Wahlkampf Weitere Morddrohung gegen Mike Mohring

Der CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl, Mike Mohring, hat am Sonntag eine weitere Morddrohung gegen ihn publik gemacht. In einer E-Mail haben Rechtsextremisten demnach von ihm gefordert, seinen Wahlkampf einzustellen. "Wenn ich das nicht tue, dann wollen sie mich abstechen, so wie die Oberbürgermeisterin von Köln, Henriette Reker, oder gar eine Autobombe zünden", sagte Mohring.

Mike Mohring
Mike Mohring Bildrechte: MDR/Mike Mohring

In einem Onlinevideo beim Kurznachrichtendienst Twitter forderte der Politiker angesicht solcher Drohungen auch gegen andere Spitzenkandidaten zum Zusammenhalt in Thüringen auf. "Wir dürfen keinen Platz für Hass, Gewalt und Extremisten lassen", sagte Mohring. Die Botschaft bis zur Wahl müsse "Zusammen Thüringen" lauten.

Der CDU-Politiker veröffentlichte auch die komplette Droh-E-Mail im Internet. Der genannte Absender wurden in den vergangenen Monaten bereits bundesweit im Zusammenhang mit Morddrohungen gegen Politiker und andere Personen des öffentlichen Lebens verwendet. Das Landeskriminalamt ermittle bereits wegen eines neuen Drohschreibens, sagte ein Sprecher der Landeseinsatzzentrale der Polizei am Sonntag auf dpa-Anfrage. Zum genauen Inhalt des Schreibens konnte er aber keine Angaben machen.

Mike Mohring hatte schon Ende September eine Morddrohung per Postkarte erhalten. Das Landeskriminalamt hatte daraufhin Ermittlungen aufgenommen. Kölns Oberbürgermeisterin Reker (parteilos) war im Oktober 2015 kurz vor ihrer Wahl von einem Rechtsextremisten mit einem Messer in den Hals gestochen worden.

Quelle: MDR THÜRINGEN/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 20. Oktober 2019 | 17:00 Uhr

12 Kommentare

Ernst678 vor 36 Wochen

Gleich vorweg, Morddrohungen und ähnliches im Wahlkampf geht garnicht. Aber, die Worte von Herrn Mohring "Wir dürfen keinen Platz für Hass, Gewalt und Extremisten lassen" sind wieder die übliche Heuchelei. Für Jedermann sichtbar ist wie tagtäglich Hass gegen die AfD und alle Skeptiker von Flüchtlings- und Klimapolitik und anderer Ungereimtheiten offizieller Politik (siehe Türkei, Nullzinspolitik usw.) geschürt wird und kaum ein Blick an den linksextremistische Rand geht. Bei all dem keimt bei mir der Verdacht das es sich um gezielt erzeugten Theaterdonner im Kampf um Wählerstimmen handelt und man sehnlichst hofft das der dumme Michel drauf reinfällt. Offiziell macht man hier heutzutage Politik wie im alten Rom "Teile und herrsche" und Migrationspolitik ist keine Humanität sonder lediglich Mittel zum Zweck.

Fuerst Myschkin vor 36 Wochen

Auweia, da bin ich also schuldig, dass es im Land nicht mehr vowärts geht. Aber keine Schnappatmung bekommen, in ganz DE geht es seit 15 Jahren nicht mehr vorwärts. Und daran ist der imaginäre Herr "Köcke" nicht schuld, wohl aber die Partei des Herrn Mohring. Solche Morddrohungen halte ich für nicht akzeptabel. Sie sind aber ein Zeichen für das vergiftete Klima im Land. Hass erzeugt nun mal Gegenhass. Es sollte mal endlich verbal abgerüstet werden. Auf beiden Seiten.

SZ Rentner vor 36 Wochen

Habe auch versucht in dieser Richtung zu kommentieren bin aber gescheitert . Ich würde auch mal nur die Frage stellen wem nützt es ? Die Frage stelle ich mir eigentlich immer .

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