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SolarWorld: Die verbliebenen 200 Mitarbeiter sind mittlerweile sehr verunsichert. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Arnstadt SolarWorld-Mitarbeiter fordern Klarheit über Zukunft

Die Mitarbeiter des SolarWorld-Werkes in Arnstadt fordern Klarheit über ihre Zukunft. Betriebsrat Pierre Audehm sagte nach einer Belegschaftsversammlung, der Insolvenzverwalter habe ihnen angeboten, in eine Transfergesellschaft zu wechseln. Allerdings gebe es auch Interesse von Investoren, den Standort zu übernehmen.

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SolarWorld: Die verbliebenen 200 Mitarbeiter sind mittlerweile sehr verunsichert. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die verbliebenen 200 Beschäftigten sind verunsichert: sollen sie darauf setzen, von einem Investor als Stammbelegschaft übernommen zu werden, mit allen damit verbundenen Rechten? Oder sollen sie in die Transfergesellschaft wechseln und damit auch ihre Ansprüche wie etwa auf Tariflohn aufgeben?

Offenbar sollten die Mitarbeiter in der Transfergesellschaft entlassen werden, um den Weg frei zu machen für eine Übernahme ohne Stammbelegschaft, sagte Audehm. Nach Angaben der IG Metall hat der Insolvenzverwalter wissen lassen, dass einer der Kaufinteressenten ein deutscher Premium-Automobilhersteller ist.

Nach Informationen von MDR THÜRINGEN erwägt dieser Hersteller, in den ehemaligen SolarWorld-Hallen künftig Elektromotoren zu produzieren. In Arnstadt werden zurzeit keine Solarzellen mehr hergestellt, die Maschinen stehen still. Am SolarWorld-Standort Freiberg werden dagegen weiter Module produziert - allerdings nicht mehr mit Zellen aus Arnstadt, sondern aus China.

Quelle: MDR THÜRINGEN

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Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 11. Juli 2018 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 12. Juli 2018, 10:49 Uhr

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5 Kommentare

13.07.2018 16:37 Uff 5

Herr sorge ich finde das ein bisschen unverschämt was sie sagen das die Mitarbeiter fehlende Eigeninitiative haben um den Arbeitsplatz zu wechseln, viele Mitarbeiter unter anderem mein Vater haben die Firma mit erlebt seit 1997 die auf und abs miterlebt haben.. und immer noch hoffen den Arbeitsplatz zuhalten bzw die lassen es auf sich zukommen.

12.07.2018 21:57 Sigrid 4

Leute seid vorsichtig mit Transfergesellschaft!
Mich hat soetwas etwa 20.000,-€ gekostet.
Meine Firma, in der ich seit 1969 tätig war, ging 2012 in Insolvenz. Speziell die älteren AN, die eine entsprechend lange Kündigungsfrist gehabt hätten wurden in eine ebensolche Gesellschaft überführt, damit sie einerseits nicht klagen und den eventuellen Verkauf der Firma nicht stören und auch die schöne Arbeitslosenstatistik nicht auf einen Schlag belasten. Nach 7 Monaten,"zufällig“ genau nach der theoretischen Kündigungsfrist, endete diese Zeit. Nun wollte ich mit 63 abschlagsfrei in Rente gehen und wurde belehrt, dass meine Arbeitslosigkeit des letzten Jahres keinesfalls etwas mit der Insolvenz meiner Firma zu tun hat sondern ganz allein dem Auslaufen der Transfergesellschaft geschuldet ist. Mir fehlen also zwei Monate zu den 45 Beitragsjahren. Cleverer Trick!
Danke Frau Nahles, Danke SPD!

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