Ansiedlung im Ilm-Kreis Geplantes CATL-Werk: Landrätin befürchtet Verkehrschaos am Erfurter Kreuz

Produktionslinie in einem Werk des Batterieherstellers CATL.
Das Unternehmen CATL aus China siedelt sich bald mit einem Batteriewerk wie diesem in Thüringen an (Archivbild). Bildrechte: CATL

Der Ilm-Kreis drängt auf einen Ausbau der Verkehrswege für das neue Batteriewerk am Erfurter Kreuz. Landrätin Petra Enders (parteilos) sagte, die Fabrik des chinesischen Unternehmens CATL werde in wenigen Jahren die Produktion starten. Pro Tag würden dann rund 100 Container die Fabrik verlassen. Dadurch drohe auf den angrenzenden Straßen ein Verkehrschaos.
Enders forderte das Land Thüringen auf, in der Gemeinde Amt Wachsenburg zum einen die Thöreyer Straße auszubauen und einen Anschluss an die A4 zu schaffen, und zum anderen das Werk mit einem neuen Eisenbahngleis anzubinden. Darüber hinaus sprach sich Enders für einen neuen Radweg durch das Industriegebiet und einen überarbeiteten Busfahrplan aus. Damit könnten die Beschäftigten bei der Fahrt zur Arbeit auf das Auto verzichten.
Der chinesische Konzern CATL will auf dem Industriegebiet Erfurter Kreuz ein Batteriewerk errichten. Es sollen bis zu 1,8 Milliarden Euro investiert werden und bis zu 2.000 neue Jobs entstehen. Der Produktionsstart ist für 2022 geplant.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 08. Juli 2019 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 10. Juli 2019, 08:28 Uhr

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9 Kommentare

11.07.2019 12:39 martin 9

@8 part: Das Lichtraumprofil ist bei elektrifizierten Strecken halt deutlich kleiner als bei Straßen. Klar man könnte Fahrdraht, Masten und Signale abbauen, einen Großraumtransport durchschicken und anschließend alles wieder aufbauen. Glauben Sie, dass dann noch ein großer Generator in Erfurt gebaut würde?

Abgesehen von den Großraumtransporten haben Sie Recht. Wenn der Straßentransport nicht mehr so hoch subventioniert wird und Mautgebühren und Trassenpreise in einem vernünftigeren Verhältnis zueinander stehen würden, wäre auch wieder mehr Güterverkehr auf der Schiene.

10.07.2019 23:58 part 8

Erfurter Kreuz, näher an Arnstadt und weit weg entfernt von Erfurt, Gewerbegebiet errichtet auf bestem Acker und leider nicht so richtig angeschlossen an ein Schienensystem. Die Lagerwirtschaft in der BRD findet aber auf Bundesstraßen und auf BAB statt, seit vielen Jahren. Der Bahngüterverkehr mit seinen Verschiebe- Bahnhöfen spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle. Viele Werke in der BRD verfügen gar nicht mehr über einen Gleisanschluß, ein Generatorenhersteller in Erfurt aber schon und trotzdem wird die Gedult der KFZ- Steuer-Leister des Öfteren bemüht um Sondretranporte aufwendig durchzuführen und dies mit öffentlicher Genehmigung.

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