Sommerspaß Erfurt will Freibäder öffnen - aber wegen Corona erst später

Die Stadt Erfurt will seine Freibäder öffnen, wegen der Coronakrise allerdings deutlich später als üblich. Sobald das aktuell geltende generelle Verbot zum Betrieb von Sportstätten gelockert werde, müssten die Bäder erst "fit gemacht" werden, sagte Wirtschaftsdezernent Steffen Linnert (SPD) MDR THÜRINGEN. Das reiche bis hin zu Wasserproben, die ins Labor geschickt werden müssten. Aktuell befinden sich nach seinen Angaben alle zuständigen Mitarbeiter in Kurzarbeit.

Im Nordbad springt ein Junge in Erfurt ins Wasser.
Auch das Nordbad soll öffnen. Bildrechte: dpa

Chlor verhindert Corona-Infektionen

Die Aussicht auf eine Freibadsaison steht nach Linnerts Aussagen unter dem Vorbehalt, dass die Corona-Infektionszahlen stabil blieben oder weiter zurück gingen. Eine Ansteckungsgefahr in den Bädern sieht Linnert nicht in den Wasserbecken. Das Chlor verhindere eine Übertragung. Risiken gebe es aber in den Umkleiden und Toiletten. Hier müsse dann deutlich mehr gereinigt und für Desinfektion gesorgt werden. Auf den Wiesen und Bänken müssten die Besucher Abstand halten. An heißen Tagen könnten sogar die Besucherzahlen begrenzt werden.

Hoffen auf Verordnung des Landes

Die Stadt hofft, dass bis Anfang Mai auf Landesebene Szenarien für einen Wiedereinstieg auch ins Freizeit- und Sportleben entwickelt werden. "Kontaktarme Sportarten" wie Tennis, Golf oder auch das Training auf der Erfurter Radrennbahn sollten dann bald wieder aufgenommen werden.

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Quelle: MDR THÜRINGEN, mis

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 21. April 2020 | 18:30 Uhr

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