Ideen, Kritik und Vorschläge für uns Online-Kommentatoren besuchen MDR THÜRINGEN

Einmal nicht nur per Tastatur im Gespräch, sondern von Mensch zu Mensch, von User zu Redakteur. Zwei Mal hatten wir in den vergangenen Tagen User bei uns im MDR Landesfunkhaus zu Besuch, um vor allem übers Kommentieren auf unseren Seiten und bei Facebook zu reden. Wir bedanken uns bei unseren Besuchern für viele Ideen, Hinweise und immer konstruktive Kritik. Am Ende gab es auch jede Menge Vorschläge für die Kollegen und Radio und Fernsehen, was wir natürlich auch weitergeben.

Klare Meinung: "Nicht in diesem Tonfall!"

Tisch mit Gläsern
Nein - fotografiert werden unsere Besucher im Funkhaus natürlich nicht. Aber es gab hier viel zu bereden. Bildrechte: MDR/Christian Schneider

Bei den Kommentaren fanden alle den Ton untereinander immer noch zu heftig. Selbst wenn es nicht um justiziable Beleidigungen geht - viele fühlen sich damit einfach nicht wohl. Am Rande: Eine Studie aus den USA zeigte, dass 27 Prozent der Befragten gar nicht mehr öffentlich posten, nachdem sie erlebt hatten, wie andere User behelligt und beschimpft wurden - auch eine Gefährdung von Meinungsfreiheit. Zustimmung fand, wenn wir Übertreibungen mit Fakten oder Anmerkungen im leichteren Ton oder sanftem Humor ein wenig erden. Nicht so gut kam an, dass unsere Anmerkungen nur quasi anonym unter "MDR THÜRINGEN" erfolgen. Wir sollten aber gleichzeitig eher nicht unter Realnamen schreiben. Ein Kürzel wäre schon gut um klarzumachen, dass jeweils ein Mensch agiert und kein Algorithmus (bei uns werden alle Kommentare von Menschen gesichtet, wir haben keinen Algorithmus im Einsatz). Einzelne Stimmen gab es sowohl für vollen Redakteursnamen als auch weiterhin für Anonymität der bearbeitenden Redakteure.

Was gab es noch an Vorschlägen?

  • Eingangsbestätigung eines Kommentars als Mail mit dessen Text und der URL des kommentierten Artikels
  • Eigenes Feld für externe Links und Quellen, die nur als Beleg für die Redaktion dienen, aber nicht veröffentlicht werden
  • Löschungen häufiger per Mail begründen
  • Mehr Aufmerksamkeit gegen Versuche, Nicks zu "kapern" oder zu verballhornen
  • Mehr übergreifende Themen von Politikverdrossenheit bis rechte Szene in Spezialpaketen, die im Stil eines Forums dauerhaft kommentierbar sein sollten

Zu unseren Moderationsmaßstäben blieb Kritik aus - bis hin zu einem Besucher, der meinte, wir dürften in unseren Antworten sogar auch mal erkennen lassen, dass wir Menschen seien, die sich auch über manchen Tonfall ärgerten. So neutral wie möglich wollen wir aber auf jeden Fall bleiben - und lesen jetzt lieber wieder Ihre Kommentare.

Quelle: MDR THÜRINGEN

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Bildrechte: MDR/Karsten Heuke

Zuletzt aktualisiert: 20. Oktober 2018, 21:16 Uhr

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18 Kommentare

22.10.2018 08:35 Califax 18

Ich war einer der Samstags-Teilnehmer. Hier einige Gedanken im Nachgang:

Grundsätzlich fand und finde ich den direkten Kontakt zu den Menschen des MDR sehr gut. Es wird wohl die Kommunikation via Kommentar ändern (entschärfen), wenn man die Gesichter kennt, die den Löschknopf betätigen und man weiß, dass hier kein Algorithmus zuschlägt, der auf bestimmte Stichworte reagiert.

Ganz entspannt war wohl keiner der Teilnehmer. Ein Beschnuppern, ein vorsichtiges Herantasten an "was kann ich sagen", ein zu angestrengtes Bemühen, die richtigen Worte zu setzen. Teils auch sach- und themenfremde Wortmeldungen , die aber durch bestimmte Teilnehmer unbedingt durchgedrückt werden mussten.

Vielleicht sollten derlei Veranstaltungen regelmäßiger abgehalten werden, bei denen dann gezielt auch die vorhergehenden Teilnehmer mit eingeladen werden.

Und ja: ich hätte mir gern den einen oder anderen Krawallkommentator angehört - das hätte sich dann in der Runde vielleicht doch von selbst geregelt.

22.10.2018 06:24 Grosser, Klaus 17

@Petra Stein
Was mir konkret nicht gefällt ist:
1. Sie sind nicht neutral;
2. Es wird kommentiert anstatt moderiert;
3. Es gibt keine festen Regeln adäquat zu denen von ZEIT ONLINE

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