Eine Frau kommt aus dem Werk von Solarworld in Arnstadt (Thüringen).
Die Solarworld-Fabrik in Arnstadt (Archivfoto) Bildrechte: dpa

Elektromobilität Batteriehersteller CATL kauft Solarworld-Standort Arnstadt

Der chinesische Batteriehersteller CATL errichtet in Arnstadt ein Werk, um Akkus für Elektroautos zu fertigen. Dafür wird die Firma auch den Standort des insolventen Solarzellenherstellers Solarworld nutzen.

Eine Frau kommt aus dem Werk von Solarworld in Arnstadt (Thüringen).
Die Solarworld-Fabrik in Arnstadt (Archivfoto) Bildrechte: dpa

Der chinesische Batteriehersteller CATL hat den Standort des insolventen Solarzellenherstellers Solarworld in Arnstadt gekauft. Insolvenzverwalter Christoph Niering bestätigte am Montag einen entsprechenden Bericht der Zeitung taz. Die Gläubigerversammlung habe dem Geschäft zugestimmt. Zum Verkaufspreis wollte sich Niering nicht äußern. Laut taz beläuft sich der Verkehrswert der Immobilien auf 40 Millionen Euro. CATL will in Arnstadt eine Fabrik für Elektroauto-Batteriezellen und -Batterien errichten. Im einstigen Solarworld-Standort sollen Logistik, Lager und Verwaltung unterkommen.

CATL-Europapräsident Matthias Zehntgraf hatte im November erklärt, dass die Produktion in Arnstadt 2020 anlaufen soll. Bis 2022 wolle das Unternehmen rund 240 Millionen Euro investieren und 600 Arbeitsplätze schaffen. Erster Kunde des neuen Werks sei der Autobauer BMW, der einen Milliarden-Auftrag vergeben habe.

Solarworld hatte im März 2018 Insolvenz angemeldet. Die Suche nach einem Investor für die Fertigung in Arnstadt und im sächsischen Freiberg scheiterte. Als wesentlichen Grund dafür gab Insolvenzverwalter Niering an, dass die Preise für Solarzellen und -module massiv gefallen sind.

Stichwort: Batteriezelle Batterien für Elektroautos bestehen aus einer Vielzahl von einzelnen zusammengeschalteten Batteriezellen. In Arnstadt sollen sowohl Zellen als auch ganze Batterien hergestellt werden. Der Begriff Batterie bezeichnet genau genommen einen nicht wieder aufladbaren Speicher, wiederaufladbare Speicher werden Akkus oder Akkumulatoren genannt. Nach Angaben des Kompetenznetzwerks Lithium-Ionen-Batterien e.V. hat sich inzwischen aber der Begriff Batterie auch für Akkus etabliert.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 29. April 2019 | 05:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 29. April 2019, 11:29 Uhr

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11 Kommentare

29.04.2019 18:22 Möwe 11

Lipos sind maximal ein Zwischenschritt. Bis das in Deutschland einigermaßen gewinnbringend produziert wird, sind die Akkus Schnee von gestern.

29.04.2019 17:04 Hans Frieder Leistner 10

@Meckersack. Es sind ja nicht nur die Lithiumvorräte, die es zu bedenken gibt. Wolfram z.B. ist auch nicht in den Riesenmengen vorhanden. Und dann waren sie noch so bescheiden, die ganze Elektronikbranche auszulassen. Für jedes Handy etc werden doch auch die seltenen Erden gebraucht. Wo sollen die denn alle herkommen. Da rennen wöchentlich unbedarfte - darf man auch ahnungslose schreiben? - Kinder von "Fachleuten" aufgehetzt wegen Klimazielen auf die Straße. Aber dieses Thema wird ausgeschaltet. Solange speichern wir halt den Strom im Netz.

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