Feuerwehrleute löschen Brand eines Kleintransporters der rechtsextremen Partei "Der Dritte Weg" in Erfurt.
Feuerwehrleute löschen den brennenden Kleintransporter der rechtsextremen Partei "Der Dritte Weg" in Erfurt. Bildrechte: MDR/Marcus Scheidel

Kriminalität Anschlag auf rechtsextreme Partei "Der Dritte Weg" in Erfurt

Auf ein Fahrzeug und ein Büro der rechtsextremen Partei "Der Dritte Weg" in Erfurt ist ein Anschlag verübt worden. Ein 37 Jahre alter Mann wurde dabei nach Angaben der Polizei leicht verletzt.

Feuerwehrleute löschen Brand eines Kleintransporters der rechtsextremen Partei "Der Dritte Weg" in Erfurt.
Feuerwehrleute löschen den brennenden Kleintransporter der rechtsextremen Partei "Der Dritte Weg" in Erfurt. Bildrechte: MDR/Marcus Scheidel

Nach den bisher vorliegenden Informationen der Ermittler setzten Unbekannte am frühen Freitagmorgen gegen 3:30 Uhr einen Kleintransporter der Partei in Brand, der nahe des Büros im Erfurter Süden geparkt war. Das Fahrzeug brannte aus. Außerdem warfen die Täter Farbbeutel auf die Fassade und besprühten diese. Auch zerstörten sie eine Scheibe des Parteibüros, um Farbe ins Innere zu sprühen.

Mann durch Brandhitze verletzt

Ein beschmierter Schriftzug
Besprüht: Schriftzug des "Dritten Wegs" an der Außenwand. Bildrechte: MDR Thüringen

Der Mann, der sich über Nacht in dem Büro aufgehalten hatte, wurde durch die Hitze des Brandes verletzt. Er war ins Freie gelaufen, nachdem das Fahrzeug in Flammen aufgegangen war, und hatte sich offenbar dem Transporter genähert. Den Schaden schätzen die Ermittler auf 10.000 Euro.

Die Polizei geht von einem politisch motivierten Angriff aus. Der Staatsschutz der Erfurter Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen. Eine Polizeisprecherin sagte am Mittag, es seien Spuren gesichert worden. Die Ermittler gingen ersten Hinweisen und Zeugenaussagen nach. Konkretes über Tatverdächtige lasse sich aber noch nicht sagen.

Wie der Verfassungsschutz den "Dritten Weg" einschätzt

Das Amt für Verfassungsschutz Thüringen schreibt in seinem aktuellsten veröffentlichten Jahresbericht von 2017 zum "Dritten Weg", die Partei vertrete einen stark an den Nationalsozialismus angelehnten Rechtsextremismus. Für die Partei seien nur "artgleiche" Menschen Teil der "Volksgemeinschaft", Zuwanderung werde als "artfremd" empfunden. Die Behörde teilte MDR THÜRINGEN am Freitag auf Anfrage mit, die Aussagen aus dem Verfassungsschutzbericht 2017 zum "Dritten Weg" träfen weiterhin zu. In ganz Thüringen habe die Partei eine zweistellige Zahl an Mitgliedern.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 24. Mai 2019 | 07:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 24. Mai 2019, 13:23 Uhr

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53 Kommentare

26.05.2019 11:16 Ekkehard Kohfeld 53

@ Pfingstrose 52 Wer weiß welcher Geist dies getan hat. Zum "Dritten Weg", die Partei vertrete einen stark an den Nationalsozialismus angelehnten Rechtsextremismus.
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Und was wollen sie uns damit sagen das diese paar Hansel (Ostfriesen) unser Demokratie stürzen können oder was?
Wo zu dient diese Panikmache?

25.05.2019 13:18 Pfingstrose 52

Wer weiß welcher Geist dies getan hat. Zum "Dritten Weg", die Partei vertrete einen stark an den Nationalsozialismus angelehnten Rechtsextremismus. Für die Partei seien nur "artgleiche" Menschen Teil der "Volksgemeinschaft", Zuwanderung werde als "artfremd" empfunden. Die Behörde teilte MDR THÜRINGEN am Freitag auf Anfrage mit, die Aussagen aus dem Verfassungsschutzbericht 2017 zum "Dritten Weg" träfen weiterhin zu.

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