Ein Mann fährt mit einem E-Scooter auf der Straße.
Seit dem Start des Verleihgeschäftes von E-Scootern in Erfurt, gab es bereits mehrere Vorfälle wegen Alkohol am Steuer. Bildrechte: dpa

Alkohol im Straßenverkehr Fahrverbote für betrunkene E-Scooter-Fahrer in Erfurt

Seit Anfang Juli stehen in der Erfurter Innenstadt E-Scooter zum Verleih. Seitdem zieht die Polizei immer wieder angetrunkene Fahrer aus dem Verkehr. In der Nacht zu Samstag wurden drei alkoholisierte Rollerfahrer geschnappt.

Ein Mann fährt mit einem E-Scooter auf der Straße.
Seit dem Start des Verleihgeschäftes von E-Scootern in Erfurt, gab es bereits mehrere Vorfälle wegen Alkohol am Steuer. Bildrechte: dpa

Die Erfurter Polizei hat in der Nacht zu Samstag drei alkoholisierte E-Scooter-Fahrer erwischt. Den Anfang machte ein 21-jähriger Erfurter, der kurz vor Mitternacht am Anger kontrolliert wurde und eine Atemalkoholkonzentration von 0,70 Promille aufwies. Erlaubt sind maximal 0,5 Promille. Ihn erwartet nun ein Bußgeld von 500 Euro und ein einmonatiges Fahrverbot. Das Fahrverbot gilt allerdings nicht für E-Scooter, da diese nicht führerscheinpflichtig sind.

Mit knapp 2 Promille unterwegs

Mit noch gravierenderen Folgen haben zwei weitere E-Scooter-Mieter zu rechnen. Ein 34-jähriger Erfurter brachte den Alkomaten um 2:30 Uhr in der Meienbergstraße auf stattliche 1,99 Promille. Ein weiterer 27-jähriger Erfurter schaffte es um 05:42 Uhr in der Bahnhofstraße auf 1,24 Promille. Beide erwarten nun eine Strafanzeige wegen Trunkenheit im Straßenverkehr und ein mindestens sechsmonatiges Fahrverbot.

E-Scooter in Erfurt

Seit Anfang Juli bietet die schwedische Verleihfirma VOI etwa hundert E-Scooter in Erfurt an. Die Mietroller lassen sich mit Hilfe einer Smartphone-App kostenpflichtig ausleihen. Für die Fahrzeuge gibt es keine festen Standorte. Nach Ende der Fahrt werden sie einfach abgestellt. Seit dem Start des E-Scooter-Verleihs in Erfurt hat die Polizei bereits zehn Nutzer erwischt, die alkoholisiert waren. Die Polizei weist darauf hin, dass auch für die Rollerfahrer die gleichen Grenzwerte für Alkohol, Drogen und Medikamente wie für Autofahrer gelten.

Quelle: MDR THÜRINGEN/nis

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 20. Juli 2019 | 11:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 21. Juli 2019, 11:07 Uhr

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16 Kommentare

22.07.2019 00:10 part 16

Keine Beleuchtung vorn und hinten, vielleicht noch mit Tarnjacke oder dunkler Bekleidung, aber genau so schnell unterwegs wie ein Fahrradfahrer, der sofort zur Kasse gebeten wird wenn er ohne vorgeschriebene Beleuchtungseinrichtung unterwegs ist, auch wenn ich andere damit eheblich blende. So sieht legislativliche Rechtstaatlichkeit aus wenn es um das Gesehenwerden geht, Verkehrssicherheit bei vermeintlicher Umweltfreundlichkeit mit Nachrang gegenüber dem restlichen Straßenverkehr. Bleibt abzuwarten bis die ersten Akku- Roller auf Bundestraßen und BAB auftauchen oder erst eine gewisse Anzahl von schrecklichen Unfällen passieren muß ehe die Verantwortlichen darüber nachdenken wie Verkehrssicherheit sich vereinbaren lässt. Eine Chimäre kann mann nicht reiten, das wussten schon die alten Griechen.

21.07.2019 20:16 martin 15

@13 b: Erstaunlich finde ich eher, dass in Berlin noch nichts Gravierendes passiert zu sein scheint.

Aber bezüglich "Fahren unter Alkohol": Ich mache mir eher Sorgen über besoffene Auto- und LKW-Fahrer. Die lässt der "gepanzerte Scheuer" ja genauso (wenig) rumfahren.

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