75 Prozent. 407 Männer und Frauen waren wahlberechtigt. Der Schweinebetrieb in Neumark ist aktuell der Zweitgrößte im Freistaat. Momentan werden dort rund 42.000 Tiere gehalten.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 12. Juli 2020 | 19:00 Uhr

4 Kommentare

Axel1 vor 9 Wochen

Muss man wirklich nicht mehr verstehen, wie scheinheilig ist das den Tönnis für alles verantwortlich zu machen ( hatte manchmal den Eindruck Corona hat ein Gesicht bekommen und das sah aus wie Clemens) das aber die Zuchtfabriken das System tönnis erst ermöglichen auf die Idee ist leider noch keiner gekommen . Schade eigentlich

lobo56 vor 10 Wochen

Das ist so krank ! Das so etwas selbst in diesen Tagen überhaupt in Erwägung gezogen wird zeigt, das in dieser Gesellschaft Profit über allem steht.
Corona ist ein Schnupfen gegen die künftigen Auswirkungen von Massentierhaltung, Antbiotikaresistenzen , Umweltberatung Uwe. Der Mensch ist gierig und dumm.

lobo56 vor 9 Wochen

Umweltzerstörung........sollte es heißen.

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