Erfurt Batteriehersteller CATL versiebenfacht seine Investition in Thüringen

Der chinesische Konzern CATL baut seine Pläne für eine Batteriefabrik bei Erfurt erheblich aus. Statt den bisher geplanten 240 Millionen Euro will der Batteriehersteller nun insgesamt 1,8 Milliarden Euro am Erfurter Autobahnkreuz investieren - und dies innerhalb der nächsten fünf Jahre. Das bestätigte CATL-Europachef Matthias Zentgraf MDR THÜRINGEN. Zudem würden statt 600 Mitarbeitern mehr als 2.000 Beschäftigte gebraucht, sagte Zentgraf.

In einer Börsenmitteilung begründete CATL (Contemporary Amperex Technology Co. Limited) die Entscheidung mit der Veränderung in der Geschäftsentwicklung und der Marktnachfrage. So habe BMW bereits Lithium-Ionen-Zellen im Wert von vier Milliarden Euro bei dem Konzern bestellt, nahezu ein Drittel davon soll aus Erfurt kommen.

Ich freue mich über diese Entscheidung. Das ist ein Vertrauensbeweis für den Standort Thüringen. Unser Bundesland kann mit einer solchen Investition ein zentraler Standort der Batteriezellenproduktion und ‑forschung in Deutschland und Europa werden.

Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) Pressemitteilung

Baustart für Produktionshalle Ende September

Nach Angaben von Zentgraf soll mit dem Bau des Werkes spätestens Ende September begonnen werden. CATL hat bereits die leeren Immobilien des früheren Solarzellenherstellers Solarworld übernommen. Hier soll unter anderem die Verwaltung einziehen. Die Produktionshallen sollen auf den angrenzenden Flächen errichtet werden. Der Konzern spricht in seiner Mitteilung ausdrücklich vom "Aufbau eines europäischen Produktions-, Forschungs- und Entwicklungsstandorts" in Erfurt. Weltweit hat das Unternehmen mit Sitz in Ningde in der chinesischen Provinz Fujian rund 19.000 Beschäftigte.

Arnstadt: CATL-Ansiedlung als Herausforderung und Chance

Die geplante Ansiedlung stellt die Stadt Arnstadt nach eigenen Angaben vor große Herausforderungen. Bürgermeister Frank Spilling sagte MDR THÜRINGEN, Ziel sei, dass möglichst viele der Mitarbeiter sich in Arnstadt niederlassen. Die Kommune müsse dann aber unter anderem für Wohnungen, Kindergärten und neue Straßen sorgen. Auch über eine weitere Autobahnabfahrt und ein neues Eisenbahngleis wird laut Spilling nachgedacht. Dabei arbeite die Stadt mit dem Land, dem Ilm-Kreis und der Gemeinde Amt Wachsenburg zusammen. Der Bürgermeister bezeichnete das CATL-Investment als Riesenchance für Arnstadt, weil das Werk mittelfristig ein wichtiger Gewerbesteuerzahler werden könne.

Wer ist CATL? Contemporary Amperex Technology Ltd. (CATL) wurde 2011 gegründet. Das Unternehmen entwickelt und produziert Lithium-Ionen-Batterien für E-Mobilität und Energiespeicher-Lösungen. Dazu gehören Materialien, Batteriezellen, Batterie-Management-Systeme sowie Batterie-Recycling und -Wiederverwertung. CATL ist einer der drei führenden Anbieter weltweit in der Fahrzeugbatterie-Industrie, mit einer in 2016 erreichten Produktionskapazität von 6,8 Gigawattstunden (GWh). Bis 2020 soll die Produktionskapazität von Lithium-Ionen-Batterien weltweit auf 50 GWh wachsen. Quelle: CATL

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 02. Juli 2019 | 10:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 02. Juli 2019, 14:09 Uhr

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32 Kommentare

04.07.2019 09:20 Heike 32

Man muss es nicht verstehen, dass hier herum gejammert wird, wenn ein Betrieb 2000 Arbeitsplätze in der Region schaffen will. Für mich ist dies ein deutliches Zeichen dafür, dass man manchen Menschen inzwischen nichts mehr recht machen kann und sie nur noch auf Protest und Krawall gebürstet sind. Fast könnte man meinen, dass jemand gezwungen wird dort zu arbeiten.

04.07.2019 07:20 Mediator an Gerd Müller(30) 31

Sie sind ein typisches Beispiel für die Menschen die auf biegen und brechen jeden Erfolg im Land kleinreden wollen um die von ihnen favorisierte Angstmacher- und Untergangspartei zu pushen. Das merkt man an jedem ihrer Beiträge die von Fremdenfeindlichkeit und reflexhafter unbegründeter Regierungskritik strotzen.

Um was geht es im Artikel: Eine Batteriefabrik soll gebaut werden. Das bedeutet für die Region Steuereinnahmen, Arbeitsplätze, Perspektive für die Menschen vor Ort und viele weitere positive Dinge. Warum lenken sie also mit ihren unbelegten Verdächtigungen ab? Warum tun sie so, als ob man die Bevölkerung Ostdeutschlands mit der Peitsche in die Schwefelminen zur Frohnarbeit treiben will?

Ein neuer Innovativer Betrieb wird entstehen das ist alles. Dieser wird die Arbeitslosenquote NOCH WEITER nach unten drücken und für die Menschen in der Region größere Wahlfreiheit was den Arbeitgeber angeht bringen.

Oller Miesepeter!

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