Zwischen Arnstadt und Crawinkel Das verwilderte Schaf im Jonastal- ein Wollknäuel mit vier Beinen

Seit vermutlich vier Jahren lebt ein flauschiges Schaf ganz ohne Schäfer und Familie zwischen Arnstadt und Crawinkel. Da es so lange auch nicht geschoren wurde - dieser Gattung wachsen pro Jahr etwa drei Kilogramm Wolle - ist es zu einem wandelnden Wollknäuel geworden. Viele Menschen haben es im Jonastal schon gesehen, es lebt dort, seit der Wolf bei Ohrdruf aufgetaucht ist. Vermutlich wurde es damals zusammen mit Artgenossen für seinen Verzehr ausgesetzt - und überlebte.

Ein Bentheimer Landschaf
Seit vier Jahren allein unterwegs: Ein Bentheimer Landschaf ganz ohne Herde. Bildrechte: Agrar GmbH Crawinkel

Dass es der Wölfin und ihren Nachkommen bisher entkam, könnte am Eigengeruch des Wollknäuels liegen. Vielleicht ist es aber auch gerade das dicke Fell, das vor Attacken schützt? Und was vier Jahre lang offenbar gewirkt hat, könnte dem namenlosen Maskottchen des Jonastals noch ein langes Leben bescheren.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | 13. März 2018 | 17:40 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 13. März 2018, 17:30 Uhr

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9 Kommentare

14.03.2018 18:46 mattotaupa 9

@#3: "Das Schaf macht eigentlich, was es schon immer gemacht hat, genetisch vorprogrammiert, ...ein Wollpolster schaffen gegen Fressfeinde..." an den stellen, in die sich ein wolf zum töten verbeißt, wächst wohl weniger wolle. so ganz natürlich ist der gesteigerte wuchs der wolle auch nicht. seit 10.000 jahren mischt dort fleißig der mensch mit. wenn es regnet, freut sich das schaf wohl auch weniger über die zusätzliche last. keine ahnung, wie das mit sonstigen "bewohnern" der wollmasse ohne schur aber regelmäßiger zufuhr von ausscheidungen aus überwucherten körperöffnungen aussieht. wie um himmelherrgottswillen kann das arme tier sich selbst aushalten? mein glaube an eine steigerung der fluchtmöglichkeiten durch mehr umfang und gewicht ist auch gering. - wie kommt der mdr drauf, daß das tier ausgesetzt wurde? von wem?

14.03.2018 17:10 Peter Rathay 8

Und den Wolf hat man sicher angepflockt, damit er Thüringen nie wieder verlässt? Doch warum findet man ihn denn jetzt nicht wieder?

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