Ilm-Kreis Mechatronik-Hersteller investiert 20 Millionen am Erfurter Kreuz

Mit einer Investitionssumme von 20 Millionen Euro will das schwäbische Familienunternehmen Marquardt sein Produktionsnetzwerk erweitern. Der Spezialist für mechatronische Bauelemente vor allem im Automobil- und Werkzeugbau plant die Produktion schon Ende nächsten Jahres mit den ersten 50 Mitarbeitern zu beginnen. Um welches Produkt es sich handelt, ist noch geheim.

Verschiedene Bauteile aus dem Innenraum eines Pkws
Ein Teil der bisherigen Produktpalette der Marquardt-Gruppe. Bildrechte: Marquardt-Gruppe

Der Geschäftsführer des Unternehmens sagte lediglich, dass es sich um ein sehr innovatives Produkt für einen Premiumhersteller handeln werde. Die bisherige Produktionspalette von Marquardt umfasst vor allem solche Bauelemente, die in Zündschlüsseln, Bohrmaschinen oder und Schaltern installiert sind.

Ichtershausen ist für uns ein sehr attraktiver Standort. Durch die verkehrsgünstige Lage, die hohe Branchenkompetenz und die vielen qualifizierten Arbeitskräfte in der Region haben wir hier beste Voraussetzungen, für unsere Kunden in höchster Qualität zu produzieren...

Jochen Becker, Geschäftsführer der Marquardt-Gruppe

Ziel der Schwaben ist es, am Thüringer Standort in den nächsten Jahren bis zu 150 Mitarbeiter zu beschäftigen. Für das über 90 Jahre alte Traditionsunternehmen ist Thüringen dann der 20. Produktionsstandort weltweit. Insgesamt hat das Unternehmen über 10. 000 Mitarbeiter bei einem Jahresumsatz von 1,2 Milliarden Euro.

Quelle: MDR THÜRINGEN

AKTUELLES AUS THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 14. Dezember 2018 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 14. Dezember 2018, 20:39 Uhr

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4 Kommentare

16.12.2018 13:04 martin 4

@2 verwundert: Soweit mir bekannt, bestimmt in einer (mehr oder minder sozialen) Marktwirtschaft keine staatliche Planung sondern "der Markt" welche Produkte benötigt werden und welche nicht.

"Der Markt" hat auch was mit den Kunden zu tun - wenn die das in D manuell hergestellt Porzellan nicht mehr kaufen wollen, sind daran zunächst einmal weniger "die Politiker" Schuld, sondern wir Verbraucher, die sich die Schränke lieber mit ausländischer Massenproduktion vollstellen - Stichwort "Geiz ist geil".

@3 part: Vielleicht "lernen" ja noch mehr Betriebe von dem Schraubenhersteller, der Westtarif zahlt, damit er gutes Personal bekommt bzw. es bei ihm bleibt.

15.12.2018 14:05 part 3

Ist denn schon bekannt ob sich das tägliche Ein- und Auspendeln nach Ichtershausen armortisiert bei den zu erwartenden Löhnen das schwäbischen Herstellers, oder wurde hier wieder nur die Produktion ausgegliedert?

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