Missbrauchsverdacht gegen zwei Polizisten Ermittler prüfen Einsätze der tatverdächtigen Polizisten

Die Ermittlungen gegen zwei unter Missbrauchsverdacht stehende Polizisten weiten sich aus. Nach Informationen von MDR THÜRINGEN werden die früheren Einsätze der beiden Beamten überprüft. Dahinter steht die Frage, ob die Männer schon früher bei gemeinsamen Einsätzen möglicherweise derartige Straftaten begangen haben. Die Beiden befinden sich in Untersuchungshaft. Sie stehen im Verdacht, am 28. September in Arnstadt gemeinsam eine Frau sexuell missbraucht und vergewaltigt zu haben, die sich in ihrem Gewahrsam befand.

Nach Informationen von MDR THÜRINGEN handelt es sich um Beamte aus Gotha, die zur Unterstützung auf Streife in Arnstadt unterwegs waren. Bei dem mutmaßlichen Opfer soll es sich um eine Frau aus Polen handeln, deren Papiere gefälscht waren. Die Beamten sollen die Frau und ihren Mann zuvor kontrolliert und dabei gefälschte Papiere entdeckt haben. Sie sollen dann mit der Frau zu ihrer Wohnung bei Arnstadt gefahren sein, um nach Beweisen zu suchen. Dort soll es zu der Gewalttat gekommen sein.

Nach MDR-Informationen ermittelt eine interne Ermittlergruppe des Landeskriminalamtes. Die Staatsanwaltschaft Erfurt lehnt jegliche weiteren Informationen zu den Tatverdächtigen ab und verweist auf den Schutz der Beamten. Den Polizisten wird sexueller Missbrauch sowie Vergewaltigung in besonders schwerem Fall vorgeworfen.

Quelle: MDR THÜRINGEN/dr

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 07. Oktober 2019 | 12:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 07. Oktober 2019, 12:07 Uhr

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