Ettersburg | Weimarer Land 6.000 Jahre alte Skelette entdeckt

Ein Beil aus Feuerstein, Geräte aus Knochen, Pfeilspitzen und zwei männliche Skelette in Hockstellung: In Ettersburg im Weimarer Land haben Archäologen mehrere tausend Jahre alte Funde aus der Jungsteinzeit ausgegraben.

Zwei Skelette aus der Jungsteinzeit sind in Gräbern in Ettersburg (Weimarer Land) entdeckt worden. Bei den Funden handelt es sich um zwei männliche Skelette, die rund 6.000 Jahre alt sind. Laut dem Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie sind die Toten in Hockerlage auf der Seite liegend bestattet worden. Die Archäologen untersuchten den Boden, um die Erschließung eines neuen Wohngebiets vorzubereiten.

Ausgegrabenes Skelett aus der Jungsteinzeit
Eines der männlichen Skelette in Hockstellung. Bildrechte: TLDA, Weimar

In den Gräbern seien nicht nur die Skelette, sondern auch Beigaben für das Grab gefunden worden, sagte der Abteilungsleiter Thomas Grasselt. So entdeckten die Archäologen ein Beil aus Feuerstein, Geräte aus Knochen und Pfeilspitzen.

Zusätzlich wurden noch 15 Gräber aus einer späteren Zeit entdeckt. Die zweite Grabstätte sei etwa im Jahr 2.000 vor Christus entstanden und gehöre in die frühe Bronzezeit, so Gasselt. Aus den Gräbern konnten die Archäologen alte Keramik bergen: Tassen, Schüsseln und flache Schalen.

Quelle: MDR THÜRINGEN / dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten für Mittel-Thüringen | 27. Juni 2019 | 08:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 26. Juni 2019, 18:33 Uhr

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2 Kommentare

27.06.2019 15:09 Daniel 2

Aber unsere Städte sind alle auf den Gräbern unserer Vorfahren erbaut und auch unter Weimars Straßen sind diverse Massengräber und Einzelgräber. So ist das eben. Was piätätlos ist, ist eine Frage der Zeit. Nach 100 Generationen sind das nicht viel mehr als interessante Knochen und wenn nicht mehr dahinter steckt, werden sie mit Straßen und Häusern überbaut. Bei Interesse an dem Thema kann man die üblichen Verdächtigen fragen und selbst nachlesen im Landes - Stadtarchiv und Museen mit historischem Auftrag... Ich wollte mal eine Stadtführung dazu erarbeiten, habe aber keine Lust mehr dazu :)

26.06.2019 20:05 Marianne 1

Die Frage is, ob es nicht etwas Piätätlos ist und ob es nicht eher Störung der Totenruhe ist, so was wird international angestossen. Nur ob es wirklich nötig ist um Geschichte an die nächste Generation weiter zu geben ist fraglich. Angenommen Sie werden nicht verbrannt sondern im Sarg beerdigt, dann fangen die bei Ihnen auch an. Und das dort wo sie Menschen in Krematorien verbrannt haben. Ich frage mich wo die Erlaubnis für derartige Forschungen beginnt und wo sie aufhört. Danach ein neues Wohngebiet. Ich meine mit Grün hatten sie es noch nie. Irgendwann werden KZ erinnerungsgedenkstätten auch neuen Wohnsiedlungen weichen. Die GEZ und Ihr dummer Fussball nerven.

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