Erfurt-Marbach Anwohner diskutieren über Pläne für Moschee-Bau

Mehrere Hundert Menschen haben am Sonntag im Erfurter Stadtteil Marbach mit Vertretern der islamischen Ahmadiyya-Gemeinde über den Plan für den Bau einer Moschee diskutiert. Bei der Bürgerversammlung äußerten viele Anwesende ihren Unmut über den Plan, doch es gab auch zahlreiche Befürworter.

Der Bundesvorsitzende der Ahmadiyya-Gemeinde, Abdullah Uwe Wagishauser, sagte zu den Bauplänen, eine Moschee solle auch als solche erkennbar sein. Es werde auch ein Minarett geben, doch habe dies nur Ziercharakter. Ein Muezzin werde nicht zum Gebet rufen.

Zu Vorbehalten gegenüber dem Islam sagte Wagishauser, als Moslem müsse man sich in dem Staat integrieren, in dem man lebe.

Meine Scharia befiehlt mir, dass ich loyal zu dem Staat stehe, unter dessen wohl behütetem Dach ich lebe.

Abdullah Uwe Wagishauser

Teilnehmer der Versammlung äußerten indes Vorbehalte und Ablehnung gegen das Projekt und gegen die Religion Islam. So wurden Bilder von verschleierten Frauen und Moscheen mit Buh-Rufen bedacht. Zeitweilig war die Stimmung aufgeheizt.

Ich frage mich nur, warum Menschen aus muslimischen Ländern in ein christliches Land flüchten, wenn sie dort verfolgt werden, um hier ihre Sitten und Bräuche und Burka mit hierher zu bringen.

Ein Teilnehmer der Bürgerversammlung

Die Grünen-Landtagsabgeordnete Astrid Rothe-Beinlich twitterte nach Ende der Veranstaltung: "Das war hart, hitzig aber notwendig. Wir müssen aufstehen, aufeinander zugehen, voneinander lernen, miteinander umzugehen."

Die Ahmadiyya-Gemeinde hat vor einigen Wochen in Erfurt eine Bauvoranfrage zum Bau einer Moschee in Marbach eingereicht. Diese wird derzeit in der Stadtverwaltung beraten.

Zuletzt aktualisiert: 05. Juni 2016, 21:19 Uhr

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75 Kommentare

07.06.2016 21:23 D.o.M. 75

Jetzt mein Schlüsselereignis mit dem Islam:
Vor vielen Jahren, genaugenommen 2005, am Rande einer Feier ein Gespräch mit einem aserbaidschanischen Studenten. Ich frage ihn sinngemäß: "Warum, wenn die meisten islamischen Länder die ich kenne, knochentrocken und ziemlich lebensfeindlich wirken und man sich fragt, wie sie ernährungsmäßig überhaupt ihre Bevölkerung tragen können, warum habt Ihr dann eine so hohe Geburtenrate, die die Bevölkerung noch mehr wachsen läßt. Ist Eure Religion die Ursache dafür?"
Ohne langes Nachdenken antwortete er mir mit freiem Blick ins Gesicht und in vollem Ernst:" Das ist gar kein Problem. Bei Euch ist Platz genug."
Diese Ansage habe ich bis heute im Ohr.

07.06.2016 19:07 Hubert 74

@65 sorglos 07.06.2016 13:45 - "WER bezahlt diesen Bau?" > Darüber wurde bereits lang und breit berichtet. - Sorglos ist sorglos anscheinend nicht, denn sonst würde es sich nicht soviele Sorgen um ungelegte Eier machen. Wann warst du das letzte mal in einer Kirche bzw. in einem Gottesdienst? DE ist kein christliches Land, Ost-DE schon mal gar nicht. Keine 10 % der Christen gehen sonntags m.o.w. regelmäßig zu Messe. Die meisten Christen sind karteichristen und viele davon müssen Christen bleiben, weil die Kirchen mit 500.000 Beschäftigten nur Religionsfuzzis einstellen. - "In kurzer Zeit wird es in Marbach keine Deutschen mehr geben! Wetten?" > Stimmt. Die ersten haben schon dank der Sixt-Werbung mit Gauland die Koffer gepackt, ein Umzugsfahrzeug gemietet und fliehen.