Landtagswahl "Bürger für Thüringen" wollen in den Landtag einziehen

Der Verein "Bürger für Thüringen" plant, eine Partei zu gründen. Marco Fischer, ehemaliges CDU-Mitglied und Kommunalpolitiker aus Sömmerda, will als erster Vorsitzender kandidieren. Die Partei "Bürger für Thüringen" will bei den für April geplanten Landtagswahlen antreten und in den Landtag einziehen.

Laut Fischer ist der Einzug ein ehrgeiziges Ziel. Er wolle allerdings nicht als Spitzenkandidat im Wahlkampf antreten. Der Verein teilte am Donnerstag mit, dass die Gründungsversammlung am 27. November stattfinden soll. Er besteht aus etwa 50 aktiven Mitgliedern.

Sie hatten sich nach der Landtagswahl gegen die Stabilitätsvereinbarung von Linke, SPD und Grünen mit der oppositionellen CDU und die anschließende Wiederwahl von Bodo Ramelow (Linke) gewandt und dagegen demonstriert.

Menschen haben sich auf dem Anger in Erfurt zur Demonstration "Bürger für Thüringen" versammelt.
Demonstration der "Bürger für Thüringen" in Erfurt. (Archivbild vom Februar 2020) Bildrechte: MDR/Stefanie Magiera

Quelle: MDR THÜRINGEN/jni,dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 22. Oktober 2020 | 19:00 Uhr

29 Kommentare

Harka2 vor 5 Wochen

Die Frage ist berechtigt. Jedoch würde mich fast noch mehr interessieren, welche Lösungen die selbsternannten "Bürger für Thüringen" anbieten. Bisher lese ich nur, wogegen sie sind, nicht wofür.

Harka2 vor 5 Wochen

So sehr auch ich das begrüße, hinterfrage ich aber auch gerne die Ziele einer neuen Partei oder Oranisation. Die selbsternannten "Bürger für Thüringen" sagen nur, was sie nicht wollen, sie sagen aber nicht, wie sie sich eine Alternative vorstellen. Sie sind gegen Ramelow. Ok, ihre freie Entscheidung. Ich gebe aber zu bedenken, dass der in Thüringen hoch angesehen ist und das über Parteigrenzen hinweg.

Aber gut, nehmen wir an, Ramelow wäre nicht Ministerpräsident, wer wäre die Alternative? Kemmerich. Der hatte weder einen Plan noch eine Mannschaft und vor allen keine Stimmen hinter sich, mit der er das Land hätte regieren können. Selbst mit AfD und CDU (die gar nicht zur Verfügung stand) hätte es nicht gereicht.

Also, jetzt bitte realistische Lösungen benennen, wie eine funktionierende Regierung aussehen sollte. Und wie man sich von der rechtsradikalen, antidemokratischen und nicht bürgerlichen AfD abzugrenzen gedenkt.

Brigitte Schmidt vor 5 Wochen

Hier sind ja einige ziemlich aufgeregt, man möchte fast von "aufgeregten Kommentator*Innen" sprechen, selbst Deutsche*r_Patrioten*Innen engagieren sich, aber eher gegen die "Bürger für Thüringen".

Und jetzt der direkte Bezug zu Artikel: Ich finde es immer begrüßenswert, wenn sich Menschen, gerne auch Bürger für oder in der Politik engagieren, und das ganze auch noch ohne große Demokratieförderprogramme.

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