Influenza In Thüringen sind alle Grippe-Impfdosen ausgeliefert

Die Corona-Pandemie treibt die Nachfrage nach Grippe-Impfungen in die Höhe. Noch ist der Impfstoff in vielen Thüringer Arztpraxen vorrätig, doch neue Lieferungen sind erst ab November wieder möglich.

Spritze mit Aufschrift 'Influenza-Impfstoff'
Hohe Nachfrage nach Grippe-Impfung aufgrund der Corona-Pandemie in Thüringen (Symbolfoto) Bildrechte: imago images / Laci Perenyi

In Thüringen sind derzeit alle von den Arztpraxen im Land bestellten Impfdosen von den Apotheken ausgeliefert worden. Derzeit könne kein Nachschub bestellt werden, sagte der Vorsitzende des Landesapothekerverbandes Stefan Fink am Mittwoch. Erst im November, wenn die von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für Deutschland angeforderten Reserven einträfen, könnten Praxen wieder beliefert werden. Diese sollten sich aber beeilen, um ihren Bedarf rechtzeitig bei den sie beliefernden Apotheken anzuzeigen.

Impfstoff in Thüringer Arztpraxen noch vorrätig

Noch sei es nicht so, dass flächendeckend bei den Arztpraxen keine Impfungen mehr möglich seien. "Meine Arztpraxen haben alle noch Impfstoff vorrätig", sagte Fink. Zuvor hatte die Thüringer Allgemeine berichtet, dass in manchen Arztpraxen der Impfstoff für die Grippeimpfung ausgehe.

Laut Fink fragen die Apotheken zu Beginn eines Jahres die Arztpraxen ab, wie viele Impfdosen sie bestellen wollen. Dieser Vorgang sei im März abgeschlossen gewesen - und damit zum Beginn der Corona-Pandemie. Einige Ärzte hätten darauf schon reagiert und mehr Impfstoff als in den Vorjahren bestellt. In anderen Praxen sei aus der Erfahrung der Vorjahre heraus die Zahl der angeforderten Dosen errechnet worden. Diese reichten nun unter Umständen nicht aus.

Quelle: MDR THÜRINGEN/cf,dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Hauptsache gesund | 29. Oktober 2020 | 21:00 Uhr

2 Kommentare

Harka2 vor 5 Wochen

Es gibt immer wieder genug oberschlaue Mitbürger, die da meinen, dass eine Grippe ein stärkerer Schnupfen ist. Dass man an ihr auch sterben kann oder schwer Folgeschäden zurückbleiben können, wird nicht nur von den Impfgegnern gerne ignoriert. Der Impfstoff vom Vorjahr ist nutzlos. Zu viel auf Halde zu produzieren ist teuer. Die Hersteller müssen da die Balance finden, was nicht immer gelingt. Der Impfstoff enthält inaktivierte Erreger und kann deshalb nicht wie ein Chemiecocktel einfach zusätzlich angemischt werden. Die Herstellung daurt deshalb ihre Zeit, aber es steht jedem frei, sich rechtzeitig darum zu kümmern. Ich bin längst geimpft ...

MDR-Team vor 5 Wochen

Die Vernichtung des Impfstoffes der jeweils abgelaufenen Grippe-Saison hat laut RKI eher medizinische Gründe. Von dort heißt es: Die WHO legt die Zusammensetzung für den Impfstoff jedes Jahr aufs Neue fest. Für die Nordhalbkugel wird die Empfehlung in der Regel im Februar veröffentlicht, damit die Hersteller genug Zeit haben, ausreichend Impfstoff bis zum Beginn der Impfsaison im Herbst zu produzieren. Da das Influenzavirus sehr wandlungsfähig ist, ist eine jährliche Anpassung des Impfstoffs und entsprechend eine jährliche Impfung notwendig. Impfstoffe bieten nur für die jeweils aktuelle Saison den bestmöglichen Schutz. Mehr Infos erhalten Sie hier: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Impfen/Influenza/faq_ges.html

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