Bilanz der Domstufen-Festspiele in Erfurt Montavon: Längere Spielzeit hat sich gelohnt

Die Verlängerung der Erfurter Domstufen-Festspiele von zwei auf drei Wochen hat sich nach Angaben von Intendant Guy Montavon gelohnt. Die Bilanz der am Sonntag zu Ende gegangenen Festspiele mit insgesamt 42.100 Besuchern bestätige das Theater Erfurt in der Entscheidung, die Festspiele verlängert zu haben, sagte Montavon am Montag. Die Auslastung habe bei 98,6 Prozent gelegen. Damit leisteten die Festspiele einen wichtigen Beitrag für Tourismus und Wirtschaft in Thüringen.

Bei den diesjährigen Festspielen war an 21 Abenden die Oper "Carmen" aufgeführt worden. Für das Bühnenbild hatten die Theatermacher die Domstufen in einem Autofriedhof verwandelt und Dutzende Schrottautos dort aufgetürmt. Dass dies für Diskussionen sorgen würde, sei erwartet worden, erklärte Montavon. Die Schrottautos sollten verdeutlichen, dass die Hauptfigur Carmen "mehr als deutlich eine an den Rand der Gesellschaft abgeschobene Frau" sei.

Menschen stehen auf den Domstufen, hinter ihnen sind ganz viele verschrottete Autos.
Premiere vor Schrottkulisse: "Carmen" Bildrechte: MDR/Antje Kirsten

Zu den zwölf Vorstellungen des Kinderstücks "An der Arche um Acht" kamen laut Theater rund 4.200 Zuschauer. Die diesjährigen Festspiele waren wegen der überwiegend tropischen Temperaturen eine Herausforderung für Akteure und Zuschauer - mit Temperaturen teilweise um die 40 Grad Celsius. Im kommenden Jahr ist als Welturaufführung das Musical "Der Name der Rose" geplant.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 27. August 2018 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 27. August 2018, 21:03 Uhr

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3 Kommentare

29.08.2018 08:59 Tina61 3

Die Veranstalter sollten sich in GRUND und BODEN SCHÄMEN, einen solchen SCHROTTHAUFEN als KUNST zu bezeichen. Wenn ich Schrott sehen will, gehe ich zum Schrottplatz.
Die Leute die dafür noch Geld ausgeben, müssten noch
bestraft weden.

28.08.2018 14:49 Unkünstler 2

zum Glück nur 42100 Leute haben gesehen, wie sich dutzende "Künstler" auf einem Schrottplatz am verschandelten Domplatz anbrüllen. Also gibt es noch genügend vernünftige Leute, die ihr Geld nicht zum Fenster rauswerfen. Oder ist das ne Art Therapie für die?

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