Erfurt | Apolda Coronavirus: Mehrere Verdachtsfälle in Thüringen

In Erfurt und Apolda gibt es erste Verdachtsfälle auf Erkrankungen mit dem neuen Coronavirus. Alle drei waren von einer China-Reise zurückgekehrt.

Modell des Corona-Virus
Modell des Corona-Virus: Im Dezember traten die erste Fälle in der chinesischen Stadt Wuhan auf. Bildrechte: imago images/Science Photo Library

Die beiden Erfurter Fällen zeigen nach Angaben des Gesundheitsamtes Symptome einer Atemwegs-Erkrankung. Einen wissentlichen Kontakt mit Erkrankten habe es bei den zwei Personen nicht gegeben, sie seien auch nicht im bekannten Risikogebiet gewesen.

Trotzdem seien sie aufgrund der Symptome vorsorglich im Helios-Klinikum Erfurt isoliert worden. Nach Angaben der Klinik wurden Blutproben der Betroffenen an die Berliner Charité geschickt. Das Ergebnis der molekularbiologischen Untersuchung liegt noch nicht vor.

In Apolda hatte sich nach Angaben des Landratsamt am Donnerstagmorgen ein Mann im Robert-Koch-Krankenhaus gemeldet. Er fühlte sich nach seiner Rückkehr aus China unwohl. Der Mann aus Jena sei isoliert untergebracht worden, das Ergebnis der Untersuchungen stehe noch aus.

Laut Thüringer Gesundheitsministerium arbeitet auch das Uni-Klinikum Jena an einer Testmethode. Dies geschehe in enger Abstimmung mit der Berliner Charité, wo das erste Testverfahren zum neuartigen Coronavirus entwickelt wurde.

Virologen weisen wiederholt darauf hin, dass Grippeviren deutlich gefährlicher sind als das Coronavirus. Wer keine gesundheitlichen Vorschädigungen hat, bewältigt nach Angaben von Medizinern eine Infektion ohne größere Probleme.

Hinweis der Redaktion: In einer früheren Version hieß es irrtümlich, in Apolda habe sich ein Mann bereits am Montag in einem Krankenhaus gemeldet. Tatsächlich war es am Donnerstag.

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Quelle: MDR THÜRINGEN/mm

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 30. Januar 2020 | 19:00 Uhr

14 Kommentare

Ritchi vor 17 Wochen

Wenn man sieht, dass die Tagesschau gestern die Zahl der Infizierten außerhalb Chinas halbiert wiedergegeben hat, dann kann man durchaus an "einlullen" denken.

Lyn vor 17 Wochen

Alle paar Jahre ein neues Weltuntergangsszenario.
Diverse Viren, sars, Ebola, jetzt Corona, angesagte Computer Probleme zum Jahrtausendwechsel, der Klimawandel (den es gibt seitdem es Klima gibt)
Und und und.
Also ich mach mich nicht heiß, was kommt, das kommt. Kommt es wirklich dick wegen eines Virus - dann kann ich mit meinem miesen Immunsystem einpacken.
Bis dahin sehe ich nicht ein, dass ich mich nun in meine Vitrine setze und die Glastür von innen schließe.
Nach China reisen möchte ich momentan auch nicht, man muss es ja nicht übertreiben. Aber ich bin schon sicher, dass ich nächste Woche am fraport wieder in einem Pulk Chinesen lande.
Das bereitet mir trotzdem keine allzugroßen Sorgen, Panik schon gar nicht.

konstanze vor 17 Wochen

Die Frage ist doch: Sind alle anderen Länder nur hysterisch und sagen z.B. Sportveranstaltungen ab, riegeln ihre Grenzen ab, lassen keine Flugzeuge mehr landen, ... oder werden wir hier nur wieder "eingelullt" wie immer, nach dem Motto "Macht Euch keine Sorgen" ?
Warum riegelt China Millionen Menschen von der Außenwelt ab, baut riesige Quarantänelager, rät zum Tragen von Schutzmasken ...weil alles nur Grippeähnlich ist und China ja dafür bekannt ist, gern zu übertreiben ? Ich denke, eher nicht !

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