Apolda Rechte Szene: Polizei löst Veranstaltung mit mehr als 80 Personen auf

Die Polizei hat in Apolda am Samstagabend eine Veranstaltung der rechten Szene aufgelöst. Dabei wurden auf einem Gartengrundstück im Ortsteil Oberroßla mehr als 80 Personen angetroffen, wie die Beamten in der Nacht mitteilten.

Streifenwagen fährt mit Blaulicht
In Apolda haben sich Mitglieder der rechten Szene getroffen. Die Polizei griff ein. (Symbolfoto) Bildrechte: imago images / Jonas Walzberg

Mitglieder der rechten Szene treffen sich in Apolda

Demnach war die Veranstaltung nicht angemeldet und verstieß gegen geltende Regeln zum Infektionsschutz. Einige der Teilnehmer seien polizeibekannt. Bei der anschließenden Personenkontrolle kam es zu vereinzelten Straftaten gegenüber den Polizisten, hieß es. Details wurden dazu nicht genannt, es werde noch ermittelt.

Corona-Vorschrift: Veranstaltungen anmelden

Laut aktueller Corona-Verordnung in Thüringen müssen größere nicht-öffentliche Veranstaltungen und private Feiern mindestens 48 Stunden vor Beginn den Behörden gemeldet werden. In geschlossenen Räumen ist das bei mehr als 30 Personen vorgeschrieben, unter freiem Himmel bei mehr als 75.

Lob aus der Landespolitik für Einschreiten der Polizei

Das Einschreiten der Polizei wurde über Parteigrenzen hinweg gelobt. "In Thüringen ist es für die Nazis deutlich ungemütlicher geworden", schrieb Innenminister Georg Maier (SPD) am Sonntag auf Twitter. "Die Party war beendet, bevor es richtig losging. #NazisRaus". CDU-Generalsekretär Raymond Walk kommentierte das Handeln der Polizei ebenfalls auf Twitter: "Richtig so! Keinen Freiraum für Feinde der Demokratie; nicht in Apolda, nicht in Thüringen und anderswo!"

Quelle: MDR THÜRINGEN/maf,dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 05. Juli 2020 | 08:00 Uhr

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