Covid-19 Erfurt: Mehrere Hundert demonstrieren gegen Corona-Vorgaben

Rund 1.000 Menschen haben sich auf dem Erfurter Domplatz versammelt, um gegen die Corona-Auflagen zu protestieren. Die Polizei hatte das Areal eingezäunt und Schleusen eingerichtet. Wegen des Infektionsschutzes waren maximal 1.000 Demonstranten zugelassen.

Mehrere Demonstranten auf dem Erfurter Domplatz
Zu Beginn der Kundgebung kritisierten Redner das Agieren der Bundesregierung in der Corona-Pandemie als übertrieben und überflüssig. Bildrechte: MDR/Isabelle Fleck

Auf dem Erfurter Domplatz haben sich rund 1.000 Menschen versammelt, um gegen Corona-Auflagen zu protestieren. Unter ihnen befinden sich sogenannte Querdenker und andere Corona-Skeptiker auch aus anderen Bundesländern. Die Polizei hat das Areal eingezäunt und Schleusen eingerichtet.

Aus Infektionsschutzgründen dürfen maximal 1.000 Demonstranten in den eingezäunten Bereich. Kurz vor 17 Uhr war diese Grenze laut Polizei erreicht. Weitere Interessenten würden abgewiesen, schrieb die Polizei auf Twitter. Die Polizei hat einen Wasserwerfer in Sichtweite der Demonstranten geparkt. In dem Areal müssen sich die Demonstranten an Auflagen wie 1,5 Meter Mindestabstand, Alkoholverbot und Maskenpflicht halten.

Ein Polizeiauto vor dem Erfurter Domplatz.
Ein Polizeiauto vor dem Erfurter Domplatz. Bildrechte: MDR/Isabelle Fleck

Redner ruft Publikum zum Ablegen der Masken auf

Zu Beginn der Kundgebung kritisierten Redner das Agieren der Bundesregierung in der Corona-Pandemie als übertrieben und überflüssig. Einer der Redner rief das Publikum zum Ablegen der Masken auf. 

Die Stadt Erfurt hatte im Vorfeld die Corona-Landesverordnung in punkto Versammlungsrecht kritisiert. Niemand stelle das Grundrecht auf Demonstrationen und freie Meinungsäußerung in Frage, sagte Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD). Aber mitten in der Pandemie wäre es besser gewesen, Thüringen als Ganzes zu sehen. Erfurt mit seiner relativ niedrigen Sieben-Tage-Inzidenz habe keine Möglichkeit, die für Samstag angemeldete Corona-Gegner-Demonstration zu untersagen. Bei Gothaer oder Altenburger Corona-Verhältnissen hätte die Demonstration verboten werden können, so Bausewein.

Quelle: MDR THÜRINGEN/jn

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 23. Januar 2021 | 18:30 Uhr

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