Aufgerissene Straßen, Baustellen-Schilder, Absperrungen.
Erst am 16. November sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Bildrechte: MDR/Karsten Heuke

Erfurt Verkehrsbehinderungen länger als geplant

Die Erfurter Straßenbahnen können mindestens sechs Wochen länger als vorgesehen nicht durch die Innenstadt fahren. Das hat der Leiter des Tiefbau- und Verkehrsamtes Alexander Reintjes am Donnerstag erklärt.

Aufgerissene Straßen, Baustellen-Schilder, Absperrungen.
Erst am 16. November sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Bildrechte: MDR/Karsten Heuke

Die Straßenbahnen fahren voraussichtlich erst in der letzten Oktober-Woche wieder durch die Marktstraße zwischen Fischmarkt und Domplatz, statt wie geplant ab 9. September.

Aufgerissene Straßen, Baustellen-Schilder, Absperrungen.
Die Geschäfte in der Innenstadt sollen weiterhin alle erreichbar bleiben. Bildrechte: MDR/Karsten Heuke

Reintjes sagte, die Bauunternehmen sähen sich außerstande, die Marktstraße zum vereinbarten Termin fertig zu sanieren. Auch Mehrkosten schließt er nicht aus, bislang sind 3,9 Millionen Euro veranschlagt. Insgesamt sollen die Arbeiten nun am 16. November abgeschlossen sein.

Die EVAG rechnet schon jetzt mit Mehrkosten. EVAG-Betriebsleiter Michael Nitschke sagte, der längere Einsatz von Ersatzbussen koste mehr als 50.000 Euro, auf denen die EVAG wohl sitzen bleiben werde.

Außerdem wackelten durch die längeren Bauarbeiten andere geplante Sanierungsarbeiten. So sei noch nicht klar, ob und wann nun die Schienen in der Windthorststraße erneuert werden könnten.

Die angeführten Gründe für die Bauverzögerungen bei dem Großbauprojekt "Marktstraße" sind nach Ansicht von Alexander Reintjes nur teilweise nachvollziehbar. Es sei immer klar gewesen, dass die Arbeiten anspruchsvoll seien. So müssten alle Gas- und Abwasserhausanschlüsse in rund vier Meter Tiefe einzeln erneuert werden. Auch sei ein Gewölbekeller entdeckt worden, der die Arbeiten erschwert habe.

Aufgerissene Straßen, Baustellen-Schilder, Absperrungen.
Die Gas- und Abwasserhausanschlüsse in rund vier Meter Tiefe müssen einzeln erneuert werden. Bildrechte: MDR/Karsten Heuke

Aber das alles gebe es auch auf anderen Baustellen, so Reintjes. Abgesehen von der Bauverzögerung gibt es laut Stadt keine Änderungen, so werden weiterhin alle Geschäfte in der Marktstraße erreichbar bleiben. Aber es sei klar, dass die Arbeiten und erst recht die Verzögerung eine große Belastung für die Händler seien, so Reintjes.

Quelle: MDR THÜRINGEN

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Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 12. Juli 2018 | 16:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 12. Juli 2018, 15:01 Uhr

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3 Kommentare

13.07.2018 14:00 martin 3

@2 andre: Zur Qualität der (Planungs-) Arbeit des Erfurter Tiefbauamts kann ich aus eigener Erfahrung nichts beitragen. Aber wenn Sie auf dem Dorf wohnen und im Nachbardorf auf dem Weg zur Arbeit die Wasser- und Abwasserrohre saniert werden und dafür die Ortsdurchfahrt zwei bis drei Jahre sperrt wird, dann scheint mir das mit dem Erfurter Tiefbau so schlimm nicht zu sein.

13.07.2018 10:35 andre 2

Schildburg an der Gera kann man hier nur noch sagen, was das Tiefbauamt dieses Jahr wieder loslässt, spottet jeglicher Beschreibung!!!
Und die Erklärungen von Herrn Reintjes, sind an Zynismus gegenüber dem Bürger nicht mehr zu überbieten!
Ich bin so froh wieder auf´s Dorf gezogen zu sein, hier ist auch nicht alles gut aber man ist der Willkür dieser Stadtverwaltung nicht mehr ganz so ausgesetzt...

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