Diebstahl und Körperverletzung Anger in Erfurt gilt weiterhin als gefährlichster Ort in Thüringen

Der Anger in Erfurt ist Einkaufsmeile, Verkehrsknotenpunkt - und Kriminalitätshotspot. Im vergangenen Jahr wurden dort 1.111 Straftaten erfasst. Die meisten Drogendelikte registrierte die Polizei am Hauptbahnhof.

Ein Polizeiwagen fährt über den Anger in Erfurt.
Seit 2017 wird der Anger von der Polizei durchgängig als ein gefährlicher Ort klassifiziert. (Archivfoto) Bildrechte: MDR/Martin Moll

Der Erfurter Anger gilt laut Statistik weiterhin als gefährlichster Ort in Thüringen. Das geht aus Daten der Landespolizeiinspektion Erfurt hervor.

Wie eine Polizei-Sprecherin mitteilte, wurden am Anger im Jahr 2019 doppelt so viele Straftaten erfasst wie in der am zweitstärksten mit Kriminalität belasteten Straße in Erfurt: die Magdeburger Allee. Vor allem bei den Diebstahl- und Körperverletzungsdelikten nehme der Anger eine deutliche Spitzenposition ein.

Insgesamt wurden am Anger im vergangenen Jahr 1.111 Straftaten aufgenommen, wie aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine kleine Anfrage des Linke-Landtagsabgeordneten Steffen Dittes hervorgeht. Dies entspricht demnach einem Anteil von 5,37 Prozent aller erfassten Straftaten in Erfurt.

Die meisten Drogendelikte am Hauptbahnhof Erfurt

Die mit Abstand meisten Drogendelikte wurden dagegen am Willy-Brandt-Platz direkt vor dem Erfurter Hauptbahnhof registriert. Delikte im Hauptbahnhof selbst sind in diesen Zahlen berücksichtigt.

Den Angaben nach lagen im vergangenen Jahr alle drei als gefährlich eingestuften Orte in Thüringen in der Landeshauptstadt. Die Einstufung erlaubt es Polizisten, ohne konkreten Anlass oder Verdacht die Personalien von Menschen zu überprüfen. Unter bestimmten Voraussetzungen können zum Beispiel Taschen kontrolliert werden.

Etwa ein Prozent der landesweiten Delikte auf dem Anger

Dem Innenministerium zufolge haben sich 2019 etwa fünf Prozent der von der Polizei in Erfurt registrierten Straftaten auf dem Anger ereignet. Das entspreche etwa einem Prozent der Delikte landesweit. Das Ministerium betont allerdings, dass diese Angaben wegen statistischer Unschärfe bei den entsprechenden Vergleichen nur als "eine Orientierung" zu verstehen seien. 

Quelle: MDR THÜRINGEN/mm, dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 10. August 2020 | 07:00 Uhr

45 Kommentare

Dietmar vor 7 Wochen

@ Kohfeld
Bobbi schrieb: "...Ich wohne am Anger und kenne die Geschehnisse, die Polizeiwillkür habe ich bereits mehrfach selbst erfahren müssen; offenbar sehe ich nicht deutsch genug und nicht brav genug aus."
Kohfeld deutet: "...Ist doch klar das Leute die dazu gehören sich über die Polizei beschweren
was anders kann man ja nicht erwarten den Schuld sind immer die Anderen.😬😬😬"

Und nun empfehle ich Ihnen Ihren letzten Kommentar zu lesen, ich will ihn nicht aus dem Zusammenhang reißen!

Frank von Broeckel vor 7 Wochen

Umso MEHR Menschen, zum Beispiel in bestimmten deutschen Großstädten wie in diesen Fall in Erfurt leben, umso MEHR Straftaten gibt es dort im Vergleich zu Mini-Kommunen Hintertupfing oder Klein Kleckerdorf, auch!

Und in Gegenden auf dem flachen Land, wo fast niemand wohnt, gibt es, unfassbar(!) aber wirklich wahr, fast überhaupt keine Straftaten!

ABER wer, so frage ich sie, hätte DAS denn jemals auch nur ansatzweise jemals erahnen können?

Richtig erkannt, wirklich NIEMAND!

Ekkehard Kohfeld vor 7 Wochen

"Hm, dass müssen Sie jetzt mal erläutern, was Sie damit dann ausdrücken wollten."

Ich muß ihnen gar nichts erläutern was sie aus dem Zusammenhang reißen,netter aber plumper Versuch.😉😉😉

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