Fragen und Antworten zur Bundesgartenschau (Buga) 2021


Wann und wo findet die Bundesgartenschau 2021 genau statt?

Die Bundesgartenschau 2021 in Erfurt mit ihren Ausstellungsflächen egapark und Petersberg wird am 23. April 2021 eröffnet. Sie läuft bis zum 17. Oktober 2021. Die ersten Tickets gibt es ab 2020 im Vorverkauf. Auch die nördliche Geraaue zählt neben Ega und Petersberg zum Gartenschaugelände, doch für das Gebiet ist keine Eintrittskarte nötig. Zur Buga gehören außerdem 27 Außenstandorte, das heißt Parks, Gärten und Friedhöfe in anderen Städten. In einer Ausstellung auf dem Petersberg in der Erfurter Altstadt stellen sich all diese Außenstandorte vor.


Welche Parks, Gärten und Grünanlagen gehören zur Buga?

In Erfurt sind 20 Themengärten sowie fünf unterschiedliche Ausstellungen auf den beiden kostenpflichtigen Buga-Flächen geplant. Im 36 Hektar großen Egapark wird zu der Gartenschau zudem das neue Wüsten- und Tropenhaus Danakil eröffnet. Der Petersberg wird vom oberen Plateau bis zum Festungsgraben als Besuchsziel in der Altstadt neu gestaltet. Im Norden der Landeshauptstadt entsteht als dritte Buga-Fläche ein rund 60 Hektar großer Naherholungspark: die nördliche Geraaue, benannt nach dem Fluss Gera.
Die 27 Außenstandorte der Buga sind:

  • Apolda: Paulinenpark und Herressener Promenade
  • Bad Langensalza: Städtische Gärten
  • Bad Liebenstein: Schlosspark Altenstein
  • Bendeleben: Barockdorf Bendeleben
  • Buttstädt: Historischer Friedhof Camposanto
  • Dornburg-Camburg: Dornburger Schlossgärten
  • Ebeleben: Barocker Schlossgarten
  • Erfurt: Schlosspark Molsdorf
  • Ettersburg: Schlosspark
  • Gotha: Herzogliche Orangerie, Herzoglicher Englischer Garten und Wasserkunst am Hauptmarkt
  • Greiz: Fürstlich Greizer Park
  • Großkochberg: Schlosspark Kochberg
  • Jena: Grüne Flusslandschaft der Saale
  • Kromsdorf: Schlossgarten
  • Mühlhausen Neuer Friedhof
  • Nordhausen: Park und Villa Hohenrode
  • Saalburg-Ebersdorf: Ebersdorfer Landschaftspark
  • Saalfeld: Bergfriedpark
  • Sangerhausen (Sachsen-Anhalt): Europa Rosarium
  • In und um Weimar: Garten am Kirms-Krackow-Haus, Park an der Ilm, Goethes Garten am Stern, Schlosspark Belvedere, Historischer Friedhof, Schlosspark Tiefurt, Diakonie Landgut Weimar-Holzdorf


Wie viel soll der Eintritt zum Buga-Gelände in Erfurt kosten?

Eine Tageskarte für Erwachsene kostet 25 Euro. Kinder bis sieben Jahre haben nach Angaben der Veranstalter freien Eintritt. Für Besucher zwischen 8 und 15 Jahren werden 2,50 Euro fällig. Junge Erwachsene bis 25 Jahre zahlen für eine Tageskarte 12,50 Euro. Im Tageseintritt enthalten ist auch das Ticket für die Straßenbahn, die den Egapark und den Petersberg in der Altstadt verbindet. Für Erfurter und häufige Besucher der Gartenschau bieten die Veranstalter zudem Dauerkarten an. Im Vorverkauf kosten sie 100 Euro, während der Buga gibt es Dauerkarten zum Preis von 125 Euro. Der Vorverkauf beginnt am Ende April 2020. Während der Schau sind Egapark und das Petersberg-Areal kostenpflichtig. Für den beliebten Nordpark wird derweil kein Eintrittsgeld fällig, obwohl er als Teil der nördlichen Geraaue auch zur Buga in Erfurt gehört.


Wie hoch liegen die Kosten für die Ausrichtung der Bundesgartenschau?

Für die Umgestaltung von Egapark, Petersberg und den Flächen im Norden sollen rund 140 Millionen Euro fließen. Allein für das Wüsten- und Tropen-Haus Danakil, das als Aushängeschild der Buga dienen soll, sind 21,4 Millionen Euro eingeplant. In die Umgestaltung des Petersbergs werden rund 20 Millionen Euro investiert - unter anderem für einen gläsernen Aufzug und einen Bastionskronenpfad. Rund 5 Millionen Euro werden in die Parkanlage an der nördlichen Geraaue gesteckt. Der größte Teil des Geldes stammt aus Fördertöpfen des Landes und der Europäischen Union.


Gab es schonmal eine Buga in Thüringen?

Die Bundesgartenschau in Erfurt wird die zweite in Thüringen sein. 2007 hatten Gera und Ronneburg bereits eine Buga ausgerichtet. Damals kamen rund 1,49 Millionen Besucher. Für das Projekt waren 146 Millionen Euro in die strukturschwache Region investiert worden. Die Schau selbst hinterließ allerdings ein Finanzloch von rund drei Millionen Euro, für das größtenteils das Land eingesprungen war. Für mögliche Defizite will die Stadt Erfurt daher Rückstellungen bilden.