Luftbild der Justizvollzugsanstalt Goldlauter
Luftbild der Justizvollzugsanstalt Suhl: Dem Moldawier war die Flucht aus der Untersuchungshaft in dem Thüringer Gefängnis in einer Pappkiste geglückt (Foto: Archiv). Bildrechte: IMAGO

Nach Gefängnisausbruch in Pappkiste Drogenhändler in Erfurt zu mehr als sechs Jahren Haft verurteilt

Bekannt wurde er durch einen spektakulären Gefängnisausbruch in Suhl: Ein moldawischer Drogenhändler ist in Erfurt zu mehr als sechs Jahren Haft verurteilt worden. Seine Flucht in einer Pappkiste hat dabei jedoch keine Rolle gespielt.

Luftbild der Justizvollzugsanstalt Goldlauter
Luftbild der Justizvollzugsanstalt Suhl: Dem Moldawier war die Flucht aus der Untersuchungshaft in dem Thüringer Gefängnis in einer Pappkiste geglückt (Foto: Archiv). Bildrechte: IMAGO

Ein Drogenhändler ist vor dem Landgericht Erfurt zu sechs Jahren und fünf Monaten Haft verurteilt worden. Zwei Jahre, das heißt einen Teil der Strafe, muss er in einer Entzugsanstalt verbringen, wie die Richter am Dienstag entschieden haben. Der 42 Jahre alte Moldawier hatte zuvor gestanden, Drogen ge- und verkauft zu haben. Zwischen 2016 und 2017 hatte der bereits vorbestrafte Mann mit etwa 60 Kilogramm Marihuana gehandelt. Sieben Mal hatte er Rauschmittel aus dem Ruhrgebiet nach Erfurt gebracht. Außerdem versteckte er etwa 16 Kilo im einem Garten in Erfurt-Marbach.

Eine Hand hält einen brennenden Joint.
Einen Teil der Strafe muss der verurteilte Drogenhändler in einer Entzugsanstalt verbringen (Foto: Archiv). Bildrechte: imago/McPHOTO/HST

Die Richter folgten mit ihrem Urteil der Forderung der Staatsanwaltschaft. Strafmildernd wirkte dabei das Geständnis des Angeklagten. Außerdem hat sich der Mann vor Gericht bei seiner Familie entschuldigt. Die rund acht Monate, die er bereits in Untersuchungshaft saß, werden auf die Strafe angerechnet. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Bekannt geworden war der Mann vor allem durch seine spektakuläre Flucht aus der Untersuchungshaft in Suhl-Goldlauter im Oktober 2017. Diese wurde aber in dem Prozess in Erfurt nicht verhandelt: Das Streben nach Freiheit sei keine Straftat, hieß es wörtlich vor Gericht. Mitte Oktober 2017 war dem moldawischen Untersuchungshäftling die Flucht aus dem Suhler Gefängnis gelungen. Er hatte sich bei der Arbeit in der Haftwerkstatt in einem Pappkarton versteckt, der abtransportiert wurde. Bei einer Kontrolle war das nicht aufgefallen. Im März 2018 wurde der Mann in Rumänien festgenommen.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 12. März 2019 | 20:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 13. März 2019, 10:01 Uhr

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