Ermittlungen zur Attacke im Hirschgarten Nach Überfall in Erfurt: Polizei durchsucht Wohnungen in Thüringen

Im Ermittlungsverfahren um einen Überfall auf eine Gruppe Feiernder vor der Erfurter Staatskanzlei hat die Polizei am Mittwoch mehrere Wohnungen durchsucht. Wie das Landeskriminalamt mitteilte, fanden diese Durchsuchungen in Erfurt und in einer Ortschaft im Saale-Holzland-Kreis statt. Betroffen seien neun der insgesamt zwölf Beschuldigten in dem Ermittlungsverfahren.

Es seien umfangreiche Beweismittel sichergestellt worden, hieß es. Unter anderem wurde nach den Mobiltelefonen der Beschuldigten und Kleidungsstücken aus der Tatnacht gesucht, an denen möglicherweise noch Blutspuren nachweisbar sein könnten.

Vor der Staatskanzlei in Erfurt stehen Polizeifahrzeuge.
Die Polizei sichert den Ort des Geschehens kurz nach der Attacke ab. Sie war offenbar von der attackierten Gruppe alarmiert worden. Bildrechte: MDR/Marcus Scheidel

Erfurt: Ermittlungen nach Angriff auf Jugendliche

Die Staatsanwaltschaft Erfurt ermittelt gegen zwölf Männer wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs, der gefährlichen Körperverletzung und des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Sie sollen an einem Überfall auf eine Gruppe überwiegend jugendlicher Menschen am 18. Juli im Hirschgarten vor der Staatskanzlei in Erfurt beteiligt gewesen sein. Dabei waren mehrere Menschen verletzt worden, darunter auch drei Polizeibeamte.

Bei dreien der Beschuldigten habe es nach Angaben der Staatsanwaltschaft keine Razzia gegeben, da deren Mobiltelefone durch die Ermittler bereits sichergestellt worden waren. Die drei Männer waren unmittelbar nach dem Angriff festgenommen, dann aber wieder auf freien Fuß gesetzt worden, weil es gegen sie keine Haftgründe gebe.

Politische motivierte Straftaten: Mutmaßliche Angreifer aktenkundig

Am Tag nach dem Überfall war zunächst die Rede von einer Schlägerei zwischen zwei Gruppen die Rede gewesen. Später gab es Hinweise auf ein mögliches politisches Motiv, weil einige der mutmaßlichen Angreifer früher mit rechtsmotivierten Straftaten aktenkundig geworden waren. Der Staatsschutz übernahm die Ermittlungen.

Quelle: MDR THÜRINGEN/dr

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 05. August 2020 | 11:00 Uhr

4 Kommentare

Normalo vor 7 Wochen

Keine Jagdgründe bei verletzten Menschen, darunter dtei Polizisten. Das soll einer verstehen. Solche Typen, wie die Schläger vom Herrenberg in Erfurt, gehören in Haft Bus zur Verurteilung.
Ich vermisse den Aufschrei Der sonst so nach Recht und Gesetz schreienden.

Werner Original vor 7 Wochen

"Jagdgründe" hatte ich bisher (noch) nicht im Wortschatz - weder gegenüber Tieren, noch Menschen - Duden - wieder was gelernt.

Werner Original vor 7 Wochen

"Jagdgründe" kann man nur mit dem Jagdschein haben, den viele Normalos normal nicht haben, um diese dann auch ausüben zu dürfen.

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