Polizei warnt Betrüger erbeuten 450.000 Euro von Senior aus Erfurt

Betrüger haben einen Mann aus Erfurt um fast eine halbe Million Euro geprellt. Dabei gingen diese offenbar äußerst professionell vor. Die Polizei warnt vor Betrugsmaschen bei Investitionen und beim Kauf im Internet.

Ein Mann hält einen Telefonhörer in der Hand
Die Polizei warnt vor Betrügern. Bildrechte: dpa

Ein 77-jähriger Mann ist in Erfurt Anlage-Betrügern zum Opfer gefallen. Der Mann verlor dabei nach Polizeiangaben vom Mittwoch 450.000 Euro. Demnach hatten sich die Betrüger schon im Februar zum ersten Mal telefonisch bei ihm gemeldet und ihn über eine angebliche Geld-Anlage bei einer Firma im Ausland beraten.

Sie forderten den Erfurter auf, Geld an die Firma zu überweisen. Laut Polizei gingen die Betrüger dabei äußerst professionell vor. Obwohl ihn seine Hausbank davor warnte, ließ sich der Mann nicht abhalten und überwies mehrmals Geld. Die Polizei rät dringend, sich über entsprechende Geldanlagen zu informieren und notfalls die Polizei einzuschalten. So sollte man die betreffenden Unternehmen oder Seitennamen im Internet zuvor mit dem Stichwort "Betrug" in einer Suchmaschine recherchieren.

Weiterer Erfurter um 200.000 Euro betrogen

Nach Polizeiangaben spielt sich der Betrug häufig bei alternativen Geldanlagen mit Kryptowährungen, also Bitcoin und Co. ab. Ein Erfurter hatte dabei in diesem Jahr bereits 200.000 Euro verloren. Meist versprechen die Betrüger einen hohen Gewinn. Nach Registrierung und Anzahlung auf der Online-Handelsplattform erhalte der Interessierte nach kurzer Zeit Anrufe von sogenannten Brokern und einen Online-Zugang zu seinem Trading-Konto. Auf dem Konto sieht der Betrogene nach Einzahlung demnach sein Guthaben nach und nach wachsen und wird so in Sicherheit gewogen.

Bei der Auszahlung würden dann Steuern und Gebühren fällig, die oft auf ausländische Konten in Großbritannien und Osteuropa überwiesen werden sollen. Spätestens dann werde dem Investor klar, dass es sich um eine Betrugsmasche handelt. Das Konto habe nie existiert und das eingezahlte Geld sei nicht wirklich investiert worden und verloren.

Allerdings warnt die Polizei auch vor Käufen in Internetshops aus dem Ausland. Diese "Fakeshops" gebe es immer häufiger und verleiten Käufer zur Zahlung per Überweisung. Auf die Ware warten die Käufer dann vergeblich. Meistens erreichten die Kriminalpolizei diesbezügliche Anzeigen. Die Schadenssumme liegt oft bei 200 bis 300 Euro.

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Quelle: MDR THÜRINGEN/sar

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 01. Juli 2020 | 16:00 Uhr

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