Arnstadt | Erfurt Einzelne Frischback-Filialen bangen noch um Zukunft

Auch am letzten Tag der Frischback-Produktion ist die Zukunft für einzelne Filialen der insolventen Backkette noch unklar. Der Sprecher der Erfurter Insolvenzkanzlei Rombach sagte MDR THÜRINGEN, bei etwa fünf Geschäften werde noch immer mit Ladenvermietern verhandelt.

Verkäuferin und Kunden an Frischback-Theke
Frischback-Filiale (Archivfoto) Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Bei mehr als 50 Filialen sei der Übergang dagegen geregelt. Am Samstag verkaufen sie letztmals Brot und Brötchen aus der Frischback-Großbäckerei in Arnstadt. Danach werden sie, eventuell mit Umbaupause, von anderen Bäckereien übernommen und beliefert. Die Aufteilung an Unternehmen wie Helbing aus Leinfelde-Worbis und Nahrstedt aus Meiningen übernimmt die dafür gegründete Arge "Bäcker in Thüringen".

Nach jetzigem Stand werden so laut Insolvenzverwaltung etwa 250 Mitarbeiter direkt übernommen. Darüber hinaus haben die Arge-Bäcker eigenen Angaben zufolge auch gekündigten Mitarbeitern Stellen angeboten. Rund 500 Frischback-Stellen waren seit Januar gestrichen worden, zuletzt gut 80 in der Produktion in Arnstadt. Die Bäckereikette Frischback hatte im Januar 2019 zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren Insolvenz anmelden müssen.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 28. Juni 2019 | 06:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 29. Juni 2019, 11:09 Uhr

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3 Kommentare

01.07.2019 06:42 MÄNNLEiN-VON-DiESER-WELT. 3

Unser täglich‘ Brot gib uns heute...? - Unbegreiflich !!!

Eine z w e i t e Insolvenz innerhalb von zwei Jahren? Im Lebensmittelsektor? Ein traditionsreiches Unternehmen meiner Heimatstadt? Kaputt gespielt? Politik?

Nun ja, es ist mir schon seit längerem unerklärlich gewesen, warum an der Filiale im Erfurter Hauptbahnhof noch immer mit „BROT AUS ARNSTADT“ geworben wird, obwohl doch auch schon länger durch die Medien bekannt gemacht worden ist, dass in Arnstadt gar nicht mehr gebacken wird, sondern das frisch-back-Brot inzwischen aus der (ehemaligen) Erfurter ELMi-Bäckerei kommt...

Das Insolvenzrecht sollte dringend mal wieder vom Deutschen Bundestag unter die Lupe genommen werden!

...und wie jeder selbstständige (Bäcker-)Handwerksmeister, der keine beschränkt haftende Gesellschaftsform für seinen Laden gewählt hat, sollte jeder „Geschäftsführer“ mit seinem gesamten privaten Vermögen für eigene Managementfehler haftbar gemacht werden können!

M a h l z e i t !

30.06.2019 17:21 Alexandra Geißler 2

Thorsten Zarge...Ich sehe das auch so.
Zumal unbezahlte Stunden und Niedriglöhne an der Tagesordnung waren. Alles auf den Rücken der Mitarbeiter.

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