Bauarbeiten Augustbrücke in Erfurt wird abgerissen - Sperrung der Bahnhofstraße

Unter der Kreuzung Bahnhofstraße/Juri-Gagarin-Ring in Erfurt ist die alte Augustbrücke freigelegt worden. Sie werde jetzt abgerissen, sagte Tiefbauamtsleiter Alexander Reintjes MDR THÜRINGEN. Bis 1898 überspannte die Augustbrücke die Wilde Gera. Dann wurde das Flussbett samt Brücke zugeschüttet und der Löberring angelegt.

Eine Straßenkreuzung mit Bauzäunen und Baggern.
Die Kreuzung Bahnhofstraße/Juri-Gagarin-Ring. Bis 1898 stand hier eine Brücke. Bildrechte: MDR/Juliane Maier-Lorenz

Gagarin-Ring in Erfurt senkte sich

Das Wasser wurde in den neuen Flutgraben umgeleitet. 58 Jahre später brach ein Teil der Brücke ein. Sie wurde repariert, aber nicht beseitigt. Das habe im Laufe der Jahre immer wieder Probleme bereitet, so Reintjes. Wegen der unterirdischen Brücke mit ihren Hohlräumen hatten sich Straße und Straßenbahngleise gesenkt. Die Gefahr, dass sie erneut einbricht, habe jederzeit bestanden, so Reintjes. Auch deshalb hätten die komplizierten Bauarbeiten nicht mehr aufgeschoben werden können.

Bahnhofstraße komplett gesperrt

Derzeit werden in der Bahnhofstraße und am Anger neue Gleise verlegt und alte Weichen ausgetauscht. Die Hauptverkehrsader Juri-Gagarin-Ring ist deshalb seit zwei Wochen gesperrt. Am Samstag begann an der Großbaustelle im Erfurter Zentrum die heiße Phase. So wurde die Bahnhofstraße nun komplett gesperrt. In der vergangenen Woche war bereits im Bereich Gleisdreieck an der Kaufmannskirche und in Richtung Johannesstraße an den Gleisen gearbeitet worden.

Fußgänger ignorieren Absperrung

Für den gesperrten Bereich in der Bahnhofstraße fahren Busse im Ersatzverkehr. Die Großbaustelle laufe bislang planmäßig, hieß es. Allerdings bereiten immer wieder Fußgänger Probleme, die die Absperrungen ignorieren und sich zum Teil in Lebensgefahr begeben, wenn sie Sperrgitter übersteigen. Die Bauarbeiten sind bis Ende August geplant.

Quelle: MDR THÜRINGEN/jml,maf

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Reginalnachrichten | 01. August 2020 | 13:00 Uhr

4 Kommentare

part vor 1 Wochen

Versorgungsleitungen aller Art werden freigelegt, erneuert und dann wieder aufwendig begraben. Der Straßenabschnitt oberhalb sieht dann später schrecklicher aus als vorher, siehe Ilvesgehoverer Platz oder Grubenstraße. Je nach Gewerk oder Versorger dauert es dann höchstens 10- 15 Jahre bevor der nächste Aufriss stattfindet und Einschränkungen für Verkehr und Anwohner bereit hält, machmal eheblich kürzer. Unterirdische Versorgungsschächte, wie in New York, könnten zeitnah und für spätere Zeit das Problem lösen, das aufgebuddelt und begraben wird, allerdings mit Mehrkosten. Leider halten sich manche Entscheidungsträger oder Ihre Schüler länger in ihrem Amt als ihre gewählten Vorgesetzten, das sieht man am Verkehrsgeschen in Erfurt.

Tamico161 vor 1 Wochen

Also ich bin froh das es nicht wie in New York wird oder ist!

CrizzleMyNizzle vor 1 Wochen

meinen Sie man sollte die Brücke "denkmalschützen" also wieder zubuddeln? ;)
Eine Brücke wird ja an der Stelle nicht mehr benötigt...

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